Körper, Gottes Geist und Seele












Hier in diesem Kapitel möchte ich gerne auf ein Thema zu sprechen kommen, über das selten reflektiert oder auch diskutiert wird -geschweige denn, dass auch die Kirche ihren "Schäfchen" darüber etwas "predigen" würde. Obwohl Gott unser Schöpfer unseren Körper so beschaffen hat, wie er nun mal ist, lehnen sogar auch viele "gläubige Christen" dieses Thema in ihrem Leben ab! Die meisten Menschen haben nämlich Schwierigkeiten ihren Körper so anzunehmen, wie er geschaffen wurde. Z.B. seine Flüssigkeiten, in Form von Ausscheidungen und Ausdünstungen, erwecken in vielen einen regelrechten Ekel davor, obwohl diese "menschlichen Substanzen und Vorgänge" Zeichen dafür sind, dass unser Körper in der Regel hervorragend funktioniert.

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Auch haben viele Menschen Probleme damit, bzw. irrationale Ängste davor, sich über Themen wie z.B. unsere Seele oder unseren Geist, tiefgründige Gedanken zu machen und sich mit ihnen ernsthaft auseinander zu setzen, da diese "unsichtbaren Vorgänge" sich unserer Kontrolle entziehen und somit auch nicht wirklich (be)greifbar sind. Dabei täte es ihnen gut, z.B. öfters auf ihr "Bauchgefühl", oder ihre "innere Stimme" zu hören und auf diese zu vertrauen.

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Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk und der rationale Verstand ein treuer Diener.
Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat.
(Albert Einstein)




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Wir leben heute jedoch in Zeiten, da ein konkretes, unmittelbares Agieren, z.B. in der Arbeitswelt, von uns regelrecht erwartet wird, um die an uns heran getragenen Aufgaben zielsicher und effizient zu lösen. Auch in unserer Erziehung wird selten unsere "intuitive Begabung" gefördert, die jedem Menschen jedoch mit in die "Wiege" gelegt worden ist. Man könnte schon fast sagen, dass der Mensch mittlerweile, im Allgemeinen sich selbst entfremdet ist, und keine innige Beziehung zu sich selbst mehr hat. In sogenannten "primitiven" Völkern und Kulturen, ist dies allerdings ganz anders.

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Auch Themen wie Gott, Glaube und Bibel, scheinen uns eher befremdlich geworden zu sein, als dass wir noch einen ganz selbstverständlichen Umgang mit diesen Begriffen hätten. Was also hat jetzt z.B. Gott mit unserem Körper zu tun? Da die Antwort auf diese Frage jedoch mehr als Komplex ausfallen würde, werde ich sie in den nächsten Abschnitten nur annähernd beleuchten.





Der  Mensch ist ein Geistwesen
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Der menschliche Körper ist das Spiegelbild Gottes. Er ist u.a. auch der Spiegel seiner Wirkungen und Möglichkeiten. Nicht das Gott so aussehen würde wie wir Menschen, mit Kopf, Brust, Armen und Beinen, sondern, durch unseren Körper drücken sich Gottes Wesensarten, Eigenheiten und Eigenschaften aus. Aber auch über unsere Sinne teilt sich dieser Schöpfergott seinen Geschöpfen mit. Gott sieht, Gott hört, Gott spricht -und fühlt. Gott selbst tut dies allerdings alles noch etwas anders als wir und er vereint auch alle diese Sinne in sich als Einheitlichkeit. Es heißt ja sehr oft z.B. das Gott alles sehen kann. Dies können wir Menschen selbstverständlich nicht. Wir sind ja "nur" sein Spiegelbild und nicht Gott selbst. Wir spiegeln seine Handlungsmöglichkeiten auf profane Weise wieder. Meine Möglichkeiten zu denken, zu reflektieren, abstrahieren und was ich sonst noch mit meinen geistigen und gedanklichen Kräften kann, sind alles Spiegelbilder seiner Wirklichkeit und Daseinsform, jedoch im eingeschränkten Maße.

