Gesunde Ernährung Heute






Kolibri am Nektar-Kelch
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Inhaltsverzeichnis:
 

 1.0  Einleitung:


 2.0  Übersicht der verschiedenen Lebensmittel:


 3.0  Industrielle Verarbeitung von Lebensmitteln:

 3.1  Chemische Prozesse:
 3.2  Hocherhitzung:
 3.3  GEN-Technik:
 3.4  Pestizide:
 3.5  Künstliche Zusatzstoffe:
 3.6  Entfernung von „unerwünschten Anteilen“:
 3.7  Endprodukt „Puzzle“:
 3.8  Überzüchtung:
 3.9  Fazit über manipulierte Lebensmittel:
 3.10 Wichtige Unterscheidung:
 3.11 Die Zutatenliste:


 4.0  Was geschieht wenn wir regelmäßig Fast-Food Produkte zu uns nehmen?


 5.0  Herausforderungen bei der Umstellung der Ernährung:

 5.1  Guter Geschmack, Glückshormone und unsere Gewohnheiten:
 5.2  Hunger wegen Nährstoffmangel und fehlenden Bitterstoffen:
 5.3  Zeitmangel und Stressfaktoren:
 5.4  Unzufriedenheit:



 6.0  Wege zur Umstellung der bisherigen Ernährung:
 6.1  Erste Methode - zusätzlich Gemüse, Salat und Obst:
 6.2  Zweite Methode - langsame Umstellung:
 6.3  Dritte Methode - Heilfasten:
 6.4  Tipps und weitere Informationen:


 7.0  Wie sieht eine optimale gesunde Ernährung aus?

 7.1  Ausreichend Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe:
 7.2  Sättigende Grundnahrungsmittel:
 7.3  Gesunde Getränke:
 7.4  Erlaubtes Naschen:


 8.0  Positive Auswirkungen durch gesunde Lebensmittel:
 8.1  Ausgleich des Base- / Säurehaushaltes wird wieder hergestellt:
 8.2  Nicht zu viel Salz:
 8.3  Erfolgreich Abnehmen:
 8.4  Der Bauchumfang:
 8.5  Gesundes und ungesundes Bauchfett:


 9.0  Abnehmen-Tipps:
 9.1  Die richtige Menge an Kalorien:
 9.2  Wenig Fett oder wenig Kohlenhydrate:
 9.3  Viel Eiweiß:
 9.4  Viel Gemüse und Salat:
 9.5  Sport und Bewegung:
 9.6  Moderates Krafttraining:
 9.7  Viel trinken:
 9.8  Sonstiges:


 10.0 Die beachtliche Komplexität der Verdauung:
 10.1 Die drei Darmbakterien-Gruppen:
 10.2 Einfluss auf die Darmflora:
 10.3 Weitere Tipps zur Unterstützung der Verdauung:


 11.0 Details über die verschiedenen Nährstoffe in den Lebensmitteln:
 11.1 Die Nährwert-Liste:
 11.2 Details zu den Energie-Lieferanten, den Makro-Nährstoffen:
 11.3 Übersicht über die Mikro-Nährstoffe:
 11.4 Liste der Vitamine und Mineralstoffe:
 11.5 Liste der Mineralstoffe & Spurenelemente:
 11.6 Schonende Zubereitung zur Erhaltung der Vitamine:


 12.0 Zusatzinformationen über die verschiedenen Nahrungsgruppen:
 12.1 Allgemeines über Kohlenhydrate:
 12.2 Allgemeines über Öle und Fette:
 12.3 Allgemeines über Eiweiß / Proteine:
 12.4 Allgemeines über Gemüse und Salate:
 12.5 Allgemeines über Obst:
 12.6 Allgemeines über Hülsenfrüchte:
 12.7 Die richtige Zubereitung von Hülsenfrüchten:


 13.0 Weitere Themen & Fragen zur Ernährung:
 13.1 Zubereitung in der Mikrowelle:
 13.2 Gluten in Getreideprodukten:
 13.3 Ist die Kritik an Palmfett / Palmöl gerechtfertigt?


 14.0 Vorteile einer vegetarischen Ernährung:
 14.1 Eine gute Menge wäre 400 Gramm Fleisch pro Woche:
 14.2 Das Leid der Tiere:
 14.3 Zusatzstoffe im Tierfutter:
 14.4 Weltweite Ressourcen:
 14.5 Der Wasserverbrauch:
 14.6 Kohlendioxid:
 14.7 Wichtige Nährstoffe im Fleisch:
 14.8 Fazit und Tipps:


 15.0 Die Bedeutung von Bio-Produkten:
 15.1 Die wichtigsten BIO-Regeln:
 15.2 Kritiken an BIO?
 15.3 Gründe des höheren Einkaufspreises:


 16.0 Tipps für frische und natürliche Mahlzeiten:
 16.1 Gesundes Brot und Mehl:
 16.2 Gesundes Müsli:
 16.3 Natürliche und gesunde Süße mit Stevia:
 16.4 Weniger Brot, mehr Obst/Gemüse/Salat:
 16.5 Gesunde Haupt-Mahlzeiten:
 16.6 Gesünderes Naschen:
 16.7 Empfehlenswerte Lebensmittel-Hersteller:
 16.8 Tipp für einen schnellen Salat:
 16.9 Über das Portal „Zentrum der Gesundheit“:






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1.  Einleitung:



Für die Gesunderhaltung des menschlichen Organismus, ist die Ernährung ein sehr wichtiges Thema. Ähnlich gesund wie der Sport, ist auch die Auswahl der Nahrungsmittel relevant, welche wir täglich zu uns nehmen. Die Organe und Zellen unseres Körpers, sind auf die unterschiedlichsten Nährstoffe und Nahrungsbausteine angewiesen, damit sie Ihre wichtigen und wertvollen Aufgaben optimal ausführen können. Gesunde Lebensmittel wirken förderlich und heilend auf unsere Organe, während ungesunde, also "manipulierte" Lebensmittel, meist eine schädliche Wirkung auf den Organismus haben.

Die Spruchweisheit „Du bist, was Du isst“ ist übertrieben, denn der Mensch ist natürlich viel mehr, als nur das Produkt seiner Ernährung. Dennoch ist der Spruch nicht ganz verkehrt, da unsere Ernährung einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden hat. Wer z.B. den ganzen Tag nur "Fast Food" zu sich nimmt, wie lange wird es dann wohl dauern, bis dieser sich antriebslos, depressiv oder gar aggressiv fühlt? Neueste Studien haben nämlich nachweisen können, dass die Art der Ernährung, sogar unser Gefühls-Empfinden und damit unser Verhalten, beeinflusst.

Das Thema Ernährung ist sehr komplex, und man könnte das Hundertfache darüber schreiben, um alle Aspekte ausführlich zu beleuchten. In diesem Kapitel soll es jedoch um die wichtigsten Aspekte gehen. Für weitere Informationen, habe ich Links z.B. auf das Internet-Portal „Zentrum der Gesundheit“ gesetzt. Diese weiterführenden Links braucht Ihr aber nur bei näherem Interesse zu besuchen. smiley




Eine „perfekte“ Ernährung lässt sich selbstverständlich nie erreichen. Dennoch ist es hilfreich, sich an einem „Ideal“ zu orientieren, allerdings ohne sich den „Zwang“ anzutun, dieses Ideal 100%-ig zu erreichen. Wenn wir allein 50% dieses Ideals umsetzen, haben wir schon viel dabei gewonnen.

Viele Menschen tun sich mit einer Nahrungsumstellung schwer, denn eine gesunde Ernährung bedeutet unserer Vorstellung / Befürchtung nach: „Ich muss auf alles verzichten was ich mag.“ Das stimmt jedoch nicht so, denn das Wichtigste ist zunächst, dass wir "mehr" an gesunden Lebensmitteln „zusätzlich“ zu uns nehmen. Auf ungesunde Lebensmittel zu verzichten - damit kann man sich später immer noch beschäftigen. Also, es ist besser, jeden Tag einige Portionen an Obst, Gemüse und/oder Salat in seine Ernährung mit einzubauen, als auf die „heißgeliebten Chips“ zu verzichten. Denn mit Obst und Gemüse versorgen wir unseren Körper mit den lebensnotwendigen Vitaminen und Mineralstoffen, welche die Voraussetzungen sind, um unseren Organismus gesund zu erhalten.




Durch die sogenannte „Kapital-Wirtschaft“, stehen in der Industrie leider oft die „Gewinn-Maximierungen“ an oberster Stelle. Dieses betrifft auch die Lebensmittelindustrie. Gesundheitliche Aspekte stehen häufig hinten an. Dadurch hat es sich ergeben, dass die Industrie höchst ausgeklügelte Methoden entwickelt hat, um kostengünstig größte Mengen an Lebensmitteln herzustellen. Die Konkurrenz treibt sich gegenseitig an, und wer nicht mithalten kann, hat im Wettbewerb keine Chance.

Der Vorteil bei dieser Entwicklung ist es, dass Nahrungsmittel in hohen Mengen sehr günstig Angeboten werden können. Der Nachteil ist jedoch, dass die Qualität der meisten industriell hergestellten Nahrungsmittel mangelhaft ist.

Unser heutiges Nahrungsangebot sieht "optisch" gut aus, schmeckt gut, macht uns schnell satt, ist lange haltbar, aber es entzieht unserem Körper wichtige Nährstoffe, es schädigt ihn und macht unseren Organismus damit krank. Viele industriell verarbeitete -und damit veränderte Lebensmittel- enthalten außerdem Substanzen, welche für den Körper reines Gift sind. Weiterhin werden Lebensmittel von ihrem ursprünglichen Zustand manipuliert, z.B. durch Ultrahocherhitzung oder chemische Prozesse.
Dadurch verwandeln sich ursprünglich gesunde Lebensmittel, in unnatürliche „Industrie-Produkte“, welche kaum noch einen Nährwert haben oder wie schon bereits gesagt, sich sogar schädlich auf den Organismus auswirken.



Ungesunde Lebensmittel, sind also bloße "Sättigungs-Mittel", welche nicht mehr "natürlich" sind. Sie haben nicht mehr viel mit der "biologischen" Natur zu tun. Wir Menschen sind aber "biologische" Wesen. Wir benötigen daher auch "biologische", also naturbelassene Lebensmittel.

Wenn wir uns darüber klar werden, dass "Fast-Food-Produkte" mehr oder weniger eine "chemische Industrie-Pampe" sind, kann es uns leichter fallen, das Gefühl zu entwickeln, dass wir unserem Körper so etwas eigentlich doch nicht so oft zumuten sollten. wink




Leider hält sich der Gesetzgeber meiner Meinung nach, viel zu sehr zurück, und überlässt das "Schlachtfeld“ der Industrie. Da die Menschen Fast-Food konsumieren, weil es eben "schneller" geht, d.h. um Zeit zu sparen, ist Fast-Food deshalb auch überall erhältlich, entsprechend dem Prinzip "Angebot und Nachfrage". Daher können wir uns nur selber helfen, indem wir unsere Lebensmittel gezielt auswählen. Eine gute Auswahl können wir treffen, indem wir uns mit der Materie ein wenig beschäftigen, um die Zusammenhänge besser zu verstehen. Sonst unterliegen wir nämlich Irrtümern und halten vielleicht ungesunde Lebensmittel doch noch für gesund. Daher ist es wichtig zu verstehen, worauf wir wirklich achten sollten.

Die meisten Menschen wissen schon einigermaßen gut, welche Nahrungsmittel gesund oder ungesund sind, fühlen sich jedoch zu wenig motiviert, an Ihrer Ernährung etwas zu verändern. Andere "denken" sich Ihre Ernährung auch gesünder, als sie wirklich ist:

„Ja, also ich ernähre mich gesund, erst letzte Woche habe ich einen Salat gegessen, und gestern noch einen Apfel.“



In diesem Kapitel möchte ich aufzeigen, welche Nahrungsmittel unserer Gesundheit wirklich bekömmlich sind, und welche speziellen "Fähigkeiten" diese Nahrungsmittel haben.



Es lohnt sich auf jeden Fall, unserem Körper „etwas Gutes“ zu tun. Schließlich soll er Euch doch über viele Jahrzehnte hinweg gute Dienste leisten, nämlich Euch auf Euren Lebensweg zu begleiten und zu unterstützen. Damit er diese wichtige Aufgabe über eine lange Zeit gut durchführen kann, benötigt er ständig "Baustoffe", nämlich die Nährstoffe, um alle unsere Organe, sowie Muskeln, Herz und Gehirn, aber auch Knochen, Gelenke, Sehnen und Bänder, etc. instand halten zu können.

Der menschliche Körper besteht insgesamt aus durchschnittlich 10 Billionen köpereigenen Zellen, welche alle –Tag für Tag- versorgt werden wollen. Pro Sekunde sterben im Körper ca. 5 Millionen „ausgediente“ köpereigene Zellen ab, und es werden ca. 5 Millionen neue „frische“ Zellen gebildet. Manche Zellen bilden sich fast täglich neu, wie z.B. die oberste Schicht im Darm, sowie die weißen Blutkörperchen. Die Lungenoberfläche hingegen wird z.B. alle 8 Tage erneuert. Andere Zellen, zum Beispiel die in den Knochen, halten sogar bis zu 30 Jahre!

Wenn wir nun sämtliche Zellen des Körpers zusammen nehmen, erhalten wir durchschnittlich alle 23 Tage, einen komplett neuen Körper - ist das nicht unglaublich?! Vielleicht könnt Ihr Euch an diesem Beispiel vorstellen, dass diese Meisterleistung des Organismus, eure Mithilfe benötigt. Wie soll der Körper es sonst schaffen, ihn in durchschnittlich 23 Tagen zu erneuern, und ihn dabei auch noch gesund zu erhalten, wenn er ständig nur Chips, Pizza, Pommes, Cola, etc. als "Aufbau-Unterstützung" erhält?

Gießen wir unsere Pflanzen auch nur mit Limonade oder Cola...? wink


 

Weiterführendes Thema:
Faszination-Mensch






Körperliches Wohlbefinden durch Obst und Gemüse
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Tabelle
2.  Übersicht der verschiedenen Lebensmittel:



Die Verzehr-Empfehlung bezieht sich selbstverständlich auf "pro Person".
 

Lebensmittelsorte:

Einschätzung: Verzehr-Empfehlung:

Gemüse, z.B.:

Blumen-, Rosen-, Weiß-, Rot- und Grünkohl,
Kohlrabi, Tomate, Paprika, Aubergine, Kürbis, Zucchini, Spinat, Möhren, Sellerie, rote Beete, Pilze, Zwiebeln, Knoblauch, etc.

Besonders gesund

Kann beliebig viel verzehrt werden. Optimal wären mind. 300 Gramm pro Tag.

Salate, z.B.:
(gehören auch mit zur Gemüse-Gruppe)

Eichblatt-, Eisberg-, Endivien-, Kopf- und Feldsalat, Lollo Rosso, Gurken, Radieschen, etc.

Besonders gesund

Kann beliebig viel verzehrt werden. Optimal wären mind. 200 Gramm pro Tag.

Hülsenfrüchte, z.B.:

Erbsen, Bohnen, Linsen , Kichererbsen, Soja/Tofu,
Erdnüsse, Walnüsse, Haselnüsse, Kastanien, Mandeln, Cashewkerne, Macadamia, Kokosnüsse, Paranüsse, Pistazien, etc.

Besonders gesund


ca. 200 Gramm zubereitete Erbsen, Bohnen, Linsen.

ca. 50 Gramm
Nüsse.

Frische Kräuter, z.B.:

Petersilie, Schnittlauch, Oregano, Bärlauch, Rosmarin, Estragon, Koriander, Majoran, Thymian, etc.

Besonders gesund

Kann beliebig viel verzehrt werden. Optimal wären mind. 30 Gramm pro Tag.

Obst, z.B.:

Äpfel, Birnen, Aprikosen, Kirschen, Pflaumen, Pfirsiche, Nektarinen, Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren, Heidelbeeren, etc.

Aber auch "exotisches" Obst wie Ananas, Bananen, Orangen, Zitronen, Mandarinen, Grapefruits, Weintrauben, Mangos, Papayas, Melonen, etc.

Besonders gesund

ca. 300 Gramm täglich wären optimal.

Pflanzliche Öle
mit
wenig Omega-6:

(Ausführliche Details dazu findet Ihr auf
unserer Homepage unter "
Öle und Fette")

z.B. Olivenöl, Hanföl, Rapsöl, Leinöl, etc.

So gesund sind allerdings ausschließlich
nur kaltgepresste Öle! (erste kalte Pressung)

Besonders gesund

Olivenöl bis zu 60 Gramm am Tag.

Hanföl oder Rapsöl bis zu 20 Gramm.

Leinöl 3 Gramm.

 

Glutenfreies Vollkorn-Getreide, z.B.:

Buchweizen, Vollkornreis, sowie Vollkorn-Produkte aus Teff, Hirse, Mais, Quinoa, Amarant

Empfehlenswert

ca. 100 Gramm

Haferflocken

Empfehlenswert ca. 80 Gramm

Kartoffeln

Empfehlenswert

ca. 250 Gramm

Milchprodukte, z.B.:

Frischkäse, Milch, Joghurt, Quark, Käse

Empfehlenswert

Bis zu 100 Gramm Käse,
oder 200 Gramm Joghurt/Quark am Tag.

Fisch, z.B.:

Seelachs, Karpfen, Forelle, Sardine, Hering, Thunfisch, etc.

(Tipp: gefährdete Fischarten meiden)

Empfehlenswert ca. 300 Gramm
pro Woche.

Fleisch, z.B.:

weißes Geflügel-Fleisch,
oder rotes Rind-, Schweine-Fleisch.
(frisch und unverarbeitet)


(gilt jeweils in BIO-Qualität)

Empfehlenswert

Bis zu 400 Gramm Fleisch pro Woche.

Dunkle Schokolade
(ab 70% Kakao-Anteil)

Empfehlenswert

Bis zu 25 Gramm täglich.

 

Glutenhaltiges Vollkorn-Getreide, z.B.:

Vollkornbrot, bestehend aus:
Weizen, Dinkel, Roggen


Vollkornnudeln, bestehend aus Hartweizen

Akzeptabel in Maßen

ca. 100 Gramm Brot.

ca. 150 Gramm zubereitete Vollkornnudeln.

Pflanzliche Öle
diesmal mit
viel Omega-6, z.B.:

Sonnenblumenöl, Sojaöl, etc.

Akzeptabel in Maßen ca. 10 Gramm
pro Tag.

Fleisch, z.B.:

weißes Geflügel-Fleisch,
oder rotes Rind-, Schweine-Fleisch.

(frisch und unverarbeitet)

(gilt für konventionelle Herstellung)

Akzeptabel in Maßen

Bis zu 400 Gramm Fleisch durchschnittlich pro Woche.

