Hilfe bei mangelndem Selbstwertgefühl


Selbstwertgefühl


 



 

Hier möchte ich versuchen Menschen behilflich zu sein, die sich im Umgang mit anderen Menschen oftmals leer, überflüssig, verzweifelt oder traurig fühlen und nicht wissen wie sie damit umgehen können. Oder die sich oftmals ohnmächtig und hilflos fühlen, angestaute Wut oder Aggressionen in sich spüren, sie aber nicht zu greifen wissen um daran etwas zu ändern. So viele unterschiedliche Ursachen es für die Auslöser dieser individuellen Empfindungen gibt, nach ebenso vielen unterschiedlichen Lösungen muss auch Ausschau gehalten werden. So ganz pauschal kann also der nun folgende Text für alle Betroffenen nicht als Lösung dienen. Vielleicht erkennt sich der eine oder andere doch in dessen Inhalt wieder und sollte deshalb möglichst weiter lesen. Denn wenn die betreffende Person vor diesen "Tatsachen" am liebsten weglaufen möchte, weil es unangenehm ist sich diesen zu stellen, weise ich jetzt schon darauf hin, dass Erklärungsbeispiele und mögliche Lösungen im Verlauf dieses Textes folgen werden! Ich wünsche den interessierten Lesern zuallererst Mut, den vermeintlichen, an sie gerichtete "Verbalattacken" standhaft gegenüberzutreten, um aber mit dem sich einstellenden Selbstverständnis, das erkannte Lebensdilemma gezielt konstruktiv anzugehen und es gegebenenfalls zu relativieren, oder gar vielleicht auch ganz zu lösen! Ich will mit einer grob formulierten Beschreibung einer Verhaltenssituation beginnen, die erst einmal durchschaut werden muss:

Dein Selbstwertgefühl ist ganz schön angeknackst. In allem was du tust bist du sehr darauf fixiert, nach Selbstbestätigung und Anerkennung zu suchen und strebst danach zu erfahren, dass du für andere (unersetzlich) wichtig bist. Selbst dann, wenn dir das niemand streitig machen will. Mit diesem Verhalten stößt du oft auf Ablehnung, weil du dabei andere in ihrem Wert und in ihrer Persönlichkeit übersiehst und ihnen das Gefühl vermittelst, völlig unbedeutend zu sein. Hier wäre es ratsam, einmal über dein "bedürftiges" Verhalten nachzudenken und über die möglichen Gründe dafür. Denn es kann passieren, dass sich einige von dir abwenden werden -vor so viel "Minderwertiger, Eigenliebe"- wie sie ihren Eindruck von dir beschreiben würden! Zurück bleibt dann ein Gefühl von Verlassen-sein und Einsamkeit -und etwas, dass du auf jeden Fall vermeiden wolltest: Ein Gefühl von Ungültigkeit! Um solche Situationen zu vermeiden, wäre es gut, dich auf deine Qualitäten zu besinnen, auch wenn, oder gerade weil deine Umgebung von ihnen bisher keine Notiz genommen hat. Denke doch einmal über deine Begabungen nach: Vielleicht hast du für technische Sachen kein Talent, aber dafür kannst du gut planen und koordinieren. Vielleicht kannst du nicht tapezieren, aber du hast einen ausgeprägten Harmonie- und/oder Schönheitssinn. Du hast vielleicht kein Talent auf der Schreibmaschine schnell zu tippen, kannst aber ganz gut Gegenstände ordnen und/oder sortieren (das kann nicht jeder)! Suche in dir nach deinen Talenten und -ich garantiere dir- du wirst welche finden, mit denen du auch beruflich etwas anfangen kannst. Frage z.B. auch mal jemanden, der dich gern hat und zu schätzen weiß, was er besonders an dir mag. Es ist nämlich wichtig, dass du deinen Selbstwert erkennst, zu ihm findest, und dieser dich dann aus Abhängigkeit, Unsicherheit, Selbstzweifel und aus diesem zerstörerischen Handeln herausführt!