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Unser Atem, unsere Atmung ist das Spiegelbild des Geistes Gottes. Indem er uns den Atem einhauchte, hauchte er uns damit zugleich auch die Möglichkeit ein, dass wir zu leben fähig sind. Ohne dieses Geschenk, ohne diese Gnade, könnte der Mensch nicht leben, auch wenn er so beschaffen ist, wie er jetzt beschaffen ist, mit seinem Herz, seiner Lunge, seinem Gehirn und alles was noch dazugehört. Ohne diesen Atem, der eine Metapher für Gott selbst ist, könnte der Mensch nicht existieren. Der Atem befähigt uns zu denken, denn der Atem ist auch gleichzeitig unsere Seele. Dies allein würde schon ausreichen um leben zu können, so wie er lebt -aber auch wieder nur in begrenztem Maße. Deswegen erhielten wir noch ein weiteres Geschenk, dass wir vormals noch nicht besaßen, nämlich seinen Geist selbst, der unsere Seele und unseren Körper durchdringt und mit diesen wie verschmolzen ist. Dieser befähigt uns u.a. unsichtbare Vorgänge wahrzunehmen, zu erkennen, interpretieren und zu deuten. Ohne diesen allumfassenden und durchdringenden Geist, würden wir z.B. nicht verstehen können was mit "Liebe" wirklich gemeint ist, was mit "Wahrheit" gemeint ist, was mit "Leben nach dem Tod" gemeint ist, oder gar was mit "Gott" selbst gemeint ist, denn nur dieser weiß es uns zu offenbaren.

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Der Körper in seiner ganzen Beschaffenheit ist also ein Spiegel für das Leben, dass in Gott ist und aus Gott hervorgeht, denn dieser ist das Leben selbst. Alles was unser Körper vermag, um uns lebendig zu halten, ist auch in gleicher Weise in Gott zu finden. Da wir aber in einer materiellen physischen Welt leben, können wir nicht wie ER, ewig existieren, weil in unserem physischen Dasein nun einmal alles endlich beschaffen ist, also alles ein Ende hat, um anschließend irgendwo oder irgendwie wieder neu zu beginnen, bzw. weiter zu existieren. Gott ist aber Beginn (Anfang) und Ende in einem und deswegen kann Gott nicht vergehen. Gott ist Geist. Ein geistiges Wesen unterliegt den physischen Gesetzen und Grenzen des Universums nicht. Uns ist aber durch Gottes Geist die Möglichkeit geschenkt worden, unseren Körper zu übersteigen.




Verwandlung der seelischen Kräfte
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Wir können in diese Welt, etwas aus Gottes Reich in unser endliches Dasein mit hinein nehmen, indem wir z.B. alles übersteigen können. Etwas übersteigen, das nicht den psychischen und physischen Gesetzen unterliegt. Wie Christus einst sagte, dass nämlich Wunder nur möglich sind, der an sie glaubt, der an Gott glaubt, wirklich glaubt, weil er von seiner Existenz weiß -und weil es ihm dessen Geist geoffenbart hat. Diesem ist gegeben worden, sogar Berge versetzen zu können...

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Der menschliche Körper lebt tatsächlich vornehmlich vom Geist Gottes, der -wie bereits erwähnt- das Leben selbst ist. Das ist die wichtigste Kraft in uns, um unser weltliches, irdisches Leben und unseren irdischen Körper erhalten zu können. Ohne diesen Geist würden wir nur existieren, aber nicht leben. Der Geist Gottes hält uns geistig gesund, hält uns rein, weil er das was er berührt, augenblicklich in die Form und in das Wesen Gottes verwandelt - seinem Wesen immer ähnlicher macht, obwohl wir noch Fleisch und vergänglich sind. Das wir an Gott glauben, bewahrt uns jedoch nicht vor Krankheit und Tod, da sein Geist uns zu keiner Zeit aufgezwungen wird, aber der Glaube lässt uns Krankheiten sowie den Tod übersteigen -durch z.B. ganz neue Kenntnisnahmen und Sichtweisen darüber. Der Körper ist eine Leihgabe für unser physisches Leben, für unser physisches Dasein, das wir ablegen werden nach unserem Tod, um in das ewige Reich Gottes eingehen zu können.