 

Geschälter (weißer) Reis

Schädlich

ca. 300 Gramm
pro Woche.

(als
Genussmittel)

Getreideprodukte aus Nicht-Vollkorn,
(in der Regel aus Weißmehl)
z.B.:

Brot, Brötchen, Baguettes, Nudeln, etc.

Die meisten Fertiggerichte / Fertigsoßen aus dem Supermarkt.

Industriell verarbeitete Fleischprodukte, z.B.:
Wurstwaren.

Schädlich

Bis zu 100 Gramm
pro Woche, (als
Genussmittel.)

Vollrohrzucker / Rohrzucker / Honig

Schädlich

Bis zu 30
Gramm am Tag.

 

Weißer (raffinierter) Zucker

Sehr
schädlich

Möglichst
wenig.

Fast-Food Mahlzeiten, z.B.:

Pizza, Bratwurst, Pommes Frites, Burger oder Pasta.

Also die meisten "typischen" Mahlzeiten vom
Schnell-Imbiss, Lieferservice, Drive-in.

Eine Ausname sind "Döner, Wraps & Falaffeltaschen", welche eine "relativ" gesunde Mahlzeit sind - denn nur das Brot ist hierbei aus ungesundem Weißmehl.

Sehr
schädlich

ca. 300 Gramm
pro Woche.


(als
Genussmittel)

Süßwaren, z.B.:

Kuchen, Teilchen, Kekse und Gebäck,
Vollmilch-Schokolade oder Fruchtgummi, Lakritz, etc.

Die meisten salzigen „Knabbereien“, z.B.:
Chips,  Flips.

Gesalzene Nüsse sind hierbei aber deutlich besser!

Fertig-Produkte mit Zusatzstoffen,
oder gehärteten Fetten,
z.B.:

Tüten- und Dosensuppen,
Soßen aus Pulver, verpackte Teigwaren, etc.

Zuckerhaltige Getränke sowie
Getränke mit Süßstoffen, z.B.:

Energydrinks, Cola, Pepsi, Limonaden, Eistee, etc.

Alkoholhaltige Getränke im Allgemeinen.


 

Weiterführende Seiten zu den Themen:

MC-Donalds Burger sind jahrelang haltbar gemacht!

Die 9 ungesündesten Lebensmittel-Gruppen

Die 9 gesündesten Lebensmittel

 






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3.  Industrielle Verarbeitung von Lebensmitteln:



In diesem Abschnitt geht es um die Fertig-Produkte, welche wir in den Lebensmittel-Geschäften erwerben können. Die Meisten davon werden mit den unten aufgeführten Methoden behandelt. Durch solche Behandlungen sind die Lebensmittel günstig in der Herstellung, erreichen eine lange Haltbarkeit, und erhalten einen intensiven Geschmack.



3.1 Chemische Prozesse:
Viele Lebensmittel werden chemisch verändert, und diese Prozesse wirken sich nahezu immer gesundheitsschädlich aus. Das wichtigste Beispiel hierfür ist der weiße Zucker, damit dieser hergestellt werden kann, muss die ursprüngliche Vollrohr-Zuckermasse chemisch bearbeitet werden. Der dadurch gewonnene weiße Zucker ist durch diesen Vorgang dann deutlich schädlicher, als der Vollrohrzucker. Beide Zuckerarten enthalten fast die gleiche Menge an Kalorien, wobei jetzt die Vermutung nahe liegen müsste, dass sie gesundheitlich "gleichwertig" sind. Es wird sogar oft so behauptet. Aber bei der Verdauung des weißen kristallisierten Zuckers entstehen im Darm besonders schädliche Giftstoffe. Beim Verdauen von Vollrohrzucker / Rohzucker hingegen, entstehen im Vergleich nur „harmlosere“ Säuren. Zwar ist auch Vollrohrzucker nicht optimal, aber der chemisch veränderte weiße kristalline Zucker, vergiftet regelrecht den Darm.

Tipp: Achtet beim Kauf aber darauf, "echten" ROHzucker auszuwählen. Es muss also wirklich
"Rohzucker" oder "Vollrohrzucker" auf der Verpackung stehen. Wenn hingegen nur "Rohrzucker" oder "Brauner Zucker" auf der Packung steht, kann es sich um weißen Zucker handeln, der nachträglich eingefärbt wurde.



 

3.2 Hocherhitzung:
Viele Lebensmittel werden hocherhitzt, damit "noch lebende Keime“ abgetötet werden. Dadurch wird das Lebensmittel haltbarer gemacht. Frische Milch ist zum Beispiel ungeöffnet ca. eine Woche haltbar. H-Milch hingegen wird auf ca. 135 Grad erhitzt, und hält sich dann ungeöffnet bis zu 6 Monate. Die allgemein besonders wertvollen und gesunden Bestandteile eines Lebensmittels, wie zum Beispiel Antioxidantien und viele Vitamine, halten solch hohe Temperaturen aber nicht aus - und gehen beim Erhitzen leider verloren.

Durch die hohen Temperaturen können sich die Lebensmittel zusätzlich schädlich verändern.
So entstehen z.B. beim Hocherhitzen von ursprünglich gesunden Ölen, sogenannte gehärtete Fette. Diese Fette sind für die industrielle Verarbeitung optimal geeignet, und finden sich daher in unseren Lebensmitteln wieder. Leider enthalten diese gehärteten Fette aber gesundheitsschädliche Transfette, welche unter anderem unsere Blutgefäße erheblich schädigen.

Bevorzugt daher lieber Lebensmittel, welche nicht hocherhitzt wurden. Zum Beispiel frische Milch, statt H-Milch. Bei pflanzlichen Ölen achtet auf die Angabe "kalt gepresst" um sicherzustellen, dass das Öl nicht raffiniert wurde.




 

3.3 GEN-Technik:
Leider nimmt auch die Menge an GEN-manipulierten Lebensmitteln stetig zu. Zum Beispiel besteht das meiste Tierfutter aus GEN-technisch veränderten Mais- und Soja-Pflanzen. Dementsprechend müssten Milch und Fleischprodukte eigentlich ebenfalls als "GEN-technisch verändert" markiert werden. Aber auch in herkömmlichen Lebensmitteln, ist oftmals GEN-Technik enthalten. Alle Produkte, welche bis zu 0,9% genmanipuliert wurden, müssen bedauerlicher Weise gesetzlich nicht gekennzeichnet werden. Dieser besagte Wert lag in der Vergangenheit bei 0,5% und wurde schon einige Male erhöht, sodass er inzwischen an die 0,9% heranreicht. Bei dieser bisherigen Entwicklung, ist daher davon auszugehen, dass der Wert auch in Zukunft weiter steigen wird.




Nahrung GEN--Labor Manipulation
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Viele Wissenschaftler warnen vor den unüberschaubaren Auswirkungen der GEN-Technik. Bei dieser wird unter anderem das Erbgut der Pflanzen verändert. Dadurch entwickeln diese zum Beispiel Toxine (Gifte), welche die „Fressfeinde“ der Pflanzen fernhalten. Leider landen diese Toxine ebenfalls in unseren Nahrungsmitteln und können unter anderem in unserem Körper Tumore begünstigen und unsere Organe schädigen.

Tipp:
Bei BIO-Produkten könnt Ihr davon ausgehen,
dass dort keine GEN-Technik verwendet wurde.


 

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Gentechnik schadet der Gesellschaft

Genfood





3.4 Pestizide:
In der konventionellen Nahrungsindustrie werden Pestizide großflächig eingesetzt. Mit diesen giftigen, chemischen Substanzen - wird Obst, Gemüse und Salat besprüht. Dadurch wagen sich Schädlinge nicht mehr an diese Pflanzen, und die Ernte fällt entsprechend größer aus. Für uns Verbraucher ist es daher wichtig, frische Lebensmittel vor dem Verzehr gut zu waschen. Die meisten Pestizide können dadurch abgewaschen werden. Jedoch bleiben auch Reste übrig, und einige Pestizide ziehen sogar in das Lebensmittel ein. Dadurch lässt es sich leider nicht 100%ig vermeiden, dass verschiedenste Pestizide in unserem Körper gelangen.

Tipp:
Bei BIO-Produkten könnt Ihr davon ausgehen,
dass darin keine Pestizide vorhanden sind.


 

Weiterführendes Thema:

Tipps um Obst und Gemüse optimal zu waschen
 



 

3.5 Künstliche Zusatzstoffe:
Auch die Zusatzstoffe sind ein großes Thema in der Industrie.
Diese teilweise sehr giftigen Stoffe werden benutzt, um:

 

  • Den industriell hergestellten Lebensmitteln einen intensiveren Geschmack zu verleihen;
  • Um dem Produkt das perfekte Aussehen zu verpassen;
  • Um die Produktions-Kosten so gering wie möglich zu halten;
  • Sowie eine möglichst lange Haltbarkeit des Lebensmittels zu sichern.


Daher gibt es unzählige verschiedene Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker, Süßstoffe, Aromastoffe, Farbstoffe, Stabilisatoren, Dickungsmittel, etc.
All diese werden je nach Bedarf, den Nahrungsmitteln hinzugefügt.


Viele dieser Zusatzstoffe gelten als gesundheitlich bedenklich. Bei einigen ist es sogar offiziell nachgewiesen, dass sie sehr schädlich auf unseren Körper wirken, und zum Beispiel Krebs-Erkrankungen begünstigen.


Im Jahr 2000 wurde geschätzt, dass ca. 80% dieser industriell hergestellten Zusatzstoffe, aus gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt wurden. Diese Vorgehensweise ist kostengünstiger, als die Herstellung der Zusatzstoffe aus naturbelassenen Quellen. Da aus dem Endprodukt, die gentechnischen Organismen wieder chemisch entfernt werden, gelten die Zusatzstoffe selbst, als GEN-Frei!


Es kann nur empfohlen werden, Lebensmittel welche Zusatzstoffe enthalten, zu meiden. Diese werden nämlich in der Zutatenliste des jeweiligen Produkts, oft mit E-Nummern angegeben, anstatt die tatsächliche Bezeichnung der Zusatzstoffe anzugeben. Auf der Internet-Seite Zusatzstoffe-online könnt Ihr bei Interesse ausführlichere Details darüber nachlesen. Allerdings finden sich dort lediglich nur die "offiziellen" Angaben über die gesundheitlichen Auswirkungen. Die Zusatzstoffe gelten nämlich solange als unbedenklich, bis das Wissenschaftler wirklich zu 100% nachweisen können, dass ein Zusatzstoff wirklich schädliche Auswirkungen hat. Ein solcher Nachweis ist aber wegen der biologischen Komplexität des Menschlichen Organismus oft nicht einfach, und kann daher lange Zeit in Anspruch nehmen.


Es lohnt sich für Euch daher immer, die Zutatenliste eines Produktes zu lesen. Denn ein seriöser Lebensmittel-Hersteller verwendet auf seinem Produkt in der Regel, eine kurze, übersichtliche und vor allem leicht verständliche Zutatenliste. Je länger die Zutaten-Liste ist, je seltsamere/unbekannte Begriffe (für den Laien/Verbraucher) darin auftauchen, je mehr Zusatzstoffe zugesetzt wurden, desto unnatürlicher und ungesünder ist auch das Produkt.



In einigen Fällen brauchen die Zusatzstoffe in der Zutatenliste noch nicht einmal angegeben werden. Ein Beispiel: Ein Hersteller "A" produziert „Oliven“ und versetzt diese mit Konservierungsstoffen. Hersteller „B“, kauft diese Oliven, um sie in seinem Salat zu verwenden. Hersteller "B" fügt selbst aber keine zusätzlichen Konservierungsstoffe hinzu. In diesem Falle brauchen die  Konservierungsstoffe in dem Endprodukt gesetzlich nicht auf der Verpackung angegeben werden, und der Verbraucher wird deshalb nie erfahren, dass der Salat in Wirklichkeit ja doch Konservierungsstoffe enthält!

Wenn frische unverpackte Lebensmittel an der Theke (z.B. im Supermarkt) Zusatzstoffe enthalten, schreibt der Gesetzgeber leider ebenfalls nicht vor, dass diese angegeben werden müssen.


Tipp:
Bei BIO-Produkten könnt Ihr Euch in der Regel sicher sein, dass darin auch keine schädlichen Zusatzstoffe verwendet wurden. Mehr zu diesem Thema BIO findet Ihr weiter unten in einem separaten Kapitel.

 

Weiterführendes Thema:

Informationen über Zusatzstoffe
 





3.6 Entfernung von „unerwünschten Anteilen“:
Häufig werden auch Anteile in Lebensmittel entfernt, welche nicht erwünscht sind. Zum Beispiel werden vom Weizen- und Roggenvollkorn-Getreide, die Randschichten und der Keimling entfernt, damit nur noch der innere Mehlkörper übrig bleibt. Brötchen aus solchem bearbeitetem Weißmehl, schmecken schon fast süßlich und „zerschmelzen“ regelrecht auf der Zunge. Doch dieser leckere Genuss, hat gegenüber Vollkornmehl leider gesundheitliche Nachteile:
 

  • Weißmehl-Produkte enthalten so wenig Nährstoffe, dass sie dem Körper sogar noch Nährstoffe entziehen.
  • Weißmehl-Produkte werden so schnell verdaut, dass der Körper schon sehr bald ein erneutes Hungergefühl bekommt. Dabei ist von der letzten Mahlzeit eigentlich noch genug Energie im Körper vorrätig. Durch eine nochmalige Mahlzeit wird ein Übergewicht gefördert.
  • Auch bilden sich bei der Verdauung von Weißmehlprodukten besonders viele Säuren, welche vom Körper erst wieder mühselig abgebaut werden müssen.
  • Zuletzt fördert der Verzehr von Weißmehl, auch den Appetit nach weiteren solch ungesunden Nahrungsmitteln. Dieses funktioniert -erwiesener Weise- im Gehirn ähnlich wie bei einer Sucht.


     


3.7 Endprodukt „Puzzle“:
Bei der Herstellung von Fertig- und Fast-Food-Produkten, werden gerne die verschiedenen Lebensmittel-Rohstoffe, in Ihre Einzel-Bestandteile aufgesplittert. Später im Endprodukt können sie dann -je nach Bedarf- wieder zusammen gepuzzelt werden. Diese Vorgehensweise ist für die Industrie kostengünstiger, da die Maschinen auf diese Weise, effizienter arbeiten können. Solch aufgesplitterte Nahungsbestandteile haben aber in der Regel einen deutlich geringeren Nährwert, als das ursprüngliche vollwertige Lebensmittel.

Ein Beispiel ist die Verarbeitung von Milch. Diese wird in großen Anlagen, in Ihre einzelnen Bestandteile aufgesplittert: Wasser / Fett / Eiweiß /etc. Aus diesen einzelnen getrennten Milch-Bestandteilen, kann dann besonders einfach -an der Maschine per Knopfdruck- das gewünschte  Endprodukt erstellt werden. Also zum Beispiel Milch mit 1.5% Fett, Milch mit 3.5% Fett, Joghurt mit 1.5%, Joghurt mit 3.5%, usw.




 

3.8 Überzüchtung:
Die Ernte in der Industrie, soll so hoch wie nur möglich ausfallen. Um dieses zu erreichen, müssen die Pflanzen unter anderem auch in kürzester Zeit, und so groß wie möglich wachsen. Durch spezielle Züchtungen wird dieses auch so erreicht. Dadurch enthalten solch überzüchtete Gemüse-, Salate- und Obst-Sorten, übermäßig viel Wasser, anstelle nahrhafter Inhaltsstoffe. Teilweise werden sogar gesunde Anteile aus den Pflanzen absichtlich heraus gezüchtet, wenn diese etwas bitter schmecken. Doch gerade diese Bitterstoffe enthalten gewöhnlich die ganz besonders gesunden sekundären Pflanzenstoffe. So schmeckt unser Obst und Gemüse immer weniger bitter, und dafür süßer. Die heutigen Apfelsorten-Züchtungen (bis auf wenige Ausnahmen) enthalten zum Beispiel schon lange keine sekundären Pflanzenstoffe mehr, welches mehr als nur bedauerlich ist.





3.9 Fazit über manipulierte Lebensmittel:
An einer ganz einfachen Regel kann man sich orientieren, ob und wie gesund ein Lebensmittel für uns ist: Je ursprünglichernatürlicher und unverarbeiteter das jeweilige Nahrungsmittel erhalten geblieben ist, desto gesünder ist es auch. Also, eine frische rohe BIO-Paprika wäre zum Beispiel optimal. Wenn Paprika aber zum Beispiel püriert und ultrahocherhitzt als fertige Soße in Gläsern angeboten wird, liegt ihr Gesundheitswert vielleicht bei nur noch 30%. Oder wenn aus einer Paprika auf chemischem Weg zum Beispiel ihr Aroma extrahiert wird, könnte das Aroma-Endprodukt ggf. sogar gesundheitsschädlich sein.




3.10 Wichtige Unterscheidung:
Fertig-Produkte können manchmal aber schon auch gesund sein, nämlich dann, wenn diese nur wenig oder schonend verarbeitet wurden. Zum Beispiel wenn eine Tüte Tiefkühl-Gemüse lediglich mit einer Soße ergänzt wurde, welche keine Zusatzstoffe enthält, dann kann es sich hierbei auch um ein gesundes Fertigprodukt handeln. Es gibt durchaus einige Hersteller, welche sich viel Mühe geben, wirklich gesunde Fertig-Produkte anzubieten.






3.11 Die Zutatenliste:
Wenn Ihr Euch die Zutatenliste der Produkte anseht, werdet Ihr schnell Unterschiede zwischen den verschiedenen Herstellern feststellen. Der eine Hersteller verwendet vielleicht 10 Zusatzstoffe in seinem Produkt, und ein anderer hingegen verwendet in einem ähnlichen Produkt, vielleicht wenige bis gar keine Zusatzstoffe. Manche Hersteller drucken auf die Vorderseite Ihrer Produkte auffällige Gesundheitsversprechen, doch in der Zutatenliste befinden sich trotzdem viele ungesunde Inhaltsstoffe. Wiederum fallen im Regal eines Supermarktes, Produkte anderer Hersteller vielleicht kaum auf, aber wenn man einen Blick auf deren Zutaten-Liste wirft, stellt sich heraus, dass diese äußerst nahrhafte Inhaltsstoffe beinhaltet. Daher sei noch einmal erwähnt, dass es nämlich durchaus einige Hersteller gibt, denen "unser aller Gesundheit" am Herzen liegt, und die sich wirklich die Mühe machen, Ihre Produkte so schonend wie möglich herzustellen. Am Ende dieser Seite findet Ihr übrigens einige Tipps, welche Hersteller besonders empfehlenswert sind.

