Der Sicherheitsrechner




Kapitel 10



 

(Ein Beispiel im übertragenen Sinn)
Mit diesem Schritt rechnen wir uns aus, wie sicher unser Auto inzwischen geworden ist.

 

Viele Anwender nehmen das Thema PC-Sicherheit nicht so wichtig, aber gerade in unserer heutigen Zeit wo die Menschen immer mehr kontrolliert und private Informationen weiterverkauft werden, sollte es solchen Organisationen meiner Meinung nach nicht so einfach gemacht werden. Ich persönlich möchte nicht, dass der ganzen Welt offen bekannt ist, wo ich gerne Einkaufe, welche Produkte ich bevorzuge, wie mein Kontostand ist, und wie ich mein Leben führe. Das ist mir zu intim, ich würde ja auch nicht ein Schild an meine Haustüre hängen wo genau alle solche Informationen draufstehen. Unsere Bankdaten, oder unsere Informationen von Ebay werden ja noch, so gut es geht geschützt und verschlüsselt. Aber unsere eigenen Daten auf der Festplatte sollen für jedermann frei zugänglich sein?!

 

Noch schlimmer wird es, wenn unser eigener privater PC von dubiosen Organisationen für kriminelle Zwecke missbraucht und fremdgesteuert wird. Ich möchte nicht, dass mein PC ohne mein Wissen Jahrelang für die Verbreitung von SPAM Massen-Emails oder schlimmerem genutzt wird. Dagegen können, und sollten wir etwas tun.

 

Einige Beispiele, was geschehen kann wenn man auf die eigene PC Sicherheit nicht achtet, findet Ihr hier gut beschrieben: Bot-Netze

 

Jeder Nutzer der darauf achtet, ein sauberes und schädlingsfreies Betriebssystem zu haben, schützt damit automatisch auch alle anderen Nutzer im Internet vor Schädlingen. Wenn aber jemand nicht darauf achtet, bringt er damit unfreiwillig auch alle anderen Nutzer in erhöhte Gefahr.



Allerdings braucht man nicht zwingend alle Punkte aus diesen Anleitungen gleichzeitig umsetzen. Aber je mehr Punkte gleichzeitig umsetzt werden, desto unwahrscheinlicher wird das Risiko einer Infektion.
 

Jeder sollte seinen eigenen Weg wählen, wie er sein System absichert. Worauf kann er verzichten, und worauf will er nicht verzichten? Schließlich soll man ja auch noch Vergnügen am PC haben. Der goldene Mittelweg ist (wie im wirklichen Leben) auch hier sicherlich der richtige. Also: Weder "Desinteresse" noch "Sicherheits-Fanatismus", sondern von beiden Teilen zugleich wäre hier die Mitte - Nämlich gelassene Aufmerksamkeit.

 

 



 

Der Sicherheitsrechner für Windows XP, Vista, 7, 8 & 10:
 

Ganz wichtig: In Frage für diesen Sicherheitsrechner für Windows Vista/7/8/10, kommen nur diejenigen, welche diesen folgenden Sicherheitspunkt schon als Vorraussetzung umgesetzt haben:

 

Sicherheitsupdates regelmäßig installiert (Kapitel 01)



Wer aber nur diesen Sicherheitspunkt umgesetzt hat, dessen Sicherheit wird zuerst einmal mit der Schulnote "ungenügend" (6) bewertet. Jeder fängt also erst mal mit ungenügend (Schulnote 6) an und kann aber mit den folgenden Schritten die Gesamt-Sicherheit verbessern:


 

  1. Hohe Sicherheit für den Internet-Browser (Kapitel 02)
    erhöht die Sicherheit um ganze
    zwei (+2) Schulnoten


     
  2. Vorsichtig und Achtsam Surfen  (Kapitel 03)
    erhöht die Sicherheit um
    eine (+1) Schulnote


     
  3. Keine Administratorrechte beim Surfen verwenden (Kapitel 04)
    erhöht die Sicherheit um
    eine (+1) Schulnote


     
  4. Aktuelle Programme verwenden  (Kapitel 05)
    erhöht um
    eine (+1) Schulnote


     
  5. Ein kostenpflichtiges Antivirus Programm (Kapitel 06)
    erhöht die Sicherheit um
    eine (+1) Schulnote
    (Ein kostenloses Antivirus Programm erhöht
    um
    eine halbe (+0,5) Schulnote)



 

Insgesamt könnt Ihr bei Umsetzung aller Sicherheitsmaßnamen, auch ohne Antivirus eine Sicherheit von "sehr gut" (1) erreichen.

Wenn Ihr den Schritt "Hohe Sicherheit für den Internet-Browser" weglasst, ist mit einem kostenpflichtigen Antivirus noch eine Sicherheit von "gut" (2) erreichbar.

 


 

 



Ein anderes, mathematisches Beispiel:

Wenn wir vorsichtig und achtsam surfen, kommen z.B. 70 % der Schädlinge nicht mehr in Frage - dadurch sinkt das Risiko einer Infektion auf 30%. Wenn wir dann alle Sicherheitsupdates installieren sind wir wieder um 70% sicherer - dadurch sinkt das Risiko auf 9% - Die sichere Internetsoftware (surfen ohne Scripte) verringert das Risiko nochmals um 80%, dann liegt das Risiko einer Infektion nur noch bei 1,8%. Die Hardwarefirewall und eingeschränkten Benutzerrechte verringern das Risiko vielleicht jeweils um weitere 30%, damit erreichen wir ein Endrisiko von nur noch: 0,9%. Dieses bedeutet dass wir uns "statistisch gesehen" nur 110x so selten einen Virus/Spyware/Trojaner einfangen, als ohne diese Sicherheitsmaßnahmen.

 





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Letzte Änderung: 19.09.2015 14:11:17





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