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Mit diesem vergänglichen Leib der uns zu uneseren Lebzeiten eine Last ist- und bleibt, können wir das Reich Gottes nicht betreten. In Gottes Reich gibt's nichts Vergängliches, und so lassen wir den endlichen Leib zurück. Wir werden alt, oder krank und sterben, weil wir diesen Leib nicht mitnehmen können. Sobald unsere Lebenszeit vorbei ist, müssen wir diesen Körper und dieses physische Dasein verlassen. Es ist ein Gnadengeschenk das wir leben, nämlich zur Vorbereitung auf das ewige Reich Gottes. Wer das Leben zu seinen Lebzeiten zu schätzen gelernt hat, wird in das "Paradies" auch hinein gelassen. Wer sich zu Lebzeiten nach Frieden gesehnt hat, sich für Gerechtigkeit eingesetzt hat, wird in das Reich Gottes hinein gelassen werden. Zu unseren Lebzeiten dürfen wir Leben was wir wollen und wohin wir wollen. Das manche Menschen sehr früh sterben und keine Zeit hatten zu wählen, für diese ist das Paradies aber schon längst bereitet. Auch für (geistig) behinderte Menschen ist das Paradies schon längst bereitet. Sie leben u.a., damit wir uns an ihnen prüfen, wo wir nämlich einst hin wollen. Für alle anderen soll sich zeigen, wie sie mit allem umgehen und durch ihre Taten -durch ihre Lebensweise offenbaren, was diese- und wohin sie wirklich wollen. Helfe ich dem anderen, unterstütze ich ihn, folge ich meinem Ruf anderen behilflich- für andere da- für andere Trost zu sein? Darin kann ich auch Spiegel Gottes sein -je nachdem!






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Sehr geehrte Leser,
mir ist durchaus bewusst, dass jetzt einige meiner Gedanken, bzw. Erkenntnisse bei euch eventuell viele neue Fragen aufwerfen können, die regelrecht nach einer Antwort schreien. Mir kommt es aber nicht darauf an, auf alle Sachverhalte ausführlicher einzugehen und alles genauestens zu erklären, sondern vielmehr ist es mir lieber, gedankliche Impulse zu setzen. Aber auch, dass ihr jetzt selber feststellen möget, inwieweit ihr meine "Thesen" bejahen würdet, weil ihr dieselben Empfindungen darüber in euch spürt, oder weil sie euch schlüssig erscheinen. Es ist zudem nicht unerheblich, ob ihr bereits mit Gottes weisen Mittler (Geist) vertraut seid oder nicht. Ohne diesen, wird euch alles eh' verborgen bleiben und eher unsinnig erscheinen, was das ganze Thema "Gott, Mensch und Glaube" angeht. Der (heilige) Geist ist Gottes Offenbarer, nämlich in allem was dessen Existenz und seinen Willen (mit uns) angeht. Jemanden, den der Geist Gottes nicht erreicht hat, für diesen werden alles was den christlichen Gottesglauben anget, wie "chinesisch-böhmische Dörfer" erscheinen, die ihm "spanisch" vorkommen werden.