Wenn Ihr Euch bei einigen Zutaten unsicher seit, verlasst Euch zunächst einfach auf Euer Bauchgefühl, oder fragt eine Verkäuferin im Supermarkt. Im Laufe der Zeit werden Eure Kenntnisse um die Zutaten bei den jeweiligen Produkten garantiert wachsen! wink

Also: An den Zutatenlisten könnt Ihr Euch in der Regel sehr gut orientieren!






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4.  Was geschieht, wenn wir regelmäßig Fast-Food Produkte zu uns nehmen?



All diese oben aufgeführten Manipulationen an den ursprünglich gesunden Lebensmitteln, haben dramatische Auswirkungen. Statt unseren Körper zu unterstützen, schädigen solche Lebensmittel den Organismus - im erheblichen Maße. Außerdem enthalten sie fast keine Nährstoffe mehr, oder entziehen sogar diese noch. Wenn unserem Körper durch regelmäßigen Fast-Food-Konsum, nach einiger Zeit wichtige Nährstoffe fehlen, fährt der Organismus in einen Sparmodus. Nur noch die wichtigen Überlebensfunktionen (Herz, Leber, Nieren) werden mit Nährstoffe versorgt. Typische Symptome für diesen Sparmodus sind häufige Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Kraftlosigkeit, Konzentrationsschwäche und Vergesslichkeit. Am liebsten bewegt man sich nicht mehr, sondern möchte so bald wie möglich wieder zurück auf die Couch. Wenn Ihr solche Symptome bei Euch feststellt, könnte die Ursache an einem Nährstoffmangel liegen. Ein Mangel an Nährstoffe kann manchmal allerdings auch bei gesunder Ernährung vorkommen, wenn z.B. Erkrankungen vorliegen, welche die Nährstoffaufnahme behindern.

Zusatzstoffe sind eine zusätzliche Belastung für den Organismus. Statt unsere Organe gesund zu halten, muss der Körper seine Kräfte nutzen, um diese "Gifte" zu neutralisieren. Bei der Verdauung von ungesunder Nahrung, entstehen zusätzlich auch noch weitere Säuren. Um den Körper im "Säure-Basen-Gleichgewicht" zu halten, müssen solche Säuren ebenfalls noch abgebaut werden. Hierfür müssen dann auch noch die letzten wertvollen Mineralstoffe geopfert werden. Dadurch fehlen dem Körper immer mehr Nährstoffe, um sich gesund zu erhalten.


 

Ihr könnt übrigens sehr einfach testen, ob bei Euch ein Nährstoffmangel vorliegt: Fahrt mit einem Fingernagel quer über einen anderen Fingernagel. Fühlt sich der Fingernagel glatt an? Oder fühlt sich der Nagel rillig an? Wenn der Körper ausreichend Nährstoffe hat, reichen diese aus, um auch die Fingernägel gut auszubauen, dadurch werden die Fingernägel glatt. Wenn hingegen ein Mangel vorliegt, muss der Organismus sparen, dadurch werden die Fingernägel rillig und brüchig. Dieser einfache Test ist "relativ" zuverlässig, nur in seltenen Fällen haben rillige Fingernägel eine andere Ursache, als den besagten Nährstoffmangel.






Herz-Schutz vor Transfetten
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Über kurz oder lang erleiden die Zellen im Körper bei einem Nährstoffmangel immer weitere Schäden. Sie arbeiten nicht mehr wie gesunde Zellen, sondern regelrecht krankhaft. Je weiter diese Schäden zunehmen, desto mehr erkranken die Organe. Sie können ihre Arbeit immer weniger ausführen, was wiederum zu weiteren Erkrankungen im Körper führt. Auch das Immunsystem kann dann nicht mehr richtig arbeiten, und den Körper nicht mehr richtig schützen. Zu Beginn erkrankt meistens der Darm, ohne dass wir es bemerken. Besonders weißer Zucker und Weißmehl-Produkte fördern die Erkrankung des Darms. Später lässt auch die Wirkung der anderen Organe immer weiter nach. Wir bemerken eine Erkrankung der Organe meistens erst, wenn diese schon weit fortgeschritten sind.


Bei kontinuierlicher Zuführung ungesunder Nahrungsmittel, wird mit der Zeit die Leistung des Organismus immer schwächer. Der Körper wird mit Giften und "freien Radikalen" regelrecht überflutet. Ein solcher innerer Zustand ist nun ein perfekter Nährboden für Krankheiten wie Magen- und Darmerkrankungen, Durchfall, alle Krebserkrankungen, Depressionen, Herz­-Kreislauf­-Erkrankungen, Herzinfarkt- und Schlaganfall, Autoimmun-Erkrankungen, Übergewicht, Arteriosklerose, Diabetes Typ2, Asthma, Allergien, Demenz, Rheuma, Osteoporose, Nierensteine, und viele weitere organische Störungen mehr. In der heutigen Zeit nehmen diese Zivilisations-Krankheiten immer weiter zu. Es ist wissenschaftlich in unzähligen Studien nachgewiesen, dass ungesunde Nahrungsmittel all diese Erkrankungen fördern.



Es gibt übrigens immer wieder angebliche Studien, die behaupten, dass auch ungesunde Lebensmittel gesund wären, zum Beispiel Weißmehlprodukte, Süßspeisen oder Fertiggerichte. Solche Studien werden gerne von der Lebensmittelindustrie selbst in Auftrag gegeben. Sie möchten ein gutes Image Ihrer eigenen Produkte bewahren. Hierbei werden oft unrealistische Szenarien verwendet, es werden zum Beispiel negative Auswirkungen und Tatsachen einfach ignoriert, oder es werden lediglich nur „einzelne positive Eigenschaften" des jeweiligen Lebensmittels, in den Vordergrund gestellt. Also lasst Euch nicht verunsichern, sondern verlasst Euch auf seriöse wissenschaftliche Ergebnisse, oder hört auf Euer "Bauchgefühl". Eine Portion Pommes ist zum Beispiel ganz sicher keine gesunde Mahlzeit, nur weil darin auch Vitamin C enthalten ist.






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5.  Herausforderungen bei der Umstellung der Ernährung:
 

Wer sich die Liste mit den ungesunden Lebensmitteln in der Tabelle oben angeschaut hat, denkt vielleicht: „Oh je - Ja, davon "liebe" ich einiges, aber auf das alles kann ich unmöglich verzichten.“ Ja, ... so geht es vielen Menschen. Aber dieses Gefühl hat ja auch seine berechtigten Gründe, denn wer aus dem bisherigen Ernährungsstil „aussteigen“ möchte, hat einige "Herausforderungen" vor sich. Im Folgenden findet Ihr die wichtigsten Ursachen, weshalb eine Ernährungsumstellung so schwierig für uns ist.




5.1 Guter Geschmack, Glückshormone und unsere Gewohnheiten:

Durch die Evolution des Menschen, ist das Gehirn zunächst darauf programmiert zu glauben, dass kalorienreiche Nahrung für uns angeblich besonders gut ist. In den früheren Jahrtausenden war Nahrung ja oft knapp. Wenn dann doch mal Energie-reiche Nahrung zur Verfügung stand, sollte der Mensch so viel wie möglich davon zu sich nehmen. Also hat die Biologie dafür gesorgt, dass uns kalorienreiche Nahrung, (also süß, kohlenhydratreich und fettig), besonders gut schmeckt. Dadurch haben die Menschen in der Vergangenheit, obwohl sie ja nicht wussten welche Lebensmittel viele oder wenige Kalorien haben, automatisch energie-reiche Nahrung bevorzugt, weil sie ihnen besonders gut schmeckte.

Weiterhin "belohnt" uns unser Gehirn sogar bei solchen Mahlzeiten, indem es verschiedene „Glückshormone“ ausschüttet. Das Gehirn belohnt uns für eine ungesunde Mahlzeit, weil es immer noch glaubt: "Wow, so viel (leckere) Energie auf einmal. Davon möchte ich soviel wie möglich. Die Energie speichere ich in Fettdepots ab, denn die nächste Hungersnot kommt bestimmt".

Heutzutage gibt es in unserer westlichen Welt aber keine Hungersnöte mehr, so wie es früher war. Daher wären Fettdepots eigentlich gar nicht mehr notwendig. Die Evolution des menschlichen Körpers passt sich aber nur sehr langsam den neuen Gegebenheiten an. Diese benötigt dafür nämlich tausende Generationen an Entwicklung.


Daher sind wir sozusagen in einem "Dilemma", weil unser Körper zum Beispiel das Bedürfnis meldet, am liebsten jeden Tag "bergeweise" Chips zu verspeisen, dieses aber unserer Gesundheit absolut schädlich ist.

Wie gut uns etwas schmeckt, hat aber zuletzt auch etwas mit unseren Gewohnheiten zu tun. Wenn wir nämlich regelmäßig süßes, fettiges, und kohlenhydratreiches verzehren, schmecken uns diese Nahrungsmittel mit der Zeit immer besser. Wir gewöhnen uns dann immer mehr daran, dass jede Mahlzeit ein Mindestmaß an Süßem, Fettigem oder an Kohlenhydraten enthält.


Zucker, Salz, Kohlenhydrate und Fett können bei übermäßigem Verzehr, je nach Veranlagung, sogar eine süchtig-machende Wirkung entfalten.

Aber wir haben die Möglichkeit, zumindest diesen letzten Mechanismus zu verändern. Wir sind unseren Bedürfnissen nicht hilflos ausgeliefert. Es ist nämlich auch möglich, Salat und Gemüse zu mögen. Sicherlich geht das nicht von heute auf morgen. Aber wenn wir Salat und Gemüse verzehren, können wir einmal bewusst darauf achten, welchen einzigartigen und frischen Geschmack Salat und Gemüse bieten. Auch können wir uns vor Augen halten, dass jedes Salatblatt und jeder Bissen vom Gemüse, randvoll mit Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Antioxidantien und mit vielen sekundären Pflanzenstoffen gefüllt ist. Damit "programmieren" wir unser Gehirn nach und nach ein wenig um.

Salat und Gemüse sind bei entsprechender Zubereitung auch gar nicht langweilig. Salat und Gemüse sind hochwertige Gesundheits-Features. Vielleicht achtet Ihr einmal bewusst auf den eigentlichen Geschmack, denn dieser Geschmack ist das Produkt der hochwertigen Nährstoffe die darin enthalten sind. Auch ein Salat kann ein Geschmacks-Vergnügen sein.




Naturprodukte - Frisch und Spritzig
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"So" schmeckt nämlich Gesundheit!

Unser "guter Wille", besser mit uns selbst umgehen zu wollen,
sollte zur Unterstützung allerdings auch vorhanden sein.


 

Weiterführende Themen:

Fastfood-Sucht
Sucht nach industrieller Nahrung
Der Mensch isst, was man ihm vorsetzt
Heißhungerattacken
Zuckersucht Ausstieg

Tipps um Fast-Food zu vermeiden
Adipositas

 



5.2 Hunger wegen Nährstoffmangel und fehlenden Bitterstoffen:

Wie oben schon bereits erwähnt, wird durch regelmäßigem Fast-Food Verzehr, mit der Zeit ein ausgeprägter Nährstoffmangel entstehen. Ein solcher Zustand führt auch dazu, dass der Körper immer öfters „Hunger!“ schreit, aber nicht weil ihm Energie fehlt, sondern nur weil er dringendst Vitamine und Mineralstoffe benötigt. Wenn wir dann schon wieder eine nährstoffarme Mahlzeit zu uns nehmen, wird diese nicht dem Körper, die ersehnten Nährstoffe liefern. Dann ruft der Körper kurz nach der Verdauung gleich wieder: „Hunger"...!!! Also, ein übermäßiges Hungergefühl entsteht daher auch, wenn ein Nährstoffmangel vorliegt.

Auch die ebenfalls schon oben erwähnten fehlenden Bitterstoffe tragen mit dazu bei, dass wir immer mehr Hunger verspüren. Diese sind nämlich von der Natur auch dazu gedacht, unseren Hunger zu bremsen. Je weniger Bitterstoffe in unserem Speiseplan vorkommen, desto länger dauert es, bis wir uns bei einer Mahlzeit gesättigt fühlen.


 

Weiterführendes Thema:

Bitterstoffe sind gesund
 






5.3 Zeitmangel und Stressfaktoren:

Eine weitere Herausforderung ist auch der Zeitmangel, von dem viele Menschen betroffen sind. Wenn mangelnde Zeit in unserem Alltag konkret ist, kommen uns Fast-Food Angebote natürlich gerade sehr gelegen. Es muss aber auch nicht jeden Tag alles ganz frisch zubereitet werden. Es gibt auch Gerichte, welche schnell zubereitet werden können, und dennoch wenig "Schadhaftes" enthalten.
Vereinzelt gibt es sogar "gesunde Angebote" von Fertig-Gerichten. Vielleicht gibt es ja auch in Eurer Ortschaft einen solchen Anbieter, bei dem man fertige Mahlzeiten bestellen kann, welche frisch zubereitet werden.





5.4 Unzufriedenheit:

Wenn sich Menschen in ihrem alltäglichen Leben phasenweise „antriebslos, aufgewühlt, unausgeglichen oder unruhig“ fühlen, hat dieses immer auch einen ganz bestimmten Grund. Diese Gefühlslagen können auch zu einem gesteigerten Hungergefühl beitragen. Wenn man sich zudem "nicht ausgefüllt“ oder gar „leer“ oder „depressiv“ fühlt, kann Essen zu einem Ausgleich werden, nach dem Motto: "Wenigstens der Genuss der Mahlzeiten ist mir gegönnt", oder, "außerdem kann ich meine innere (geistige) Leere damit füllen" - welches aber ein Trugschluss ist - und zu einem "Teufelskreis" führt. Mehr oder weniger denken wir auf diese Weise unbewusst. Wenn ein solcher Zustand auf uns zutrifft, würde es uns natürlich umso schwerer fallen, Motivation für eine Ernährungsumstellung zu entwickeln.

(Apropos: Wenn Ihr Interesse habt, könnt Ihr auf unserer Homepage in den Menüs einmal nachschauen. Dort finden sich auch psychologische/christliche Themen, die Euch dabei helfen können, zu einem zufriedeneren Leben zu finden.)




 

Fazit:

Ungesunde Lebensmittel verursachen in uns ein kurzzeitiges Glücksgefühl. Langfristig machen sie uns aber (bei regelmäßigem Konsum) unglücklich, denn wir fühlen uns durch diese mit der Zeit körperlich allgemein schlechter, antriebsloser und müder - welches sogar zu einer langfristigen depressiven Stimmung beitragen kann.

Eine gesunde Mahlzeit mag sich (am Anfang vielleicht noch) etwas unbefriedigend anfühlen, sorgt zugleich aber langfristig für eine bessere mentale Stimmung.







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6.  Wege zur Umstellung der bisherigen Ernährung:
 

Die schwierige Frage ist nun, wie wir es schaffen können, trotz der oben genannten Schwierigkeiten, unsere Ernährung "dauerhaft gesünder“ umzustellen. Es würde uns nämlich nicht helfen, wenn wir nur für einige Wochen eine "Diät" einhalten, und uns danach wieder so wie vormals ernähren. Daher hilft uns nur eine Ernährungsform, welche wir dauerhaft beibehalten können. Dieses schaffen wir, wenn wir nicht ständig leiden müssen. Dieses wäre nämlich Stress für unseren Körper und unsere Psyche, welcher eher Erkrankungen begünstigt, als uns gesünder macht. Im Folgenden findet Ihr also nun einige verschiedene Empfehlungen. Welche davon individuell gut geeignet sind, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Vielleicht habt Ihr beim Lesen der folgenden Methoden ja ein Empfinden wie: "Ja, das passt zu mir", oder: "Nein, das wäre auf keinen Fall etwas für mich."




Jungbrunnen: Salat!

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6.1 Erste Methode - zusätzlich Gemüse, Salat und Obst:

Eine gute und besonders einfache Möglichkeit besteht darin, wie in der Einleitung schon kurz erwähnt, dass wir einfach gesunde Nahrungsmittel zusätzlich in unseren Speiseplan mit einbauen. Ernährt Euch also so weiter wie bisher, aber esst "zum Einstieg" zusätzlich jeden Tag jeweils eine Portionen an frischem Obst, Gemüse und Salat. (Weiter unten folgt dazu auch noch eine weitere detaillierte Empfehlung) Somit braucht Ihr auf nichts zu verzichten, und liefert Eurem Körper trotzdem viele gesunde Nährstoffe. Gemüse, Salat und Obst haben zudem auch wenige Kalorien, sodass Ihr keine Gewichtszunahme befürchten müsst.

Nur wenn es Euch leicht fällt, ersetzt Ihr dann bei dieser Methode z.B. Weißmehlprodukte durch Vollkornprodukte. Cola oder andere Limonaden könnten durch z.B. Apfelschorle ausgetauscht werden. Oder Chips & Flips durch Studentenfutter. Statt ganzem Verzicht reicht es aber auch, eine ungesunde Mahlzeit lediglich zu verkleinern.





6.2 Zweite Methode - langsame Umstellung:

Vielen Menschen hilft es auch, ganz langsam, nach und nach, Schritt für Schritt, die Ernährung umzustellen. Von heute auf morgen die Ernährung komplett umzustellen, wäre kein guter Weg. Die Gefahr von einem Rückfall oder von Heißhungerattacken wäre hierbei groß. Denn eine "gute Entwicklung" benötigt ihre Zeit. Also zum Beispiel kann man sich am Anfang folgendes vornehmen:

 

  • Nur noch „eine“ ungesunde Mahlzeit am Tag zu sich nehmen.
     
  • Eine weitere „neutrale“ Mahlzeit, die weder gesund noch ungesund ist, wie zum Beispiel Brot/Nudeln welche nicht Vollkorn sind, oder Fertiggerichte.
     
  • Eine wirklich sehr gesunde Mahlzeit jeden Tag einbauen:
    Zum Beispiel ein großer frischer Salat mit selbstgemachtem Dressing, oder eine Gemüse-Pfanne, bzw. 2 Stück Obst.
    Ihr könnt Euch ja bei Gelegenheit auch nach leckeren Rezepten umschauen.


    Dies wäre vielleicht schon mal ein wertvoller Anfang!



 

6.3 Dritte Methode - Heilfasten:

Für diejenigen, die ernsthaft nach einer vereinfachten aber effizienten Lösung für die Ernährungsumstellung suchen, gibt es auch noch eine weitere Möglichkeit, welche nicht unerwähnt bleiben soll, nämlich das Fasten. Hierbei nimmt man über den ganzen Tag keine feste Nahrung zu sich, dafür aber Säfte, Gemüsebrühe und Kräutertees. Dieser Weg ist allerdings nur für einige wenige Menschen geeignet, da dieser Weg einige "Disziplin" erfordert.

Eine "einfache Methode" wie man fasten kann, besteht darin jeweils an einem bestimmten Tag in der Woche zu fasten. Den Rest der Woche ernährt man sich "normal". Fasten ist im Allgemeinen nämlich sehr gesund und kann nebenbei auch bei vielen Krankheiten helfen. Zum Beispiel lindert das Fasten sehr oft chronische Schmerzen.