Es ist zu vermuten dass es viele Menschen in deiner Umgebung gibt, die selbst von einem mangelnden Selbstwertgefühl betroffen sind. Das heißt, sie können deine Qualitäten und Begabungen nicht förderlich unterstützen, weil sie selbst wiederum täglich damit beschäftigt sind, Anerkennung und Bestätigung von anderen zu erhalten. Solche Menschen, (man muss es leider so sagen) sind reines "Gift" für dein Selbstwertgefühl! Zudem hast du durch deine unliebsame Art auch dafür selbst gesorgt, dass man dich und deine Talente nicht wahr nimmt. Nämlich dadurch, dass du eben zu sehr damit beschäftigt warst, dich bei anderen hervorzuheben um dich damit zu profilieren und deinen Wert bestätigt zu wissen. Du hast unbewusst dafür selbst gesorgt, dass man auch dich übersieht. Denn wer glaubt einem noch, der pausenlos nur von sich in den allerhöchsten Tönen spricht! In dem Masse, in dem du so mit anderen umgehst, in demselben Masse ist man sicherlich auch mit dir sehr oft so umgegangen. Obwohl du sicher deine Wünsche und Bedürfnisse schon früh und mehrmals geäußert hast, wurden sie aber immer wieder überhört. Dieses Dilemma solltest du dir bewusst machen, um aus diesem Teufelskreis heraus zu finden.


 

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Die Hingabe der Liebe
© Merzavka / Shotshop.com

 

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Versuche deshalb in Zukunft darauf zu achten, dass du z.B. weniger von dir und deinen vermeintlich guten Eigenschaften und Erfolgen erzählst, sondern vielmehr darauf, auch anderen einmal richtig zuzuhören. Du wirst ganz bald die Erfahrung machen, dass man anfangen wird, auch dir zuzuhören. Und wenn möglich, meide in nächster Zeit Menschen, die nur von sich und ihren Erfolgen erzählen und damit nur prahlen wollen (weil sie nichts wirklich wertvoll-beständiges aufzuweisen haben). Über solche Menschen lässt sich eins definitiv sagen: "Sie alle haben etwas aus ihrem Leben gemacht -nämlich, einen guten Ersatz dafür!" Also, nicht angeben, sondern "zugeben"! Suche nach Menschen, die ausgeglichen sind und nicht nur um ihren eigenen Wert, sondern auch um den Wert anderer wissen. Du wirst bald merken, dass sie auch nach deinen Interessen fragen werden und dir erlauben werden, diese zu äußern und deine Begabungen zu zeigen!

Achte als nächstes auf deine Aussprache, denn sie ist deine Visitenkarte und hinterlässt einen allerersten entscheidenden Eindruck bei deinem Gegenüber. Denn wenn die Aussprache noch hinkt oder fahrig wirkt, könnte das einen "schlampigen" Eindruck von dir bei anderen hinterlassen. Sie wirkt nämlich nicht so, als ob du sehr zuverlässig wärst (auch wenn du es vielleicht sein solltest), oder kompetent und verantwortungsbewusst.