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Ein Mensch, der Gott nicht kennt, versteht die "ganze Welt" nicht, obwohl er dieses vielleicht glaubt. Er meint, indem er alles berechnen kann, kann er damit auch alles beherrschen und kontrollieren. Das dies ein Trugschluss ist, erweist sich ja oftmals schon in kürze. Dann spricht er von "Erfahrung gemacht", wenn ihm etwas misslingt, obwohl ihm die "Welt-Geschichte" bereits schon längst einen Spiegel für seinen "gewählten Weg" hingehalten hat, nämlich, dass "dieser Weg" kein "guter" ist. Ohne Gottesglauben also, erkennt der Mensch die großen und tiefen Zusammenhänge der Welt nicht die ihn umgeben. Er kann nichts (eindeutig) voraussehen- oder sagen, nichts durchschauen, oder gar, wirklich Probleme lösen - bestenfalls kann er diese nur "vorausschieben", oder "umleiten". Seine Gedanken sind alle (zwangsläufig) noch "eingleisig" und er benötigt für alles eine Schublade, um sich "Wunderlichkeiten" (Sachverhalte, außerhalb seiner Vorstellungskraft, bzw. seines Horizonts) erklären zu können. Ihm sind so manche Geheimnisse (Gottes) nicht mal als solche bekannt und deshalb dreht sich alles in seinem Weltbild unaufhörlich im Kreis. Das Resultat davon ist, dass er alles zerstört, was ihm doch eigentlich lieb und kostbar ist, weil er die richtige Lösung (aus seinen Konflikten) ganz allgemein, nicht (er)kennt. Das einzige was da hilft, ist unendliche Geduld, denn es ist in Gottes Weisheit, warum- und wie lange dies so weiter gehen wird. Ich selbst kann mich aber da nur Martin Luthers weisen Worten anschließen, der da einst einmal sagte:
"
Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen!"

...es lebe die Hoffnung...














Einige Zitate Mahatma Gandhis über Gott, Mensch und Leben:




Gott ist einer. Er hat weder Gestalt noch Form. Wir sind sein Spiegel. Wenn wir geradlinig und rein sind,
spiegelt er sich in uns so wider. Wenn wir jedoch krumm und befleckt sind, erleidet auch Sein Bild diese Verzerrung. Es ist daher unsere Aufgabe, in jeder Hinsicht klar und rein zu bleiben.




Der Mensch wächst dadurch, dass er die wahre Natur seines Selbst erkennt, indem er darüber nachdenkt
und den Tugenden folgt. Die gegenteilige Lebensweise führt zum Fall.



Gott vergisst uns nie; wir sind es, die Ihn vergessen. Und das ist unser Elend.



Wann wird der Fluss Ganges austrocknen? In dem Augenblick, in dem er sich selbst von seinen Quellen abschneidet. Ähnliches geschieht mit der Seele, wenn sie von der ewigen Quelle des Lebens, das heißt von Gott, abgeschnitten wird.



Wenn Gott in unserem Herzen wohnt, können wir keine bösen Gedanken hegen oder böse Taten begehen.



Gottes Wort ist: „Ich bin, war und werde immer sein, ich bin überall und in allem.“ Wir wissen das, und doch wenden wir uns ab von Gott, suchen Zuflucht im Vergänglichen und Unvollkommenen und begeben uns so ins Elend. Ist das nicht unglaublich?



Der Mensch hat zwei Augen und zwei Ohren, aber nur eine Zunge; er soll also nur halb soviel reden wie sehen
und halb soviel reden wie hören.



Wie unzählige Tropfen schließlich ein Meer bilden, könnten wir, wenn wir freundlich sind, ein Meer von Freundlichkeit werden. Die Welt würde umgestaltet werden, wenn jedermann in der Welt im Geiste gegenseitiger Freundschaft lebte.



Wirklich leben kann nur der, in dessen Herz Gott wohnt und der sich dieser Gegenwart immer bewusst ist.



Der Mensch stirbt dann, wenn er sich selbst von der Quelle seines Seins abschneidet,
nicht wenn die Seele den Körper verlässt.







Der Heilige Geist ist der Lebensspender, der kreative Geist,
der Neues in uns schafft.

(Pater Anselm Grün)



















Letzte Änderung: 21.05.2017 19:16:54






Juni 2017:


Rene & Angela - I'll Be Good


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