Die optimale Wirkung durch Fasten entfaltet sich bei 7-10 Tagen. In dieser Zeit gewinnt man eine große Distanz zu seinem "Verlangen". Schwer ist es in der Regel nur in den ersten 2-3 Tagen, da sich danach nämlich ein "Hochgefühl" einstellt, durch Hormone wie das Serotonin, welches der Körper ausschüttet. Auch lässt dann das Hungergefühl dann nach. Nach Abschluss Fasten-Zeit, ist selbst eine simple Mahlzeit, ein wahres zufriedenstellendes Geschmacks-Erlebnis. Ein solcher „Schnitt“ ist für manche ein guter Weg, um sich von ihrem "Zwang" regelrecht loszureißen. Anschließend fällt es dann auch viel leichter, die Ernährung umzustellen.

Bevor sich aber jemand dazu entschließt, sollte er zuvor zumindest mit seinem Hausarzt (es gibt auch spezielle Fasten-Ärzte) darüber sprechen, denn ein solches Fasten ist zunächst einmal auch eine Belastung für den Körper. Auf der Web-Site "Zentrum der Gesundheit" findet Ihr bei weiterem Interesse auch einen ausführlichen Artikel über das
Heilfasten., worauf man achten sollte und wie man die Fastenzeit richtig einleitet und abschließt.





6.4 Tipps und weitere Informationen:

Wie schon einige Male erwähnt, bringen Euch Ernährungs-Umstellungen immer dann etwas, wenn Ihr es schafft, diese langfristig beizubehalten. "Rückfälle" gehören natürlich auf diesem Weg dazu, und sind aber auch gar nicht tragisch, wenn man später wieder versucht den Weg weiter zu gehen. Erinnert Euch vor allem lieber an das Positive: "Ich bin stolz darauf, dass ich diese Woche schon 3x Salat gegessen habe", als sich über das Negative zu ärgern: "Ich habe schon wieder eine Tüte Chips gegessen".

Denn ohne die Ernährungsumstellung, hättet Ihr die Chips ja sowieso gegessen, es ist also kein Nachteil. Die zusätzlichen Salate hingegen sind aber ein tatsächlicher Gewinn, die hättet Ihr ohne die Umstellung sonst nämlich verpasst.





Eine langfristige Veränderung in unserer Ernährungsform schaffen wir allerdings nicht, wenn wir ständig unter einem "Entzug" leiden. Daher lohnt es sich nach einem "goldenen Mittelweg" zu suchen. Manchen reicht es zum Beispiel, zwei Mal pro Woche zu naschen um sich den Genuss ganz bewusst zu gönnen. Dann schaffen sie es auch, den Rest der Woche darauf zu verzichten.

Der Stoffwechsel des Körpers passt sich bei einer Umstellung der Ernährung übrigens auch relativ schnell an. Am Anfang, wenn zum Beispiel keine „Kohlenhydrat-Bomben“ mehr auf dem Speiseplan stehen, wird der Körper sicherlich noch „Entzugserscheinungen“ zeigen. Doch er lernt schnell, Energie auch aus gesunden Fetten und Eiweißen zu extrahieren, nämlich so, wie der Organismus des Menschen es in all den Jahrtausenden vorher ja auch ohne Schwierigkeiten getan hat.


Erinnert Euch auch daran, welche Vorteile Euch die gesündere Ernährung bringen wird:
Ihr tut Euch damit etwas sehr Gutes, nämlich eine Art inneres Wellness-Programm.
Ihr werdet dadurch auch mehr Energie für Euren Alltag erhalten.




 

Weiterführendes Thema:

Tipps um "Nein" zu sagen
 






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"Für Fortgeschrittene:"
7.  Wie sieht eine "optimale" Ernährung aus?


Hier geht es für diejenigen Leser weiter, welchen die Umstellung leicht gefallen ist und die nun auf der Suche nach einer "optimalen" Ernährungform sind. Wie sieht diese denn nun aus? Die Antwort darauf ist wirklich sehr einfach, und ihr braucht nicht viel rechnen, keine Kalorien zählen, und auf nichts weiter achten als auf einige wenige Empfehlungen. Die folgenden 4 Punkte sind sortiert nach ihrer Wichtigkeit:

 

  • 7.1) Ausreichend Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe:

    Täglich durchschnittlich 5 Portionen an Obst, Gemüse, oder Salat.
    Und wie wir ja bereits schon wissen: Je frischer und unverarbeiteter, desto besser!

    Ihr könnt Euch frei aussuchen, welches Obst, Gemüse oder welchen Salat Ihr mögt. Versucht lediglich eine "farbenfrohe" Abwechslung. Mit einer Portion ist eine Handvoll gemeint, also ca. 150 Gramm einer jeweiligen Sorte. Fünf Portionen können schnell erreicht werden, wie zum Beispiel:
    1. Eine frische Tomate/Paprika/Kohlrabi oder eine halbe Salatgurke mit zum Frühstücksbrot, oder ein Glas Tomatensaft; (entspricht jeweils 1 Portion)
    2. Zwei Stück Obst über den Tag als Zwischenmahlzeit; (entspricht 2 Portionen)
    3. Ein großer gemischter Salat als Beilage zur Hauptmahlzeit, oder eine Gemüsepfanne;
      (Ein großer Salat, oder eine Gemüsepfanne entsprechen wegen der Menge gleich 2 Portionen)

      Und schon habt Ihr die 5 Portionen erreicht. smiley




      Gesunde Obstvielfalt
                                                                                                                  © monticello / 123RF
                     




      Vielleicht mögt Ihr kein Gemüse? Dann greift stattdessen mehr zu Obst und Salat. Es bleibt ganz Euch überlassen. Die Natur bietet ein großes Sortiment an höchst nahrhaften Lebensmitteln. Da ist für jeden Geschmack ganz sicher etwas dabei. Vielleicht bevorzugt Ihr ja mehr südländische oder exotische Früchte wie Ananas oder Mango? Oder mediterranes Gemüse wie Auberginen und Zucchini? Oder vielleicht doch eher die chinesische Kost? Findet es einfach selbst heraus und probiert Euch durch.

      Mit diesem ersten Punkt erreicht Ihr -wie schon in den oberen Themen erwähnt- dass Euer Körper sämtliche benötigten Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Antioxidantien und sekundäre Pflanzenstoffe erhält. Damit können die Organe ihre Aufgaben optimal erfüllen, das Immunsystem kann sich stärken, und Umwelt-Gifte können neutralisiert werden. Auch Eure Darmflora wird mit gesunden Bakterien regelrecht aufblühen.

      Wie Ihr nun aber auch noch satt werden könnt, das findet Ihr im nächsten Punkt:



       
  • 7.2) Sättigende Grundnahrungsmittel:

    Täglich durchschnittlich 3 Portionen an „gesunden“ Energie-Lieferanten, welche zusätzlich zum ersten Punkt benötigt werden:

    Auch hierbei ist eine gute Abwechslung sehr empfehlenswert, und Ihr könnt frei wählen, was Ihr persönlich bevorzugt. Im Folgenden findet Ihr einige Beispiele ,was mit einer gesunden Portion von Energie-Lieferanten gemeint ist:
    1. Hülsenfrüchte: Bohnen, Linsen, Kichererbsen, Sojaprodukte, etc. (ca. 200 Gramm zubereitetes Produkt)
    2. Hochwertige (kalt gepresste) pflanzliche Öle: Besonders empfehlenswert ist Olivenöl. Dieses könnt Ihr z.B. im Salat oder in einer Gemüsepfanne verwenden. Aber auch Hanföl und Rapsöl sind sehr empfehlenswert. Bei Ölen besteht eine Portion aus ca. 30 Gramm.
    3. Frische Kartoffeln: ca. 200 Gramm.
    4. Haferflocken: Eine Portion hierbei meint ca. 75 Gramm.
    5. Vollkornreis: ca. 200 Gramm zubereitetes Produkt.
    6. Vollkorn-Brot: Eine Portion hierbei meint ca. 100 Gramm.
    7. Nüsse / Studentenfutter / getrocknete Früchte: eine Portion meint ca. 50 Gramm

      Bei diesem Punkt bereichert Ihr Euren Körper mit besonders hochwertigen und gesunden langkettigen Kohlenhydraten, mit wertvollen Ölen, gesundem pflanzlichen Eiweiß und den dazugehörigen Aminosäuren, sowie mit Ballaststoffen. Dadurch erhält der Körper langfristige (!) Energie für den Tag, und der Stoffwechsel wird angeregt. Heißhunger-Attacken bleiben aus, dadurch braucht Ihr nicht mehr an Kalorien zu Euch nehmen, als Ihr eigentlich benötigt.


       
  • 7.3)  1.5 Liter an gesunden Getränken täglich:

    Ausreichend Getränke sind für den Körper sehr hilfreich, da Wasser für viele Prozesse im Körper benötigt wird. Optimalerweise sucht nach einem Getränk, welches keinen Zucker und / oder keine Süßstoffe enthält. Mineralwasser und ungesüßte Tees (oder mit Stevia gesüßt) sind optimal. Es lohnt sich verschiedene Mineralwasser-Sorten auszuprobieren, manche haben schon von sich aus unterschiedliche Geschmacksnoten.
    Ihr könnt alternativ aber auch Fruchtsäfte mit Mineralwasser verdünnen, also 1/3 Fruchtsaft mit 2/3 Wasser, falls Euch Wasser pur nicht zusagt.
    1,5 Liter Flüssigkeit täglich reichen normalerweise aus, da ja auch die Lebensmittel noch Wasser enthalten. Ihr könnt natürlich gerne auch mehr trinken, z.B. wenn Ihr Sport betreibt oder wenn Ihr an warmen Tagen schwitzt. Falls es Euch schwer fällt die 1,5 Liter am Tag zu erreichen, probiert es mit einer anderen Sorte von Getränken. Vielleicht mit einem Mineralwasser ohne Kohlensäure?
    Die meisten Menschen trinken übrigens automatisch schneller und damit mehr, wenn sie mit Strohhalm trinken. Auf
    MyFitnessPortal findet Ihr bei Interesse noch einige weitere Tipps.


     
  • 7.4)  Erlaubtes Naschen: (Nur) 2 Portionen an ungesunden Lebensmitteln pro Woche wären optimal:
    Wenn Ihr Euch so gesund ernährt, dürft Ihr selbstverständlich auch Naschen -wenn Ihr das Bedürfnis danach habt- und Euch herzlich gerne etwas „ungesundes“ gönnen. Denn die Ernährung soll auch immer ein Genuss bleiben. Was Ihr Euch gönnen möchtet, könnt Ihr selbstverständlich frei wählen. Wenn Ihr Euch sonst mit natürlichen Lebensmitteln ernährt, ist es kein Problem für den Körper, gelegentlich ungesunde Nahrungsmittel ordnungsgemäß zu „entsorgen“! wink

    Folgende Lebensmittel gelten als „ungesundes“ aber eben "erlaubtes" Naschen: Süßwaren wie Kuchen, Teilchen, Süßigkeiten, Zuckerhaltige Getränke; Chips & Flips; oder Fast-Food wie Pizza, Bratwurst, Pommes Frites, Burger, etc.; Und unter Getränken der Alkohol;


    Und wenn Ihr dann „nascht“, genießt diese Mahlzeit ganz bewusst und intensiv! smiley



Wie gesagt, diese 4 Punkte entsprechen einer optimalen gesunden Ernährung. Dieses Ideal muss selbstverständlich nicht 100%ig eingehalten werden, sondern es soll uns lediglich als Orientierung dienen.






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8.  Positive Auswirkungen durch gesunde Lebensmittel:


Wenn wir auf frische und gesunde Lebensmittel umsteigen, wird sich eine ganze Menge in unserem Körper verwandeln. Einiges wurde oben schon erwähnt, soll hier aber noch einmal zusammen gefasst werden:

Endlich bekommt der Körper nun ausreichend Vitamine, Mineralstoffe und weitere Nährstoffe. Dadurch können die Organe wieder Ihre Arbeit aufnehmen. Besonders der Darm kann sich regenerieren. Gifte können abgebaut werden, und schadhafte Zellen werden "aus dem Verkehr" gezogen. Auch das Immunsystem kann wieder aktiviert werden.


Alle oben genannten schädlichen Wirkungen durch falsche Ernährung,
kehren sich bei gesunder Ernährung wieder um.


Die Schulmedizin bemüht sich bei Erkrankungen oft leider nur um die Symptome. Medikamente heilen oft aber nicht die wirkliche Ursache einer Krankheit. Viele Medikamente unterdrücken zwar ein Symptom, machen aber den Organismus insgesamt -durch die Nebenwirkungen- eher noch anfälliger für Erkrankungen. Wenn wir hingegen wirklich gesund werden/leben möchten, müssen wir die Selbstheilungs-Kräfte unseres Körpers aktivieren, nämlich das Immunsystem. Dieses erreichen wir eben durch gesunde Ernährung, durch Sport und einer ausgeglichenen Psyche.

Nur ein intaktes Immunsystem heilt uns nämlich in Wirklichkeit von Krankheiten.






Gesundheit contra Genuss-Konflikt
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8.1 Ausgleich des Base- / Säurehaushaltes wird wieder hergestellt:
Die meisten ungesunden Lebensmittel, aber auch einige gesunde Lebensmittel, produzieren während der Verdauung im Darm Säuren. Wenn wir zu viele solcher sauren Lebensmittel zu uns nehmen, wird es auf Dauer eine Belastung für den Körper. Denn irgendwann schafft es der Organismus nicht mehr, die Säuren alle abzubauen. Dann übersäuert der ganze Körper, was viele Krankheiten begünstigen kann. Die meisten Obst-Sorten, Gemüse und Salate hingegen wirken "basisch". Basische Lebensmittel gleichen die Säuren wieder aus, ohne dass der Körper dafür kämpfen muss. Wenn wir 5 Portionen an Obst, Gemüse und Salat am Tag zu uns nehmen, befinden wir uns automatisch auch in einem optimalen mittleren Säure-Base-Bereich.

Einen ganz tollen und lesenswerten Artikel über basische Lebensmittel und deren Auswirkung findet Ihr bei näherem Interesse, auf der Homepage von Zentrum der Gesundheit.



 

8.2 Nicht zu viel Salz:
Wenn wir uns gesünder ernähren wollen, nehmen wir auch automatisch viel weniger Salz auf. Optimal wären ja 1,5 – 3,0 Gramm Salz pro Tag, aber bis zu 6,0 Gramm wären für den Körper auch noch akzeptabel. Die meisten Menschen nehmen aber durchschnittlich 10-12 Gramm Salz am Tag zu sich, da die meisten Fertig-Gerichte besonders viel Salz enthalten. Aber auch die ganz normalen Lebensmittel wie Brot, Käse und Fleisch enthalten Salz. Am meisten Salz sparen wir, wenn wir auf Fertig-Gerichte verzichten, und nicht zu viel Fleisch- und Wurstprodukte zu uns nehmen.



 

8.3 Erfolgreich Abnehmen:
Eine gesunde Ernährung ist auch weiterhin hilfreich, wenn wir abnehmen möchten.
Das wichtigste hierbei ist, wie schon einige Male erwähnt, viel Gemüse, Salat und Obst. Denn ohne ausreichend Nährstoffe, wird der Erfolg des Abnehmens schwierig. Es ist weiterhin auch wichtig, dass wir nicht, wie in vielen Diäten empfohlen, viel zu wenig essen. Denn dauerhaft hungern, hält kein Mensch auf Dauer freiwillig aus. Und wenn wir nach Erreichen unseres Wunsch-Gewichtes wieder so Essen wie vor der Diät, würden wir wieder zunehmen und die ganze Mühe wäre umsonst gewesen. Das ist der bekannte Jo-Jo-Effekt. Daher müssen wir einen Weg finden, gerade so viel zu essen, dass wir 1. satt genug werden, und 2. keine Heißhungerattacken entwickeln. Damit kann es uns gelingen, die Diät-Menge langfristig beizubehalten.


Daher ist es ganz besonders hilfreich beim Abnehmen, dass wir vorwiegend die richtigen Lebensmittel zu uns nehmen. Nämlich Produkte welche relativ wenige Kohlenhydrate enthalten. Es gibt zum Beispiel Brot aus Buchweizen. Diese enthalten nur ca. 25 Gramm Kohlenhydrate pro 100 Gramm Brot. Übliches Brot enthält 50 Gramm an Kohlenhydraten pro 100 Gramm Brot. Weiterhin lohnen sich zum Abnehmen Hülsenfrüchte ganz besonders, da diese ebenfalls recht wenige Kohlenhydrate enthalten – welche auch noch sehr langsam vom Darm aufgenommen werden. Außerdem sind Hülsenfrüchte reich an Eiweiß und Ballaststoffen, welches optimaler Weise zu einem Sättigungsgefühl beiträgt.





8.4 Der Bauchumfang:

Eine einfache Möglichkeit um herauszufinden, ob Abnehmen überhaupt sinnvoll ist,
ist das Messen des Bauchumfangs:


 

Bauchumfang Männer: 94 –> 102 CM
Bauchumfang Frauen: 80 – > 88  CM

 


Wer einen kleineren Bauchumfang als den unteren Grenzwert hat, befindet sich im optimalen Bereich. Wer sich in der Mitte der beiden Grenzwerte befindet, bei dem ist das Gewicht in einem noch akzeptablen Bereich. Nur wer einen größeren Bauchumfang aufweist, als der obere Grenzwert benennt, befindet sich in einem gesundheitlich gefährdeten Bereich. Hierbei lohnt es sich dann abzunehmen!



Ungesunder Bauchumfang
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8.5 Gesundes und ungesundes Bauchfett:
Ein größerer Bauchumfang kann in manchen Fällen aber auch in Ordnung sein, nämlich dann, wenn die Fette sich nicht innerhalb der Organe befinden, sondern "außerhalb" von der "inneren" Bauchdecke. Dieses ist bei ca. 10% der Übergewichtigen der Fall. Diese Fette haben dann keine gesundheitlichen Nachteile.

Nur Fette welche sich im inneren Bauchbereich -also zwischen den Organen befinden- , sowie Fette welche sich "innerhalb" der Organe anreichern, sind gesundheitsschädlich. Dieses ist bei ca. 90% der Übergewichtigen der Fall. Solches Fett schüttet dann schädliche Botenstoffe aus, welche Entzündungen im Körper provozieren. Weiterhin beeinflusst es die intakten Stoffwechselvorgänge. Dadurch verursacht das Fett „in und um“ die Organe, vielerlei an Krankheiten, z.B. Diabetes Typ2 und Herz-Kreislauferkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall.

