verwandlung

Schmetterling Pink
© Sun_Tiger / Shotshop.com


„Ich will/werde mich ändern.“ Ohne inneren Prozess wird man scheitern müssen. Mir vorzunehmen, dass ich dieses oder jenes einfach nur lasse, ohne mir der Beweggründe meines Handelns bewusst zu werden, werde ich gar nichts ändern können, außer: Die Farbe meiner Tapete. Ändern ist für mich nur etwas Äußerliches. Das, was man wohl eher damit meint, wenn man sagt „ich will mich ändern“, hat etwas mit Verwandlung zu tun. Und diese geschieht nur von innen. Unsere Motivation und unsere Gesinnung müssen verwandelt werden. Solange in mir ein Grund gelegt ist, z.B. Scheiben mit Steinen einzuwerfen, werde ich es nicht schaffen, es auf Dauer bleiben zu lassen, nur weil ich mir vom Kopf her sage, dass ich es lassen sollte, weil es nicht gut ist. Eine Verwandlung von innen her ist zunächst einmal schwierig. Wenn man aber erkannt hat, seinen Motiven auf den Grund zu gehen, geht man schon auf den Erfolg zu, dass sich wirklich etwas ändert. Da ist aber die Voraussetzung, dass man sich wirklich gehalten weiß, um in den dunklen Keller hinab zu steigen.
 

Einer sicheren Hand, die mich hält, die den Weg in die dunklen Kellerräume kennt, kann ich mich bedingungslos anvertrauen. Jemand, der mit dem Kellergewölbe vertraut ist, der sich dort auskennt, wird mich auch, angesichts der Unliebsamkeiten die mir dort begegnen, halten können. Jemand wird mich mit einer Leuchte durch die dunklen Kellerräume führen und mir alle Räume zeigen. Was werde ich dort vorfinden? Verschimmelte Lebensmittel, verrostete Bettrahmen, durchfeuchtete alte Akten, wurmdurchlöchertes Mobiliar? Werde ich überhaupt durch einige Räume hindurchgehen können, ohne über Unrat oder alt geliebte gesammelte Stücke, an denen mein Herz einmal hing, zu stolpern? Werde ich Rattenkadaver vorfinden, skelettierte Mäuse in Mäusefallen? Welcher Geruch oder Gestank wird mir entgegen strömen?


Wenn mich mein Vater -und mich als sein Kind, mit in diesen Keller hinunter nimmt, weil er vielleicht Ordnung schaffen will, ist dies nichts Außergewöhnliches. Wohlgemerkt: Wer geht mit mir in meinem inneren geistigen Hause, der auch so einen Keller hat, hinunter? Hier liegt nun ein Grenzbereich: Es hängt alles davon ab, ob wir nun (an Gott) glauben oder nicht. Wenn wir an den Schöpfer nicht glauben, der in uns wohnt, werden wir niemals aufräumen und uns nicht ändern können. Über den geistigen Keller sage ich: wenn man meint, man wüsste nicht, wo man hier anfangen sollte, man könnte den Keller nur sprengen, der würde auch sein Haus zerstören. Hier kann Gott alles in mir verwandeln. Er wird in einem Moment den Staub wegwischen, das tote Holz in lebendiges verwandeln, Vermodertes zum Leben erwecken! Dies wird mir nur gelingen im Vertrauen auf Ihn. Ich selbst wäre machtlos, alles zu retten. Gott wird mir alle Dinge in meinem Keller zeigen, die sich im Laufe meines Lebens angesammelt haben und nun achtlos, zerstreut oder vergessen herumliegen und mir sagen, dass alles hier wertvoll ist. Nichts davon wird weggeworfen, denn dies ist mein einmaliger kostbarer Schatz.

Lasse sich verwandeln wer kann.

 

 

In sich gehen ist die unbequemste Art der Fortbewegung.
(Robert Lembke)

 

Der Gott, den Jesus verkündet hat,
bringt uns in Beziehung zu uns selbst,
zu den unbewussten Bereichen unserer Seele,
zu unserer Lebendigkeit.
(Anselm Grün)



Damit auch nur ein Diamant gefunden wird, müssen Hunderte Tonnen Erde und Stein
in harter Arbeit ausgegraben werden.
Wenden wir auch nur einen Bruchteil dieser Arbeit auf,
um den Schutt der Unwahrheit wegzuräumen und nach dem Diamant der Wahrheit zu suchen?

(Mahatma Gandhi)

 

Aus nichts lässt sich der Charakter eines Menschen so sicher erkennen,
wie aus einem Scherz, den er übel nimmt.
(Georg Christoph Lichtenberg)

 

Wenn du ein Problem hast, versuche es zu lösen.
Kannst du es nicht lösen,
dann mache kein Problem daraus.
(Gautama Buddha)

 

Wenn man Fehler gemacht hat,
bezeichnet man das selbst als "Erfahrungen sammeln".
(Oscar Wilde)

 

Solange Körper und Seele miteinander zu leben haben,
tragen sie einen gewaltigen Konflikt miteinander aus,
da die Seele leidet, wo immer das Fleisch an Sünden ergötzt wird.
(Hildegard von Bingen)

 

Es gibt Leute, die ihr ganzes Leben lang die nächste Woche anfangen wollen.
(Unbekannt)

 

Gott schenke mir:
Das Herz eines Kindes zum Glauben.
Das Herz einer Mutter zum Lieben.
Das Herz eines Mannes zum Handeln.

(Johann Michael Sailer)



Heiliger Geist, gib mir die Liebe zu Gott und den Menschen,
die allen Hass und alle Bitterkeit vertilgt.
(Dietrich Bonhoeffer)



Es ist ein Unterschied zwischen einer Raupe und einem Schmetterling;
und doch war der Schmetterling eine Raupe.
(William Shakespeare)

 


Durch das Gebet wird der Blick für die innere,
eigene Wirklichkeit geschärft.
(Anselm Grün)




 

 

 

 

 

 




 

 



August 2017:


Whispers - In The Raw


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