Und auch sehr wichtig: Lerne täglich (mind. 5 Minuten lang oder länger), dich vor einen großen Spiegel zu stellen, hinein zu blicken und dich zu betrachten. Lächle Dich an, zieh hin und wieder deine Schultern für einige Sekunden hoch und lächle dann wieder. Du wirst sehen, dass du ganz bald auf andere viel selbstbewusster wirken wirst und deine Körperhaltung jetzt nicht mehr "hängt", sondern aufrecht und gerade steht (der allererste und damit wichtigste Eindruck überhaupt). Um dein sympathisch-aussehendes Erscheinungsbild zu bekräftigen und zu unterstützen, ist es zudem noch unausweichlich, das man sich selbst zuallererst mag. Denn wenn man das nicht tut, wie kann man dann von anderen erwarten das sie es tun? Also arbeite auch daran und sag zu dir selbst folgende Sätze, bei denen du an dir den größten Mangel empfindest wie z.B.: "Ich mag dich", "Du bist liebenswert", "Du bist schön"/"Du siehst gut aus", "Du bist mutig", "Das schaffst du", "Ich verzeihe dir", oder gar "Du bist unschuldig" usw.! Wenn man sich über eine längere Zeit negative Gedanken eingeredet hat (oder auch hat einreden lassen), was spricht jetzt dagegen, dass man sich positive Gedanken einredet? Du hast ja nichts dabei zu verlieren, ganz im Gegenteil! Schon bald wirst du dadurch zwangsläufig sympathischer auf andere wirken, denn ein selbstbewusst -in seinem Erscheinungsbild- wirkender Mensch wirkt automatisch schon interessant, und dass wird das Kennenlernen von ausgeglichenen, liebevollen Menschen einfacher machen.
 

 






Danke, so liebe Karo, für die aufbauenden Worte!

 

Etwas richtig zu machen geht schneller als zu erklären, warum man es falsch gemacht hat.
(Longfellow)

 

Habe Mut, Dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.
(Immanuel Kant)

 

Wie sich Sonne und Mond nicht im trüben Gewässer spiegeln können,
so kann sich der Allmächtige nicht in einem Herzen widerspiegeln,
das nur von der Idee des >Ich und Mein< getrübt ist.
(Sri Ramakrishna)




Sieh auf dein Inneres!
Denn da ist die Quelle des Guten, die stets wieder aufsprudeln kann,
wenn du stets wieder nachgräbst.
(Marc Aurel)

 

Demut ist der Mut,
die eigene Menschlichkeit anzuschauen.
(Anselm Grün)

 

Wenn später einmal, warum nicht jetzt.
Und wenn nicht jetzt, wie dann später einmal.
(Augustinus)

 

Mancher lässt sich lieber durch ein Lob ruinieren
als durch Kritik retten.
(Renata Tebaldi)

 

Auch der Kampf gegen die Traurigkeit ist Tugend. -
Lache die Welt aus und vertraue auf Gott.
(Johann Michael Sailer)

 

Wenn ich nur das tun würde, was andere von mir erwarten,
müsste auf meinem Grabstein stehen:
Mein Leben hat allen gefallen, nur "MIR" nicht.
(Unbekannt)

 

Kinder müssen Dummheiten der Erwachsenen ertragen,
bis sie groß genug sind, sie selber zu machen.
(Jean Anouilh)

 

Nur der schlechte Handwerker schimpft auf sein Handwerkszeug.
(Italienische Weisheit)



Tadle nicht den Fluss, wenn du ins Wasser fällst.
(Koreanisches Sprichwort)


 

Durch das Hören des Ohres wird das Innere des Menschen erschüttert.
(Hildegard von Bingen)



Wirkliche Wahrheit unterscheidet sich von jeder phrasenhaften Wahrhaftigkeit dadurch,
dass sie etwas ganz Bestimmtes will, dass etwas geschieht –
nämlich dass sie den Menschen löst, frei macht.
(Dietrich Bonhoeffer)


 

Inwendig denken ist besser als auswendig lernen.
(Klaus Klages)

 

Behutsam sagst du mir,
dass du mich nicht ausstehen kannst.
Aggressiv entgegne ich dir,
dass ich dich liebe.
(Unbekannt)


 

Wer fragt, ist ein Narr für ein paar Minuten.
Wer nicht fragt,
bleibt es ein Leben lang.
(Chinesisches Sprichwort)


 

Annehmen, Loslassen und Zulassen
sind für jede gelungene Selbstwerdung
unerlässlich.
(Anselm Grün)




Kann es eine größere Armseligkeit geben als die,
unsere guten Seiten herauszusuchen und sie gegenüber anderen zu loben?
(Mahatma Gandhi)








 

 

 



Oktober 2017:


J. Marie - Show Me You Care


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