Am einfachsten könnt Ihr beim Hausarzt überprüfen lassen, ob bei Euch dieses "ungesunde" Fett in den Organen vorhanden ist, nämlich wenn Ihr einen Ultraschall der Leber durchführen lasst. Eine sogenannte Fettleber erscheint beim Ultraschall nämlich sehr hell und dieses ist dann ein eindeutiger Hinweis für solch ungesundes Bauchfett. Manchmal haben sogar schlanke Menschen bei ungesunder Ernährung eine Fettleber. Und manchmal haben Übergewichtige eine "gesunde Leber", und damit keine gesundheitlichen Nachteile zu befürchten.

Wenn eine Fettleber vorliegt, empfiehlt sich eine Ernährungsumstellung und ein Abnehmen ganz besonders, um das Risiko für Folgekrankheiten zu verringern. Je früher Ihr etwas gegen das Bauchfett unternehmt, umso besser ist es.

Falls sich allerdings beim Ultraschall herausstellen sollte, dass die Leber nicht verfettet ist, obwohl Ihr eigentlich Übergewicht habt, so könnt Ihr Euch zu den 10% der "Glücklichen" schätzen, die trotz Ihres Übergewichts gesund sind und bleiben! smiley Es kann allerdings nicht schaden, die Leber alle paar Jahre erneut untersuchen zu lassen.

Es ist also unsinnig alle Übergewichtigen "über einen Kamm" zu scheren, oder diese gar zu belächeln! Vielleicht sind diese nämlich sogar noch gesünder als Ihr selbst.







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9.  Abnehmen-Tipps:

Es gibt unzählige verschiedene Methoden um Abzunehmen. Einige davon sind gut geeignet, andere sind gar nicht so gut geeignet. Auf keinen Fall sollte man aber mit einer Methode abnehmen, welche einem strenge einseitige Vorgaben empfiehlt. Gesundes Abnehmen muss immer abwechslungsreich bleiben. Man sollte auch nicht zu schnell abnehmen, da in den alten Fettdepos auch Gifte abgelagert sind, welche beim Abnehmen abgebaut werden müssen und somit den Organismus "vergiften". Gesundes Abnehmen dagegen meint, bis zu 1 KG pro Woche.

Hier findet Ihr daher nochmal die wichtigsten Tipps zum erfolgreichen und gesundem Abnehmen zusammengefasst. Es müssen aber nicht alle diese Tipps gleichzeitig angewendet werden, um abzunehmen. Allerdings, je mehr davon angewendet werden, desto eher klappt es damit auch.






Gewicht alten - der Gesundheit zuliebe
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  • 9.1 Die richtige Menge an Kalorien: Um erfolgreich und dauerhaft abzunehmen, dürft Ihr nicht zu viele Kalorien zu Euch nehmen, aber auch nicht zu wenig. Bei zu wenig Kalorien geht das Abnehmen zu schnell. Mit Eurem Hausarzt könnt Ihr ausrechnen, welche Menge für Euren persönlichen Bedarf Sinn macht. Ganz grob gesagt, sind 1600 Kilokalorien am Tag für Frauen, oder 1800 kcal für Männer, zum Abnehmen sinnvoll.


     
  • 9.2 Wenig Fett oder wenig Kohlenhydrate: Es gibt zwei verschiedene Typen an Diäten. Die einen gehören zur Gruppe "Low-Fat", also wenig Fett. Hierbei isst man jeweils nur 20 Gramm davon am Tag. Die andere Diät gehört zur Gruppe "Low-Carb", also wenig Kohlenhydrate. Hierbei wären nur 50 Gramm davon am Tag optimal.

    Beide Diät-Formen funktionieren. Zunehmen tut man besonders dann, wenn man zu viel Fett *und* zu viele Kohlenhydrate gleichzeitig zu sich nimmt.

    Meine Empfehlung ist allerdings eine Diät, mit wenigen Kohlenhydraten, die aber Fette erlaubt. Denn Fette aus pflanzlichen Ölen sind höchst-gesund, und fettarme Mahlzeiten haben zudem noch wenig Geschmack.
    Kohlenhydrate hingegen sind selbst in Form von Vollkorn, in höheren Mengen nicht ganz so optimal. Viele Krankheiten werden nämlich durch ein "zu viel" an Kohlenhydraten gefördert. Zum Beispiel ernähren sich Krebszellen von den Zuckermolekülen der Kohlenhydrate, die im Blut unterwegs sind. Daher empfehle ich lieber weniger Kohlenhydrate zu sich zu nehmen, und dafür mehr Fett. Fett hat übrigens ja auch einen Sättigungs-Effekt.

    Wer mit wenig Kohlenhydraten nicht so gut zurecht kommt, kann aber auch ausprobieren, ob es einem mit der "Low-Fat" Diät besser geht.



     
  • 9.3 Viel Eiweiß: Egal ob Ihr Euch für "Low-Carb" oder "Low-Fat" entscheidet: Achtet darauf, Euch eiweißreich zu ernähren. Mindestens 1 Gramm Eiweiß (Proteine) pro KG Körpergewicht am Tag, gerne auch 1,5 Gramm Eiweiß pro KG, denn Eiweiß ist sehr sättigend. Es liefert dem Körper sehr gesunde und gute Energie, und regt zudem den Stoffwechsel an. Pro Mahlzeit kann der Körper ca. 50 Gramm an Eiweiß auf einmal verdauen. Mehr als 50 Gramm in einer Mahlzeit würde nicht mehr viel bringen, da der Körper es nicht mehr verwerten könnte. Wichtig: Viel trinken hilft dem Körper bei der Verdauung des Eiweißes.
    Besonders gesund sind pflanzliche Eiweiße aus Hülsenfrüchten, sowie von Fischen. Aber zum Abnehmen kann man zur Unterstützung auch pro Tag eine Mahlzeit durch einen Eiweißdrink ersetzen. Kleiner Tipp: Bevorzugt ein Eiweißpulver, welches wenig Zusatzstoffe enthält (z.B. "DM"-Filiale).



     
  • 9.4 Viel Gemüse und Salat: Es mag wie ein Widerspruch klingen, aber das Abnehmen gelingt besser, wenn wir reichlich Gemüse und Salat zu uns nehmen. Gemüse und Salat, haben zwar auch einige Kalorien, allerdings nur 20-40 kcal pro 100 Gramm. Daher nimmt man nicht zu, wenn man viel Gemüse und Salat zu sich nimmt. (Selbst mit 2 Kilogramm Gemüse/Salat am Tag, würdet Ihr erst 600 kcal erreichen.) Obst liegt bei 40-90 kcal pro 100 Gramm, welches auch relativ wenig ist.

    Viel Gemüse sättigt nämlich auch ein wenig, sodass man von anderen "kalorienreichen" Lebensmitteln weniger zu sich nehmen braucht, um die "gleiche Sättigung" zu erreichen. Genau darum geht es ja beim Abnehmen: Wie kann ich Abnehmen und trotzdem dabei satt werden? Nun, so wie eben beschrieben!

    Ein weiterer Grund, weshalb Ihr gerade zum Abnehmen viel Gemüse benötigt liegt darin, dass in den Körper-Fettzellen ja viele alte Gifte abgelagert sind. Wenn sich nun durch das Abnehmen viele Fettzellen auflösen, werden auch ebenso viele Gifte frei. Genau hier benötigt der Körper nun "bergeweise" an Nährstoffen, (z.B. Magnesium und Vitamin C, aber auch Antioxidantien) um diese Gifte zu neutralisieren. Und diese Nährstoffe finden sich nun mal reichlich in Salat, Gemüse und in Obst. Zum Entgiften sind übrigens die "grünen" Gemüse-Sorten sowie frische Kräuter ganz besonders hilfreich.

    Wenn Ihr nämlich anfangt abzunehmen, ohne dabei ausreichend Nährstoffe zu Euch zu nehmen, wird der Körper nach einiger Zeit mit zu vielen Giften überschwemmt, die er nicht mehr abbauen kann. Bevor Euer Organismus aber ernsthafte Vergiftungserscheinungen erleidet, würde der Körper rechtzeitig die "Notbremse ziehen", nämlich indem er versucht den Abbau der Fettzellen zu verhindern. Dann könntet Ihr Euch noch so viel bemühen, Ihr würdet beim Abnehmen nur ganz minimal erfolgreich sein, und das wäre doch sehr schade, oder?


    Oben habe ich für eine "optimale Ernährung" 5 Portionen empfohlen. Diese sollten es mindestens auch sein, wenn man Abnehmen möchte, gerne dann sogar noch mehr.



     
  • 9.5 Sport und Bewegung: Sehr hilfreich um Abzunehmen ist regelmäßiger Sport, also z.B. ca. 2-3x pro Woche für eine Stunde. Denn erst wenn eine gesunde Ernährung und Sport-Tätigkeiten kombiniert werden, werden sämtliche Körper-Kräfte und auch der Stoffwechsel zu 100% (!) aktiviert. Mit einem solchen "Programm" wird der gesamte Körper innerlich umgebaut und repariert.
    Ganz optimal wäre hingegen, jeden Tag etwas Sport zu betreiben, und wenn es auch nur 30 Minuten sind. Wer viel Sport treibt, braucht auch nicht mehr ganz so akribisch auf die Kalorienmenge achten, und kann sich gelegentlich auch eine "Extra-Mahlzeit" genehmigen - ohne wieder zuzunehmen!







                         Vielseitiges Sportangebot gegen Adipositas
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  • 9.6 Moderates Krafttraining: Versucht Euch gerne auch mit einem moderaten (also leichtem) Kraft-Training, denn der Muskel-Aufbau unterstützt sehr gut das Abnehmen. Es reichen hierfür auch kleine Gewichte mit z.B. 3 KG. Muskeln verbrauchen Tag für Tag zusätzliche Energie. Außerdem schütten sie, wenn sie arbeiten, zusätzlich äußerst gesunde und heilsame Myokine aus. Ein solches moderates Krafttraining ist für jedermann geeignet, auch gerne noch im höheren Alter.


     
  • 9.7 Viel trinken: Wasser hilft auch beim Abnehmen, nämlich beim Ausspülen der Gifte, die von den aufgelösten Fettzellen in den Körper gelangen. Daher sollten es am Tag mindestens 1,5 Liter sein. Besonders empfehlenswert ist Mineralwasser pur, weil dieses "0 Gramm" Zucker enthält, welcher sonst immer wieder unnötiger Weise den Insulinspiegel erhöhen würde. Außerdem enthält Mineralwasser viele Mineralstoffe, die ein Übergewichtiger gut gebrauchen kann.


     
  • 9.8 Sonstiges: Wenn Ihr Abnehmen möchtet, dürft Ihr dennoch alles essen, nur in Maßen. Auch Naschen ist erlaubt, am besten nur nicht jeden Tag. wink Achtet darauf eure Kalorien-Menge am Tag nicht zu überschreiten. Und wenn schon Kohlenhydrate, dann lieber Kartoffeln. Wenn schon Brot, dann wenigstens Vollkorn. Und wenn es auch fettig sein soll, dann solltet Ihr hochwertige pflanzliche Öle, wie z.B. Olivenöl, Rapsöl oder Hanföl bevorzugen






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10.  Die beachtliche Komplexität der Verdauung:
 

Jeder Mensch besitzt individuelle Veranlagungen, welche Lebensmittel für ihn sehr gut, oder weniger gut verträglich sind. Dieses liegt vor allem an der Verdauung selbst. In unserem Darm leben nämlich durchschnittlich 100 Billionen (!) Bakterien. Das sind ungefähr 10 Mal so viele, wie der gesamte Körper an "eigenen" Zellen hat. Diese Bakterien wiegen zusammen ca. 1,5 Kilogramm, und übernehmen für unseren Darm einen großen Teil der Verdauung und unterstützen ihn bei seiner Arbeit. Diese riesige Anzahl an Bakterien besteht zudem auch aus ca. 100 - 1000 verschieden Bakterienarten. Je höher die Anzahl der unterschiedlichen Bakterienarten in uns vorhanden ist, umso besser und gesünder ist dieses für den Körper. Manche Bakterienarten haben positive Eigenschaften, andere haben auch nachteilige Eigenschaften, doch dazu kommen wir etwas später ausführlicher. Die Bakterien ernähren sich von den Lebensmitteln, welche wir zu uns nehmen. Dabei spalten sie die Nährstoffe in Ihre einzelnen Bestandteile auf. Erst dadurch kann die Darmwand viele der Nährstoffe, überhaupt erst aufnehmen.


10.1 Die drei Darmbakterien-Gruppen:
Wissenschaftler haben zudem entdeckt, dass sich die vielen verschiedenen Darmbakterienarten, in jeweils drei Gruppen zusammen gebildet haben. Hierbei handelt es sich sozusagen um drei verschiedene "Ökosysteme", ähnlich wie unsere unterschiedlichen Blutgruppen. Jeder Mensch ist also "Inhaber" einer der folgenden drei Gruppen-Gemeinschaften:


 

  • Gruppe "Bacteroides" hat eine geringere Anzahl von Bakterien-Arten. Die Bakterienstämme bei diesem Typ verarbeiten besonders effektiv Kohlenhydrate, welche damit eine Gewichtszunahme begünstigen.
     
  • Gruppe "Ruminococcus" hat ebenfalls eine geringe Anzahl von unterschiedlichen Bakterien-Arten. Die Bakterien bei diesem Typ können unter anderem sogar Ballaststoffe in Zucker umwandeln, welche damit ebenso eine Gewichtszunahme begünstigen können.
     
  • Gruppe "Prevotella" hat eine sehr hohe Anzahl an Bakterien-Arten. In dieser Bakteriengemeinschaft wird weniger Energie aus der Nahrung extrahiert, welches daher ein Abnehmen begünstigt. Es gibt bei dieser Gruppe sogar viele Bakterienarten, welche Vitamine selbst produzieren können.



Diese unterschiedlichen Gruppen sind daher maßgeblich mit dafür verantwortlich, dass manche Menschen schnell zunehmen, während andere sehr viel essen können, ohne dabei zuzunehmen.

Welcher Gruppentyp sich jeweils bei uns Menschen entwickelt, wird noch erforscht. Es wird davon ausgegangen, dass es von unseren ersten Lebensjahren abhängt, sowie unseren Erbanlagen, unserer individuellen Ernährung und auch von der Menge an Sport, den wir betreiben.

Die Bakterienarten in den verschiedenen Gruppen sind nicht komplett unterschiedlich. Es kann durchaus sein, dass eine bestimmte Bakterien-Art auch in anderen Gruppen vorkommt, nur in einer mehr oder weniger hohen Anzahl. Je nachdem, welche Nahrungsmittel wir zu uns nehmen, „füttern“ wir damit unterschiedliche Bakterien-Arten in unserem Darm. Um zum Beispiel Kohlenhydrate zu verdauen, sind ganz bestimmte Arten von Bakterien dafür nötig. Um aber Gemüse zu verdauen, benötigt der Darm wiederum andere Bakterien-Arten.


 

10.2 Einfluss auf die Darmflora:
Studien haben gezeigt, dass sich die Darmflora bei gesunder Kost verbessert. Um Gemüse, Salat und Obst zu verdauen sind nämlich Bakterienarten notwendig, welche den Darm zusätzlich sogar noch gesund halten!


Zur Verdauung von Fastfood, Weißmehlprodukte und Süßwaren hingegen, sind „ungünstige“ Bakterien-Arten notwendig. Wenn wir uns oft davon ernähren, verbreiten sich im Darm immer mehr „nachteiligen“ Bakterien-Arten, welche zusätzlich einen negativen Einfluss auf die Gesundheit des Darms haben. Weiterhin tragen diese „ungünstigen“ Bakterien dazu bei, dass wir eher dazu neigen, Zunehmen. Diese extrahieren nämlich "sämtliche Energien" aus der Nahrung, welches für unseren Körper ein "Nachteil" ist, denn wir nehmen zwangsläufig zu.

Wenn jemand häufiger unter Durchfall oder Verstopfung leidet, ist dieses ein Indiz für einen bereits erkrankten Darm. Besonders Zucker und Weißmehlprodukte fördern eine Erkrankung des Darms, sowie eine ungünstige Darm-Bakterien-Besiedelung.

Die gesund-erhaltenden Bakterien, welche sich nur von natürlichen Lebensmitteln ernähren können, bilden sich bei ungesunder Ernährung immer weiter zurück. Dadurch kann es im Laufe der Zeit dazu kommen, dass der Darm immer mehr Schwierigkeiten mit der Verdauung von Gemüse, Salat und Obst bekommt. Dabei würden dem Darm eigentlich gerade diese natürlichen Lebensmittel gut tun.
Wer mit der Verdauung von Gemüse, Salat oder Obst Schwierigkeiten hat, kann versuchen, ganz langsam die Ernährung umzustellen. Fangt hierbei also mit täglichen kleinen "Portionen" an. Dadurch vermehren sich im Laufe der Zeit die „guten“ Bakterien wieder. Solange der Darm noch keine schwerwiegenden Beschädigungen erlitten hat, kann die Darmflora auf diese Weise um-trainiert, und bestenfalls sogar vollständig regeneriert werden.





Natürliche Vitalität durch Obst
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10.3 Weitere Tipps zur Unterstützung der Verdauung:
Zur Unterstützung der Verdauung hilft es übrigens, wenn wir unsere Mahlzeit besonders gründlich durchkauen. Wer Schwierigkeiten mit der Verdauung hat, wird den Unterschied direkt bemerken. Weiterhin kann man das Gemüse beim Kochen auch mit "Kümmel" würzen, welcher der Verdauung erheblich „unter die Arme“ greift. Zuletzt hat auch noch Fenchel-Tee eine heilende Wirkung auf den Darm. Dieser sollte wegen seiner medizinischen Wirkung jedoch nicht täglich, sondern nur bei Bedarf getrunken werden.

Für eine gesunde Darmflora, sollte man auch vermeiden, Medikamente zu sich zu nehmen, besonders schädlich sind Antibiotika. Wer natürlich dringend auf Medikamente angewiesen ist, für den lohnt es sich die Nebenwirkungen in Kauf zu nehmen. In manchen Fällen bringen Medikamente aber nur einen geringfügigen positiven Effekt - hier kann dann mit dem Arzt geprüft werden, ob das Medikament wirklich erforderlich ist.

Es lohnt sich ganz besonders, den Darm gesund zu erhalten. Denn sehr viele Zivilisationskrankheiten entstehen als Folge-Krankheit eines schon längst erkrankten Darms. Leider machen sich Darmkrankheiten in der Regel erst sehr spät bemerkbar, nämlich dann, wenn der Darm bereits große Schäden erlitten hat, denn der Darm empfindet- und signalisiert in der Regel keine Schmerzen.







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11.  Details über die verschiedenen Nährstoffe in den Lebensmitteln:


Im folgenden Kapitel findet Ihr einige Details über die verschiedenen Nährstoff-Gruppen.
Zunächst gibt es drei relevante Arten von sogenannten Makro-Nährstoffen. Diese Makro-Nährstoffe führen unserem Körper Energie zu und sättigen uns damit. Die Menge an Energie wird in der Maßeinheit Kilokalorien gemessen (kcal). Der Bedarf an Energie ist bei jeden Menschen unterschiedlich, je nach seinem Körpergewicht, und auch wie viel Sport er betreibt.

Es gilt zu bedenken, dass für die meisten Frauen ca. 1800 kcal am Tag ein gutes Maß sind, um nicht zuzunehmen. Das gleiche gilt auch für Männer, diese sollten allerdings ca. 2000 kcal nicht überschreiten. Je mehr man nämlich an Kilokalorien zu sich nimmt, desto eher nimmt sinniger Weise man an Gewicht auch zu.

Die Energie aus den Makro-Nährstoffen (das sind Kohlenhydrate, Öle und Fette, sowie Eiweiße) benötigt der Körper für die verschiedensten Funktionen. Die gesamte Energie welche dem Körper zur Verfügung steht, wird für folgende Aufgabenbereiche, prozentual entsprechend aufgeteilt:

Unsere Skelett-Muskulatur benötigt ca. 26% unserer Gesamt-Energie.
Das Herz- und Kreislaufsystem verbraucht ca. 9% unserer Gesamt-Energie.


Unsere Leber benötigt zum Entgiften des Blutes: ca. 26% unserer Gesamt-Energie.
Unsere Nieren benötigen zum Entgiften des Wasserhaushalt: ca. 7% unserer Gesamt-Energie.

Für unser Gehirn verwenden wir ca. 18% unserer Gesamt-Energie.
Und die restlichen Organe und Funktionen benötigen ca. 14% unserer Gesamt-Energie.


 


 

11.1 Die Nährwert-Liste:
Auf jeder Lebensmittel-Verpackung findet Ihr auf der Rückseite übrigens eine Nährwerttabelle, auf welcher die jeweilige Menge an Kohlenhydraten, Fette, Eiweiße, und die Energien (kcal) pro 100 Gramm aufgelistet sind. Dadurch könnt Ihr Euch sehr leicht einen Eindruck verschaffen, wie viel ihr an den jeweiligen Inhaltsstoffen zu euch nehmen würdet.


Beispiel-Tabelle Erdnüsse:

 

pro 100 Gramm

Kilokalorien
(Gesamtenergie)

620 kcal

Fett

50 Gramm

Kohlenhydrate

14 Gramm

Eiweiß

25 Gramm

An diesem Beispiel können wir erkennen, dass Erdnüsse zwar relativ viele Kalorien enthalten, aber sehr wenige Kohlenhydrate. Außerdem enthalten sie viel an gesundem Eiweiß.


Beispiel-Tabelle Weißbrot:

 

pro 100 Gramm

Kilokalorien
(Gesamtenergie)

250 kcal

Fett

2 Gramm

Kohlenhydrate

52 Gramm

Eiweiß

5 Gramm

An diesem Beispiel sehen wir, dass es zwar pro 100 Gramm weniger Kalorien enthält, dafür aber sehr viele Kohlenhydrate. Ansonsten sind kaum Fett und auch wenig Eiweiß im Weißbrot enthalten.



11.2  Details zu den Energie-Lieferanten, den Makro-Nährstoffen:

Sorte

Typ

Vorkommen

Kalorien

Optimale
Tagesmengen

Kohlen-hydrate

Energielieferant

Getreideprodukte wie Brot, Haferflocken, Nudeln. Außerdem auch in Reis  und Zucker.
In geringeren Mengen ebenfalls in Kartoffeln, Hülsenfrüchten und Obst.

Ein Gramm Kohlenhydrate enthält
ca. 4 kcal

100 - 150 Gramm Kohlenhydrate pro Tag.

(bevorzugt aus Vollkorn.)

Öle und Fette

Energielieferant sowie Lieferant von wichtigen Bausteinen für unseren Körper.

Pflanzliche Öle wie z.B. Olivenöl, Rapsöl, Hanföl.

Sowie tierische Fette, welche in Fleisch und Michprodukten vorkommen.

Ein Gramm
Fett
enthält
ca. 9 kcal

80 Gramm
Öle/Fette pro Tag.

(bevorzugt pflanzliche Öle.)

Eiweiß
(Proteine)

Energielieferant sowie Lieferant für lebenswichtige Enzyme.

Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte, sowie Hülsenfrüchte, z.B.: Linsen/Bohnen/Nüsse

Ein Gramm Eiweiß
enthält
ca. 4 kcal

~1 Gramm gesundes Eiweiß pro KG Körpergewicht
am Tag.

(bevorzugt aus Hülsenfrüchten.)

Alkohol

Alkohol ist
zwar ein Energielieferant, wirkt allerdings wie ein Gift im Körper.

Alkoholische Getränke

1 Gramm Alkohol
liefert
ca. 7 kcal

Möglichst selten.



 

Weiterhin gibt es verschiedene Arten von sogenannten Mikro-Nährstoffen. Diese liefern keine Energie, aber sie sind absolut notwendig für viele biochemische Vorgänge im Körper. Ohne diese Mikro-Nährstoffe, könnten die Organe nicht ihre Aufgaben erfüllen.






Mediterraner Salat + Öl und Oliven
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11.3  Übersicht über die Mikro-Nährstoffe:

Typ

Vorkommen

Info

Weitere Details

Mineralstoffe
und Spurenelemente

Gemüse, Salat, Obst und Hülsenfrüchte.

Nicht organische Nährstoffe, sozusagen „Metalle“.

Spurenelemente gehören auch zur Gruppe der Mineralstoffe. Der Unterschied zwischen beiden, liegt lediglich darin, dass man von Spurenelemente viel weniger benötigt, also nur eine „Spur“ davon.

Können vom Körper nicht hergestellt werden. Sie sind unbedingt notwendig für viele biochemische Vorgänge.

Mineralstoffe halten hohe Temperaturen aus.

Vitamine

Gemüse, Salat, Obst und Hülsenfrüchte.

Organische Nährstoffe.

Empfindlich gegen Licht, Sauerstoff und Erhitzung.

Vitamine können -bis auf wenige Ausnahmen- vom Körper nicht hergestellt werden. Sie sind unbedingt notwendig für den Stoffwechsel.

Sekundäre Pflanzen-Stoffe

Dieses sind z.B. Farbpigmente, Boten- oder Schutzstoffe von Pflanzen, und kommen in Gemüse, Salat und Obst vor.

Farbstoffe wie Carotinoide, Anthocyane, ätherische Öle oder Terpene:

Carotinoide ergeben eine rot/gelbe Farbe

Flavonoide ergeben eine blau/lila Farbe


Sulfide kommen z.B.
in Zwiebeln vor.


Glucosinolate finden sich u.a. in Kohl und Meerrettich.

Ca. 10.000 verschiedene Sorten von sekundären Pflanzenstoffen wurden inzwischen entdeckt.

Sie bekämpfen mit „eigener Intelligenz“ Gifte, Entzündungen und andere Krankheiten im Körper, und tragen damit im hohen Maße zur unserer Gesundheit bei.

Anti-
oxidantien

Kommen in Gemüse, Salate, Kräuter, Früchte, Nüsse und Ölen vor.

Zum Beispiel: Vitamin E, OPC, Anthocyane, Glutathion, Allicin, Carotinoide, Flavonoide, uvm.

Antioxidantien bekämpfen mit „eigener Intelligenz“ Gifte im Körper, wie zum Beispiel die freien Radikalen.

Enzyme

Kommen in Eiweißen vor, aber auch in Obst, Gemüse, Salat, Nüssen.

Zum Beispiel Peptidasen, Glykosidasen, Lipasen, Nukleasen, Laktase, uvm.

Enzyme werden auch Biokatalysatoren genannt, da sie "Stoffe" umwandeln und Moleküle spalten können. Sie helfen bei der Verdauung, indem sie aus der Nahrung die Grundbausteine extrahieren.

Auch bei der "Übersetzung" des Erbguts sind Enzyme beteiligt.

Ballaststoffe

Wasserlösliche Ballaststoffe kommen in Obst, Gemüse und Salat vor.

Wasserunlösliche Ballaststoffe finden sich in Vollkorn-Produkten.

 

Füllstoffe, welche keinen direkten Nährstoffe liefern, aber zum Sättigungsgefühl beitragen. Weiterhin erhalten sie die Gesundheit im Darm.

Wasserlösliche Ballaststoffe füttern unter anderem die „guten“ Bakterien in unserem Darm.

Wasser-unlösliche Ballaststoffe regen die Darmtätigkeit an und reinigen ihn sogar.






11.4 Liste der Vitamine und Mineralstoffe:

In den nächsten beiden Tabellen erwartet euch eine Auflistung aller Vitamine und Mineralstoffe, sowie in welchen Lebensmitteln diese (in höheren Mengen) vorkommen. Die Tabellen sollen zeigen, wie komplex unser Körper funktioniert. Es handelt sich allerdings nicht um eine "vollständige" Auflistung, da die Listen sonst viel zu lang und unübersichtlich geraten wären. Die aufgeführten Nährstoffe kommen selbstverständlich auch noch in vielen anderen Lebensmitteln vor, als die hier aufgeführten.

Desweiteren findet Ihr in beiden Tabellen die Angaben der täglich durchschnittlich benötigten Menge eines jeweiligen Nährstoffs, in Milligramm (mg) aufgeführt. Diese Angaben sollen Euch nicht zum Nachrechnen anregen, wie viel Ihr von einem jeweiligen Lebensmittel benötigt, bis Ihr die optimale Menge des entsprechenden Nährstoffs erreicht habt.


Mit täglich 5 abwechslungsreichen Portionen an Gemüse, Salat und Obst, erreicht Ihr nämlich die optimale Menge aller Vitamine und Mineralstoffe, darauf könnt Ihr Euch verlassen!






Wichtige Vitamine
© olgachernyak / 123RF




 

Vitamine

Wird benötigt für Aufgaben im Körper

Durchschnittlich benötigte Menge für einen Erwachsenen

Vorkommen

Vitamin A
(Retinol)

Augen, Haut, Schleimhäute

~1 mg

Milchprodukte, Möhren, Tomaten, Paprika, Eigelb, pflanzliche Öle

Vitamin B1
(Thiamin)

Kohlenhydrat-Stoffwechsel, Nervensystem

~1 mg

Sonnenblumenkerne, Nüsse, Naturreis, Hülsenfrüchte, Kohl, Vollkorngetreide

Vitamin B2
(Riboflavin)

Stoffwechsel, Haut

~1,3 mg

Milchprodukte, Nüsse, Eigelb, Pilze, Gemüse, Kohl, Vollkorngetreide, Leinsamen

Vitamin B6
(Pyridoxin)

Muskeln, Immunsystem, Nervensystem

~1,4 mg

Hülsenfrüchte, Fisch, Bananen, Kohl, Paprika, Vollkornprodukte, Haferflocken

Vitamin B7
(Biotin)

Haut, Haare, Nägel

~ 0,045 mg

Nüsse, Soja, Eigelb, Haferflocken, Pilze, Spinat, Vollkorngetreide

Vitamin B12
(Cobalamin)

Blutbildung, Nervensystem, Knochen

~ 0,003 mg

Fisch, Milchprodukte, Eigelb.
Veganer müssen ein Ergänzungsmittel nehmen.

Vitamin C
(Ascorbinsäure)

Zellschutz, Immunsystem, Bindegewebe

~ 100 mg

Frisches Obst und Gemüse

Vitamin D
(Cholecalciferol)

Schlüsselfunktion für die Gesundheit. Ist an tausenden Vorgängen im Körper beteiligt.

Ca. 60% der Menschen in Deutschland leiden unter einem

Vitamin-D-Mangel.

4000 - 7000 IE werden benötigt am Tag.

Das entspricht durchschnittlich 15 Minuten Sonnenlicht
am Tag.

Sonnenbrand vermeiden:

Empfindliche Menschen erhalten auch in weniger als 15 Minuten ausreichend Vitamin D.

Dunkelhäutige Menschen benötigen dagegen bis zu 60 Minuten Sonnenlicht.

Wird optimaler Weise durch direkte Sonneneinwirkung  gedeckt.

Die Aufnahme von
Vitamin D funktioniert übrigens nur, wenn wir keine Sonnenschutz-Mittel verwenden, wenn wir uns nicht hinter einer Glasscheibe befinden, und ein hoher Sonnenstand ist von Nöten.

Vitamin E
(Tocopherole)

Zellschutz, Blut, Gefäßwände

~15 mg

kalt gepresste Pflanzenöle, Nüsse, Obst, Paprika, Vollkorngetreide

Vitamin K
(Phyllochinone)

Blutgerinnung, Wundheilung

~0,070 mg

grünes Gemüse, Kartoffeln, Kohl, Kiwi, Petersilie, Haferflocken

Folsäure
(früher B9)

Nervensystem, Wachstum, Blutbildung

~ 0,400 mg

Hülsenfrüchte, grünes Gemüse, Südfrüchte, Milchprodukte

Niacin
(früher B3)

Hirnstoffwechsel,
Schlaf

~15 mg  

Fisch, Nüsse, Pilze, Pflaumen, Eigelb, Hülsenfrüchte, Spargel

Pantothensäure
(früher B5)

Hirnstoffwechsel, Fettabbau, Nervensystem

~6 mg

Fisch, Eigelb, Hülsenfrüchte, Pflaumen, Reis, Spargel, Pilze





11.5 Liste der Mineralstoffe & Spurenelemente:

Mineralstoffe & Spurenelemente

Wird benötigt für Aufgaben im Körper

Durchschnittlich benötigte Menge für einen Erwachsenen

Vorkommen

Calcium = Kalzium

Zähne und Knochen, Nervenimpulse, Unterstützung von Muskelkontraktionen

~1.000 mg

Gemüse, Milchprodukte

Chrom

Blutzuckerspiegel, Fettverbrennung, Kohlenhydratverwertung

~0,070 mg

Gemüse, Obst, Honig, Nüsse, Vollkorngetreide

Eisen

Sauerstofftransport im Blut, Enzyme, Energiegewinnung bei Ausdauerleistung

~12 mg

Gemüse, Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Nüsse, Sojaprodukte

Fluor

Zahnschmelz, Knochen, Gelenk-Bänder und Bindegewebe

~3,5 mg

Meerestiere, Walnüsse, Sojaprodukte, Schwarztee, Kaffee, Mineralwasser

Jod

Schilddrüse, Kohlenhydrat- und Fett-stoffwechsel

~0,200 mg

Jodsalz, Seefisch, grünes Gemüse

Kalium

Wasserhaushalt, Nervenimpulse, Muskelarbeit, Herzrhythmus, Aktivierung von Enzymen

~2.000 mg

Gemüse, Vollkorngetreide, Bananen, Hülsenfrüchte

Kupfer

Enzyme, Rote Blutkörperchen, Nervensystem

~1,2 mg

Nüsse, Hülsenfrüchte, Kakao, Buchweizen

Magnesium

Sehnen und Knochen, Nervenimpulse, Blutgerinnung, Enzyme

~330 mg

Gemüse, Nüsse, Hülsenfrüchte, Sojabohnen, Getreide, Mineralwasser

Mangan

Eiweiß- und Energiestoffwechsel, Entgiftung

~ 3,5 mg

Nüsse, Hülsenfrüchte, Haferflocken, Schwarztee

Molybdän

Enzyme, Übertragung von Elektronen im Gehirn

~0,075 mg

Gemüse, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Getreide, Mineralwasser

Natrium & Chlorid

Wasserhaushalt, Herzrhythmus, Nervenimpulse, Kreislaufstabilisierung, Enzyme

~550 mg

Ein Gramm Salz enthält ca. 500 mg Natrium

Phosphor

Knochen, Muskelkontraktion, Energiegewinnung in Zellen, körperliche Ausdauer

~700 mg

Gemüse, Hülsenfrüchte, Milchprodukte, Bohnen, Vollkorngetreide

Selen

Schutz der Zellen vor Oxidation, Krebs-Vorsorge, Elastizität des Körpergewebes, Entgiftung

~0,050 mg

Fisch, Paranüsse, Hülsenfrüchte, Sesam,  Vollkorngetreide, Sojabohnen

Zink

Wundheilung, Wachstum, Immunsystems, Haut, Haare, Enzyme

~8 mg

Fleisch, Vollkorngetreide, Gemüse, Bohnen, Hülsenfrüchte

Nickel + Schwefel + Vanadium + Zinn

 

Nicht relevant da Mangelerscheinungen nicht bekannt sind.

 






11.6 Schonende Zubereitung zur Erhaltung der Vitamine:

Besonders die wasserlöslichen Vitamine (alle B-Vitamine, sowie Vitamin C) sind relativ empfindlich gegen Licht, Sauerstoff und Erhitzung. Fettlösliche Vitamine (A, D, E und K) hingegen halten da schon deutlich mehr aus. Mineralstoffe und Spurenelemente hingegen sind nahezu unempfindlich gegen äußere Einflüsse. Mit den folgenden Tipps könnt Ihr dazu beitragen, dass während der Zubereitung der Speisen, möglichst viele Vitamine erhalten bleiben. Selbstverständlich lassen sich nicht alle Tipps immer umsetzen.





So machen sie es richtig-Koch
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  • Braten und Backen: Möglichst bei niedrigeren Temperaturen. Zum Beispiel reicht bei einem Backofen mit Umluft, eine Temperatur von 160 Grad (anstatt z.B. 200 Grad) oft aus. Die Garzeit dauert zwar ein wenig länger, ist dafür aber ganz allgemein Vitamin-schonend und ihr spart nebenbei auch noch etwas Energie. Es bilden sich bei geringeren Temperaturen auch weniger krebserregende Schadstoffe an den Lebensmitteln, wie z.B. bei angebranntem Fleisch.
     
  • Beim Kochen kann man die Herdplatte nach dem Aufkochen der Zutaten so klein einstellen, dass nur noch „geköchelt“ wird, bis die benötigte Garung erreicht ist. Dieses hilft ebenfalls, die Nährstoffe zu schonen. Es ist auch besser eine etwas kürzere Zeitspanne zu garen, damit das Gemüse noch ein wenig „Biss“ beibehält, anstatt das Gemüse ganz weich zu kochen und somit die Vitamine zu zerstören.
     
  • Es lohnt sich generell, das Gemüse, den Salat und das Obst nicht in "zu viele kleine Stücke" zu zerschneiden. An den Schnittstellen gehen nämlich sonst (an der Luft oder im Kochwasser) in kürzester Zeit, relativ viele Nährstoffe verloren.
     
  • Auch das gründliche Durchkauen ist sehr hilfreich, damit der Darm eine höhere Menge an Nährstoffen aufnehmen kann. Ganz besonders gilt dieses für Rohkost-Speisen. Wenn wir z.B. ungekochte Möhren gut durchkauen, kann der Darm 3x so viel Vitamin A aufnehmen.
     
  • Speisen sollte man auch nicht allzu lange Zeit warm halten.
     
  • Verwendet weiterhin auch möglichst wenig Wasser beim Kochen, damit nicht zu viele Nährstoffe ausgeschwemmt werden. Für Kartoffeln und Gemüse reicht es zum Beispiel aus, wenn der Boden des Topfes mit ca. 2 cm Wasser bedeckt wird. Wenn Ihr anschließend den Topf mit dem Deckel schließt, sammelt sich der heiße Wasserdampf im Kochgefäßes, welcher dann den gesamten Inhalt dünstet. Man sollte hierbei allerdings zwischendurch öfters mal umrühren. Ein weiterer Vorteil bei dieser Art der Zubereitung ist, dass das Gemüse auch den Geschmack beibehält. Es gibt auch spezielle Dampfkochtöpfe, bei denen man besonders wenig Wasser benötigt.
     
  • Das Kochwasser sollte man natürlich nicht wegschütten, sondern für eine Soße weiterverwenden. Optimalerweise verwendet Ihr genau so viel Kochwasser, wie für die gewünschte Soßen-Menge.
     
  • Lagert das Gemüse und den Salat nicht zu lange, sondern verzehrt es möglichst noch frisch. Je frischer nämlich Gemüse und Salate sind, desto intensiver ist auch deren Geschmack und desto höher ist auch der Anteil an Vitaminen, Antioxidantien und sekundären Pflanzenstoffen. Tiefgefrorenes Gemüse enthält in der Regel auch reichlich Nährstoffe.
     
  • Am Geschmack erkennt man übrigens auch die gute Qualität: Je besser und intensiver das Aroma und der Geschmack sind, desto höher ist in der Regel auch die Anzahl der „aktiven lebendigen“ Nährstoffe.
     
  • Obst sollte zum "optimalen Reifezeitpunkt" verzehrt werden, also Bananen zum Beispiel, wenn sie die gelbe Farbe erreicht haben.
     
  • Viele Obst und Gemüse-Sorten lassen sich auch ungeschält verzehren. Üblicherweise befinden sich die meisten Nährstoffe direkt unter der Schale, weswegen diese manchmal etwas bitter schmeckt. Doch eine Frucht entfaltet Ihren Geschmack mit ihrem ganzen Aroma ja gerade dadurch, wenn wir das süße Fruchtfleisch zusammen mit der etwas bitteren Schale, verzehren.
    Wichtig ist dann allerdings, das Obst und Gemüse vor dem Verzehr (wegen der Pflanzenschutzmittel) mit Wasser gründlich abzuwaschen.



     

Weiterführendes Thema:

Nährstoffverluste beim Kochen vermeiden
 






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12.  Zusatzinformationen über die verschiedenen Nahrungsgruppen- und Bausteine:



12.1 Allgemeines über Kohlenhydrate:

Kohlenhydrate aus Brot, Reis, Nudeln oder Haushaltszucker, bestehen aus einzelnen Zuckermolekülen, welche "in einer Kette" zusammenhängen.

Gesunde Kohlenhydrate aus Vollkornprodukten bestehen aus einer "langen Kette", nämlich aus bis zu 8 zusammenhängenden Zuckermolekülen (langkettig). Dieses ist für unseren Körper gesund, weil die Kohlenhydrate auch einen längeren Zeitraum benötigen bis sie verdaut sind, nämlich bis zu 4 Stunden.

Weißmehlprodukte und Haushaltszucker hingegen bestehen aus nur 2 zusammenhängenden Zuckermolekülen (kurzkettig), welche schon nach 1-2 Stunden verdaut sind, und dann wieder ein erneutes Hungergefühl auslösen.

Warum Vollkornprodukte mit langkettigen Kohlenhydraten deutlich gesünder sind als Weißmehlprodukte, findet Ihr ausführlich beschrieben auch auf unserer Seite:
Unser-tägliches-Brot.



Der Organismus braucht kontinuierlich eine gewisse Menge an Zucker-Molekülen, welche aus den Kohlenhydraten gewonnen werden. Diese sind notwendig, um den Blutzuckerspiegel ausreichend hoch zu halten, damit dem Körper durchgehend Energie zur Verfügung steht. Falls dem Körper keine Nahrungsmittel aus Kohlenhydraten zur Verfügung stehen, kann er aber jederzeit auf Zucker-Reserven aus den Muskeln zugreifen. Zudem kann der Körper sogar selbst Zucker herstellen, indem er Fett oder Eiweiß in Zucker umwandelt.


Die meisten Menschen nehmen deutlich mehr Kohlenhydrate zu sich, als empfohlen wird. Kohlenhydrate liefern dem Körper zwar schnelle Energie, jedoch verändern sie den Stoffwechsel auf eine ungesunde Weise, zumindest wenn wir "zu viele" davon zu uns nehmen. Weitere Details dazu findet Ihr ebenfalls oben in dem Link "Unser-tägliches-Brot".

Viele Kohlenhydrate fördern daher das Übergewicht.
Besonders ungünstig sind Weißmehl-Produkte und weißer Zucker.


100 – 150 Gramm an Kohlenhydraten am Tag wären ein gutes Maß,
bevorzugt allerdings aus Vollkornprodukten.




 

12.2 Allgemeines über Öle und Fette:
Auch bei den Ölen und Fetten gibt es eine Reihe unterschiedlicher Sorten, welche auf unserer Seite "Öle und Fette"  sehr ausführlich beschrieben werden. Dort findet ihr alle relevanten Informationen, zum Beispiel welche Öle und Fette besonders gesund sind, und wie viel man von diesen benötigt.



 

12.3 Allgemeines über Eiweiß / Proteine:
Proteine sind sehr wichtige Bestandteile unseres Körpers, besonders für die Muskeln. Ein expliziter Vorteil von Eiweiß ist, dass es im Allgemeinen gut sättigt, wenige Kalorien enthält, und den Stoffwechsel anregt. Daher sind eiweißreiche Mahlzeiten besonders zum Abnehmen gut geeignet. Aber auch im Sinne einer gesunden Ernährung sind Proteine besonders empfehlenswert. Aus Eiweiß produziert der Körper nämlich unter anderem Muskeln, Haut, Haare, Hormone und Immunzellen. Weiterhin kann ein Teil des Eiweißes auch in Zucker (Energie) umgewandelt werden. Ganz besonders gesund sind die pflanzlichen Eiweiße aus Hülsenfrüchten, wie zum Beispiel Bohnen, Linsen, Kichererbsen, Sojabohnen und Nüssen. Für eine gesunde Ernährung lohnt sich daher unbedingt, weniger Brot/Nudeln/Reis (Kohlenhydrate) zu konsumieren und stattdessen mehr Eiweiß.





12.4 Allgemeines über Gemüse und Salate:
Gemüse und Salate sind die gesündesten Lebensmittel die die Natur uns bietet. Sie stecken voller Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine, sekundärer Pflanzenstoffe und gesunder Ballaststoffe. Dieses sind alles Stoffe, welche äußerst heilsam auf unseren gesamten Organismus wirken. Weiterhin enthalten Gemüse und Salate nur wenig Fett und Kohlenhydrate. Optimaler Weise sollten wir täglich mindestens 500 Gramm an abwechslungsreichem Gemüse und Salat zu uns nehmen.



 

12.5 Allgemeines über Obst:
Obst steht an zweiter Stelle der gesündesten Lebensmittel. Denn auch Obst enthält hohe Mengen an Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine, sekundärer Pflanzenstoffe und gesunder Ballaststoffe. Ein kleiner Nachteil gegenüber dem Gemüse ist, dass unsere modernen Obst-Sorten recht stark „überzüchtet“ sind. Dadurch enthält ein „moderner“ Apfel zum Beispiel kaum noch sekundäre Pflanzenstoffe, stattdessen aber mehr an Zucker. Trotz diesem Nachteil, ist Obst aber immer noch sehr gesund. Ältere Obstsorten, welche weniger überzüchtet sind, sind jedoch nahrhafter. Ältere Obstsorten erkennt man übrigens daran, dass die Früchte meist kleiner sind, nicht so süß schmecken, nicht so „perfekt“ aussehen und mehr (natürliche) Kerne enthalten. BIO-Obst ist zum Beispiel in der Regel weniger überzüchtet.



 

12.6 Allgemeines über Hülsenfrüchte:
Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen, Linsen, Sojaprodukte sowie Nüsse sind eine ganz besondere Form an gesunden Lebensmitteln: Sie enthalten nämlich relativ wenig Kohlenhydrate (welche auch noch langkettig sind), dafür aber viel Eiweiß und reichlich an gesunden Ballaststoffen. Weiterhin enthalten sie besonders viele Vitamine aus der "B-Grupe" sowie Mineralstoffe, welche sich sonst vorwiegend nur in Milch- und Fleischprodukten befinden. Die hervorragende gesundheitliche Wirkung von Hülsenfrüchten wird oft unterschätzt. Täglich eine Mahlzeit mit Hülsenfrüchten wäre optimal. Erfreulicherweise werden ungefähr 30% der Kalorien aus Hülsenfrüchten von unserem Körper erst gar nicht verwertet. Das bedeutet, wenn Ihr also zum Beispiel 600 kcal Hülsenfrüchte gegessen habt, nimmt der Körper davon aber nur 400 kcal an Energie tatsächlich auf.






Bunte Hülsenfrüchte-Vielfalt

© andriigorulko / 123RF





12.7 Die richtige Zubereitung von Hülsenfrüchten:
Einige Hülsenfrucht-Sorten enthalten von Natur aus, wenn sie noch unbehandelt sind, also „getrocknet“, gesundheitsschädliche Substanzen. Diese benötigen dann eine vorgeschriebene Form der Zubereitung, welche in der Regel auf der Produkt-Verpackung angegeben ist. Getrocknete Bohnen, Erbsen und Kichererbsen zum Beispiel müssen über mindestens 12 Stunden (oder gerne länger) bei Zimmertemperatur in reichlich(!) Wasser eingeweicht werden. Dieses Wasser vom Einweichen muss dann am Schluss weggeschüttet werden, weil sich darin die Giftstoffe befinden. Mit neuem ungesalzenem(!) Wasser wird dann je nach Sorte, ca. 30 – 60 Minuten schonend gegart, bis die Bohnen, Erbsen, Kichererbsen, etc. wirklich ganz weich geworden sind. Wenn diese nämlich noch "Biss" hätten, würden sie immer noch schadhaltig sein. Am Ende der Garzeit könnt ihr übrigens nach Belieben salzen.
Bei dieser Vorgehensweise der Zubereitung werden die schädlichen Substanzen vollständig abgebaut!


Linsen hingegen können übrigens ohne eine solche Vorbereitung direkt gekocht werden.
Und Nüsse können ja bekannter Weise ebenfalls direkt verzehrt werden.







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13.  Weitere Themen & Fragen zur Ernährung:
 

13.1 Zubereitung in der Mikrowelle:
Die Zubereitung von Speisen in der Mikrowelle wirkt sich leider nachteilig aus. Der Grund liegt nicht an der Strahlung selbst, sondern darin, dass die Zellen so extrem schnell erhitzt werden, das die "Molekularstruktur" der Zellen verformt wird. Auch die wertvollen Antioxidantien werden zum größten Teil abgetötet. Eine Mikrowelle sollte daher nicht regelmäßig zur Erwärmung von "gesunden Speisen" genutzt werden. Wenn Mahlzeiten aber eh nicht allzu viele Nährstoffe enthalten, macht es auch nicht allzu viel aus, wenn diese gelegentlich in der Mikrowelle aufgewärmt werden.




13.2 Gluten in Getreideprodukten:
Das Thema Gluten ist auch sehr weit verbreitet. Einige vertreten die Meinung, dass Gluten grundsätzlich sehr schädlich ist, und andere sagen: "Gluten schadet nur den Menschen, welche eine Gluten-Intoleranz haben". Ansonsten wäre Gluten aber unbedenklich.

Zunächst: Gluten ist ein Bestandteil im Getreide, nämlich der Eiweiß-Kleber. Besonders viel Gluten kommt in Weizen vor, gefolgt von Dinkel und Roggen. Wenig Gluten hingegen enthalten Haferflocken.

Das Gluten selbst ist für den Darm des Menschen nicht so optimal zum "Verdauen" geeignet, und verursacht dort gewisse Schwierigkeiten. Die Verdauung kann aber -je nach Veranlagung des Menschen- ein Leben lang damit "einigermaßen gut" zurecht kommen. Andere Menschen haben aber mit der Verdauung des Glutens Schwierigkeiten, und leiden unter Verdauungsstörungen wie z.B. Durchfall oder Schmerzen. Einige andere Menschen, leiden sogar an Migräne oder vielerlei anderen Krankheiten, welche durch das Gluten-Problem "verstärkt" werden. Wer also tendenziell kränklich veranlagt ist, für den lohnt es sich einmal auszuprobieren, ob es ihm gesundheitlich besser geht, wenn er sich 4 Wochen lang Glutenfrei (also gar kein Gluten) ernährt. Wenn es ihm dabei tatsächlich besser geht, lohnt es sich erneut 4 weitere Wochen auszuprobieren, ob die Beschwerden auch bei einer Glutenarmen (also nur wenig Gluten) Ernährung gering ausfallen. Denn nur die allerwenigsten Menschen profitieren von einer ganz strengen 100% Glutenfreien Diät - bei welcher man auf sehr viele Lebensmittel verzichten müsste.

Ein weiteres Problem mit dem Gluten liegt auch darin, dass immer mehr davon in unseren Lebensmitteln vorkommt. Dank zusätzlichem Gluten, können zum Beispiel die Backergebnisse von Brot verbessert werden. Und auch in ganz anderen Fertig-Lebensmitteln, wird teilweise zusätzliches  Gluten (Weizeneiweiß) hinzugefügt. Dadurch konsumieren die Menschen durchschnittlich immer mehr davon, weil eben in vielen Lebensmitteln immer mehr davon enthalten ist.


Weiterhin gibt es auch gewisse problematische "andere Stoffe" welche im Gluten vorkommen, wie zum Beispiel das Pestizid "Glyphosat". Hierbei ist nicht das Gluten selbst das Problem, sondern eben das besagte Pestizid, welches sich in dem Gluten befindet. Es gibt etliche Studien die beweisen, dass Glyphosat sehr gesundheitsschädlich ist. Es gibt allerdings auch andere Studien die behaupten, dass Glyphosat unbedenklich ist. Hier ist dann immer die Frage, welche Studien "sinnvoll durchgeführt" wurden. Manche Hersteller geben nämlich selbst Studien in Auftrag, um Ihre eigenen Produkte zu bewerten - wodurch das Ergebnis der Studie natürlich als "fragwürdig" angesehen werden kann.

Es gibt auf jeden Fall immer mehr Menschen, die mit Gluten ein Problem haben, soviel steht fest. Daher kann man allgemein empfehlen, lieber weniger davon zu sich zu nehmen. Das geht am leichtesten, indem man weniger Weizenmehl-Produkte zu sich nimmt, und indem man Lebensmittel vermeidet, welche größere Mengen von "Weizeneiweiß" enthalten. Zum Beispiel besteht "Seitan" größtenteils aus Gluten.






13.3 Ist die Kritik an Palmfett / Palmöl gerechtfertigt?
Viele Lebensmittel-Hersteller verwenden in Ihren Produkten inzwischen Palmfett. Der große Vorteil von Palmfett liegt darin, dass es sich hierbei um ein natürliches und "festes" Fett handelt, welches aber keine gesundheitsschädlichen Transfette enthält. Auch ist Palmfett ein gesundes Fett, obwohl es viele "gesättigten Fette" enthält. Bei diesen gesättigten Fetten handelt es sich um eine besondere Form, nämlich die gesundheitsförderlichen "mittelkettigen" Fette. Vom gesundheitlichen Aspekt betrachtet, ist Palmfett also eine deutlich gesündere Alternative zu den sonst üblichen industriell hergestellten gehärteten Fetten.

Kritisiert wird die Verwendung von Palmfett jedoch zurecht, weil in der konventionellen Industrie große Flächen an kostbarem Regenwald gerodet werden, um dort die Palmen als "Monokultur" anzubauen. Wenn Ihr dieses nicht unterstützen möchtet, könnt Ihr aber trotzdem ganz allgemein zu Bio-Produkten die Palmfett enthalten greifen, denn bei "Bio" wird auf Nachhaltigkeit und Schonung der Natur geachtet.







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14.  Vorteile einer vegetarischen Ernährung:


Zunächst: Keine Panik, Ihr müsst jetzt nicht alle zu Vegetariern werden. wink Für eine gesunde Ernährung ist es nämlich nicht erforderlich auf Fleisch und Fisch komplett zu verzichten. Jedoch trägt ein geringerer Fleischkonsum zu unserer Gesundheit bei. Wenn Ihr ein wenig Mut habt, stellt Euch auch den Tatsachen, warum ein erhöhter Fleischkonsum nicht so gut ist. Zum Beispiel schadet ein höherer Konsum von Fleisch der Umwelt, er ist zudem eine "Tortur" für die Tiere und trägt auch noch zur Verknappung der Lebensmittel weltweit bei.

Im folgenden Abschnitt findet Ihr 7 Themenpunkte über die ungünstigen Auswirkungen des Fleischkonsums. Vielleicht motiviert Euch diese ja, doch etwas „weniger“ auf Fleisch-Produkte zuzugreifen. Denn man muss sich ja nicht gleich ganz radikal "für" oder "gegen" etwas entscheiden:


 

  • 14.1  Eine gute Menge wäre 400 Gramm Fleisch pro Woche:
    Fleisch in geringen Mengen, also die empfohlenen 400 Gramm pro Woche, schadet der Gesundheit auf keinen Fall. Die Menschen in Deutschland essen durchschnittlich jedoch 1700 Gramm Fleisch pro Woche. Und dass, obwohl es ca. 7 Millionen Vegetarier in Deutschland gibt, welche in den "1700 Gramm" mit einbezogen sind.
    Wenn wir die Vegetarier aber einmal außer acht lassen, konsumiert nämlich jeder Nicht-Vegetarier in Deutschland sogar durchschnittlich 2000 Gramm Fleisch pro Woche. Denn nicht nur das Schnitzel besteht ja aus Fleisch, sondern auch die Bolognese-Soße, die Salami auf der Pizza, und auch die Mortadella oder der Schinken auf dem Brot. Dies alles zusammen, summiert sich pro Woche dann auf durchschnittlich 2 Kilogramm pro Kopf. Das ist eine erhebliche Menge, nämlich fünf Mal so viel als empfohlen wird. Dieses wirkt sich dann auch nachteilig auf die Gesundheit aus.
    So viel Fleisch erhöht den LDL-Cholesterinspiegel, es enthält viele ungesunde gesättigte Fettsäuren und zu viele Purine. Übermäßiger Konsum von Fleisch erhöht auch erwiesenermaßen das Krebsrisiko.
    Zudem wird Fleisch oft gebraten, gegrillt oder gebacken serviert. Durch diese Form der Zubereitung entstehen angebrannte Stellen, welche in hohem Maße krebserregende Stoffe enthalten.



     
  • 14.2 Das Leid der Tiere:
    Wir sollten auch der Tatsache ins Auge sehen, dass die meisten Tiere, welche für unseren Fleischkonsum Ihr Leben hingeben müssen, dafür ein wahres Martyrium erleben müssen. Ihr (kurzes) Leben lang, werden diese auf engstem Raum, wie in einem „Gefängnis“ zusammengepfercht. Sie bekommen Tag für Tag als Nahrung denselben „Industrie-Fraß“ vorgesetzt. Tiere, die nicht „spuren“, werden mit Gewalt gezwungen. Sobald die Tiere Ihr optimales Gewicht erreicht haben, geht es auf eine anstrengende Reise (Transport) zum Schlachthof. Oft müssen die Tiere länger als 24h ohne Nahrung in einem LKW ausharren. Zum Schluss werden die Tiere per Fließband – meist maschinell – „getötet“. Dazu sagt man dann üblicherweise "Schlachten" - dieser Begriff klingt weniger brutal, als es für die Tiere tatsächlich bedeutet.
    Hühner zum Beispiel, werden üblicherweise an ihren Füßen aufgehangen, sodass der Kopf nach unten hängt. Das Fließband führt dann die Hühner an ein Wasserbad das unter Strom steht. Darin werden die Köpfe der Hühner eingetaucht, die nun betäubt werden sollen. In der Praxis funktioniert die Betäubung aber oft nicht zuverlässig. Jedenfalls führt das Fließband automatisch weiter an ein elektrisches Messer, an welchem die Köpfe der Hühner, im Sekundentakt abgeschnitten werden. Auf diese Weise werden jeden Tag in Deutschland ca. 127.000 Hühner geschlachtet. Bei 12 Arbeitsstunden am Tag entspricht dieses 3 Hühner pro Sekunde. Und diese Menge entspricht der Schlachtung allein in Deutschland...




                              Unwürdige Hühnerhaltung
                                                                                                  123branex / 123RF






    Es lohnt sich bewusst zu machen, dass wir beim Einkauf von Fleischprodukten, mit unserem Geld Firmen unterstützen, die auf diese Art und Weise mit unseren Mitgeschöpfen umgehen. Jeder einzelne Euro nämlich, den wir an der Kasse für Fleisch bezahlen, landet in der Portokasse der Tierindustrie!

    Aus meiner Sicht klingt es nach einer Ausrede, wenn die Fleisch-Industrie folgendermaßen ihr Vorgehen rechtfertigt: "Die Konsumenten wollen täglich Ihr (billiges) Fleisch, wir machen ja nur, was die Konsumenten verlangen." Die Fleisch-Konsumenten hingegen berufen sich oft auf diese Aussage / Ausrede: "Wir können doch nichts dafür, dass die Industrie so schlecht mit den Tieren umgeht." So schieben beide Parteien die Verantwortung dem jeweils "Anderen" zu. Keiner scheint aber bereit, sich selbst in die Kritik zu nehmen. Wenn wir nämlich weniger Fleisch konsumieren würden, würden wir auch automatisch dafür sorgen, dass die Tiere besser behandelt werden könnten. Denn weniger Nachfrage nach Fleischprodukten, würde auch den Druck auf die Hersteller verringern, die Produktion bis ans äußerste Limit zu treiben, was wiederum einen besseren Umgang mit den Tieren ermöglichen würde, anstelle diese z.B. in Ställe einzupferchen, wo sie das Tageslicht nie erblicken können.


     
  • 14.3 Zusatzstoffe im Tierfutter:
    Fleischprodukte enthalten oft ungesunde Zusatzstoffe, wie zum Beispiel das „Ethoxyquin“, welches ein Konservierungsstoff für das Tierfutter ist. Das Tierfutter in der konventionellen Industrie ist ein hoch konzentriertes Kraftfutter, welches durchschnittlich 15 verschiedene Zusatzstoffe enthält. Viele davon finden sich später im Fleischprodukt wieder, welches wir wiederum konsumieren. Aber auch medizinische "Reste" wie z.B. Antibiotika-Rückstände finden sich ebenso in vielen Fleischprodukten.


     
  • 14.4 Weltweite Ressourcen:
    Auch „ökologisch betrachtet“, wirkt sich ein hoher Fleischkonsum nachteilig aus. Denn um Fleisch "zu produzieren", ist ein sehr hoher Energie-Aufwand notwendig, besonders da das ganze Futter ja nur für die Tiere erzeugt werden muss. Wissenschaftler haben ausgerechnet, dass umgerechnet für 1 Kilogramm Fleisch, durchschnittlich 12 KG Getreide hergestellt werden müssen. Durch den hohen Fleischkonsum werden die Lebensmittel weltweit immer knapper, und dadurch immer teurer. Fast die Hälfte der weltweiten Getreideernte landet im Tierfutter! Für einen Europäer macht es nicht viel aus, ob das Brot 1,50 EUR, 2,50 EUR oder 3,50 EUR kostet. Aber für Menschen die in Armut leben bedeutet eine solche Preiserhöhung, dass sie statt 2 Scheiben Brot, sich vielleicht nur noch 1 Scheibe Brot am Tag leisten können.

    Wenn wir also weniger Fleisch konsumieren, werden hohe Mengen an „Ressourcen“ frei, die für den Anbau von Getreide und Gemüse genutzt werden können. Dieses würde die Preise für Lebensmittel senken. Und dieses würde dafür sorgen, dass auch Menschen in Armut sich ausreichend Nahrung leisten können.

    805 Millionen Menschen (2014) auf der Welt haben nicht genug zu essen, das bedeutet jeder neunte Mensch, geht abends hungrig zu Bett.



     
  • 14.5 Der Wasserverbrauch:
    Auch der Wasserverbrauch ist für die Fleischproduktion erheblich höher als für Getreide. Um 1 Kg Fleisch herzustellen, benötigt die Industrie durchschnittlich ca. 16.000 Liter an kostbarem Wasser. 1 Kg Getreide hingegen benötigt ungefähr nur 1.500 Liter. Die Fleischproduktion benötigt also ca. 10x so viel Wasser.

    In den Industrieländern ist das Problem mit der Wasserknappheit wenig Thema, aber weltweit gesehen leidet schon jeder dritte Mensch unter Trinkwassermangel. Täglich sterben weltweit ca. 5000 Kinder weil es Ihnen an sauberem Wasser fehlt. Durch den Klimawandel nimmt zudem die Wasserknappheit weiter zu.
    Ein geringerer Verbrauch an Fleisch, wäre also ebenfalls eine effektive Möglichkeit, um die hohe Mengen an kostbarem Trinkwasser einzusparen.



     
  • 14.6 Kohlendioxid:
    Zuletzt benötigt die Herstellung von Fleisch erheblich mehr Co2, als es bei Getreide oder Gemüse der Fall ist. So entstehen für 1 KG Rindfleisch durchschnittlich 35 KG Kohlendioxid – so viel benötigt ein Auto bei einer Fahrt von 200 KM.
    1 KG Gemüse benötigt hingegen im Vergleich nur 0,15 KG Kohlendioxid – und 1 KG Brot benötigt nur ca. 0,8 KG an Co2, um es herzustellen.
    Die hohen Mengen an Co2, welche durch unsere Industrie entsteht – unter anderem durch unserem Fleischkonsum – treibt die Klimaerwärmung immer weiter an.

    Diese führt in einigen Regionen unserer Erde zu immer häufigeren Regenausfällen, wie z.B. im nahen Osten, aber auch in Latein-Amerika. Experten vermuten, dass die Konflikte und Unruhen im nahen Osten (zum Beispiel in Syrien), besonders durch die jahrelangen Regenausfälle ausgelöst wurden. Dadurch sind die Länder ausgedörrt. Bauernhöfe müssen aufgegeben werden, und die meisten Menschen leben dadurch am Existenz-Minimum. Wenn die Menschen keine Perspektiven mehr sehen, fördert dies Unruhen und Widerstände in den betreffenden Ländern.

    Weniger Fleischkonsum bedeutet also auch in diesem Falle: Schonung der Umwelt, sowie weniger Armut und Leid in den jeweiligen Ländern der Welt.



     
  • 14.7 Wichtige Nährstoffe im Fleisch:
    Viele Menschen berufen sich auch darauf, dass im Fleisch doch wichtige Nährstoffe enthalten sind, welche wir sonst nirgendwo anders herbekommen. Ja, sicherlich bietet Fleisch einige Nährstoffe an, welche in pflanzlicher Nahrung seltener vorkommen. Aber wenn wir auf ein paar Dinge achten, ist das kein Problem mehr:

    Fast alle Nährstoffe welche sonst vorwiegend in Fleischprodukten vorkommen, finden wir auch in den Hülsenfrüchten, z.B. Bohnen, Linsen, Erbsen, Sojaprodukte und Nüsse. Vegetarier sollten daher täglich eine Portion an Hülsenfrüchten zu sich nehmen.

    Achtet als Vegetarier darauf, ausreichend Eiweiß zu Euch zu nehmen, optimaler Weise erreicht Ihr durchschnittlich 1 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht am Tag.

    Lediglich das Vitamin B12 ist der einzige Nährstoff, der ausschließlich in tierischen Produkten vorkommt. Daher würde ich Euch empfehlen, Milchprodukte und Eier in BIO-Qualität zu konsumieren, um auf diese Weise alle Nährstoffe abzudecken. Es gibt aus "ernährungstechnischer Sicht" jedoch kein "Muss", Fleisch oder Fisch in unseren Speiseplan zu integrieren.

    Wer trotzdem auch auf Milchprodukte ganz verzichten möchte (vegan) oder sogar muss (Krankheit), benötigt täglich 1-2 Portionen (insgesamt ca. 200 Gramm) Hülsenfrüchte. Ergänzend sollten Veganer das Vitamin B12 in Tabletten-Form zu sich nehmen. Denn selbst bei Algen und weiteren angeblichen pflanzlichen B12-Lieferanten, ist der tatsächlich verwertbare B12-Gehalt
    noch nicht nachgewiesen. Für den Körper ist aber sehr wichtig, dass er ausreichend mit Vitamin B12 versorgt ist. Ansonsten wäre nach 5-10 Jahren der „Speicher“ leer, und dann können die „seltsamsten“ Beschwerden und Krankheiten auftreten.




     

 

14.8 Fazit und Tipps:

Wie Ihr jetzt vielleicht versteht, gibt es so einige Gründe, welche für die Reduzierung von Fleischkonsum sprechen. Manche sagen: „Gemüse und Salat, das ist doch nur was für Kaninchen!", oder "Für einen „richtigen Mann“ ist nur Fleisch eine vernünftige Nahrung“. Nunja, also ich finde solche Aussagen ein wenig belustigend, denn sie offenbaren längst schon überholte Denkweisen. Und zudem: Es gibt sogar Vegetarier und Veganer unter den Bodybuildern!!!



 

Es geht aber nicht darum, wie oben schon erwähnt, dass wir nun alle auf den Fleischkonsum verzichten müssen. Auch ein geringerer Konsum bringt schon sehr sehr viel. Vielleicht kann man zum Beispiel ausprobieren, einen "vegetarischen Tag" pro Woche einzubauen, was erfreulicherweise einige Menschen bereits schon tun. Damit können sich einige gut anfreunden und merken dabei, dass es sich auch mit weniger Fleisch gut leben lässt. Man kann sich ja für diesen besagten Tag nach einem leckeren vegetarischen Rezept umschauen, denn diese gibt es ja im Internet "en Masse".

Alternativ kann man auch versuchen, allgemein weniger Fleisch zu konsumieren, und stattdessen mehr Gemüse und Hülsenfrüchte zubereiten. 

Auch gibt es „vegetarische“ Fleischbeilagen die ein guter Ersatz für "echtes Fleisch" sind. Auf den tollen "Senfgeschmack" bei "Würstchen" muss also nicht verzichtet werden. Einige Hersteller haben sich darauf spezialisiert aus zum Beispiel Soja „Fleisch-ähnliche“ Produkte herzustellen. Die schmecken nicht alle gut, aber es lohnt sich durchzuprobieren, denn einige sind sehr schmackhaft und enthalten zudem gesunde Nährstoffe und viel Eiweiß - eine abwechslungsreiche Beilage zur Hauptmahlzeit!




Beim Fleischeinkauf, lohnt es sich übrigens auch, zu Bio-Produkten zu greifen. Hierbei ist die Haltung der Tiere ein ganzes Stück besser als in der konventionellen Tierhaltung: Die Tiere bekommen mehr Platz, dürfen in Herden (gemeinschaftlich) zusammen leben und bekommen natürliche und abwechslungsreichere Nahrung, denen keine Hormone und Antibiotika beigesetzt sind. Geschlachtet werden die Tiere natürlich trotzdem, aber immerhin ist das Leben nicht ganz so leidvoll als bei der herkömmlichen Tierhaltung. Zuletzt schmeckt Bio-Fleisch auch deutlich besser und intensiver als herkömmliches Fleisch. Es enthält mehr gesündere Inhaltsstoffe und ist weniger mit Zusatzstoffen angereichert.



Bei Fleisch in Fertiggerichten, vom Schnell-Imbiss sowie bei Fastfood, muss man leider immer davon ausgehen, dass es aus der billigsten, und damit für die Tiere schlimmsten Form der Massentierhaltung hergestellt wurde.






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15.  Die Bedeutung von Bio-Produkten:


Auch über Bio-Produkte möchte ich ein wenig schreiben.
Viele Menschen sehen bei dem Begriff
„BIO“ direkt schwarz. wink

Dabei handelt es sich bei diesen Produkten um völlig normale Lebensmittel, welche lediglich unter „strengeren Regeln“ hergestellt wurden: Bei Bio geht es nämlich darum, dass weniger Chemie zum Einsatz kommt und das die Natur hierbei mehr geschont wird.


Bio-Hersteller werden von unabhängigen Kontrollstellen regelmäßig und unangemeldet geprüft. Risiko-Betriebe, welche in der Vergangenheit negativ aufgefallen sind, oder Betriebe die nebenbei auch konventionell anbauen, werden "öfters" unangemeldet kontrolliert. Bio-Produkte erkennt Ihr an dem Bio-Siegel, welches auf der Verpackung abgedruckt ist.

 


Leider sind die Regeln bei dem europäischen Siegel weniger streng, als bei dem deutschen Siegel. Daher ist es besser, wenn ein Bio-Produkt neben dem europäischen Siegel, zusätzlich auch noch das deutsche Siegel enthält.



 

15.1 Die wichtigsten BIO-Regeln:

Im Folgenden findet Ihr eine Übersicht, mit den wichtigsten Unterschieden zwischen BIO und konventioneller Industrie:
 

  • Bei Bio-Produkten dürfen keine Pestizide verwendet werden;
  • Sie enthalten oft weniger Nitrate (krebserregend);
  • Sie enthalten keine Geschmacksverstärker, künstliche Farbstoffe, Aromen und Emulgatoren, sowie keine Konservierungsmittel;
  • Es sind nur sehr wenige unbedenkliche Zusatz-Stoffe erlaubt, und diese auch nur, wenn nachgewiesen werden kann, dass ohne den jeweiligen Zusatzstoff das Produkt erst gar nicht hergestellt werden kann;
  • In der Landwirtschaft dürfen keine Antibiotika und synthetische Hormone eingesetzt werden;
  • Bio-Produkte enthalten garantiert keine Transfette;
  • Bio-Produkte enthalten erheblich weniger Schadstoffe und Arzneimittelrückstände;
  • Gentechnik ist bei Bio nicht gestattet, auch kein gentechnisch verändertes Saatgut;
  • Bio-Produkte sind oft kleiner und sehen weniger "perfekt" aus. Sie wachsen optimaler Weiser langsamer und lagern dadurch auch weniger Wasser ein und haben daher auch oft mehr Geschmack;
  • Bio-Lebensmittel enthalten oft höhere Mengen an sekundären Pflanzenstoffen und auch mehr Vitamine und Mineralstoffe – je nach Sorte und Anbauverfahren;
  • Pflanzliche Eiweiße in Bioprodukten liegen meist in höherer Qualität vor;
  • Sie haben weiterhin einen höheren Anteil an Antioxidantien als konventionell angebaute Lebensmittel;
  • Bio-Hersteller müssen Ihre Produkte besonders schonend verarbeiten;
  • Ein Bio-Produkt darf nur maximal 5% aus konventionellen Zutaten bestehen, und das auch nur wenn nachgewiesen werden kann, dass kein "Bio-Ersatz" zur Verfügung stand.
  • Es werden erneuerbare, nachhaltige Ressourcen genutzt und die Erhaltung der hohen Boden- und Wasserqualität;


     
  • Tiere dürfen bei Bio nur bei tatsächlichen Erkrankungen schmerzhafte OP-Eingriffe erhalten, oder mit Antibiotika behandelt werden, anstatt präventiv;
  • Tiere erhalten gesünderes artgemäßes Futter, statt (krankmachendes) synthetisches Hochleistungs-Kraftfutter;
  • Tiere in Bio-Betrieben erhalten durchschnittlich ungefähr doppelt so viel Platz im Stall;
  • Weiterhin haben sie Anspruch auf tägliche Auslauffläche im Freien;
  • Viele Bio-Masttiere dürfen ca. doppelt so lange leben und wachsen, als Tiere in der konventionellen Tier-Industrie.



Wie Ihr sehen könnt sind Bio-Produkte völlig "normal". Es werden nämlich hierbei auf "moderne Optimierungs-Methoden", wie z.B. Gentechnik, Pflanzenschutzmittel, etc. verzichtet. Bis vor ca. 100 Jahren - bevor die Gentechnik z.B. erfunden wurde, waren alle Lebensmittel weltweit grundsätzlich „Bio“.



15.2 Kritiken an BIO?

Leider gibt es im Internet und TV-Sendungen einige Anti-Bio-Kampagnen, da die konventionelle Industrie den Widerstand der Bevölkerung befürchtet. Dadurch werden einige TV-Dokumentationen produziert welche behaupten, dass BIO kaum gesünder wäre, als die herkömmliche konventionelle Herstellung. Oder, dass bei BIO alles genauso schlecht wäre. Mit allen Mitteln wird bei manchen Kampagnen versucht, dass die Menschen weniger BIO-Produkten vertrauen.


Wer sich die Liste oben mit den Unterschieden zwischen Bio und konventionell angeschaut hat, wird jetzt nachvollziehen können, dass BIO deutlich gesünder sein "muss". Leider geben viele Menschen den Gedanken an BIO auf, nur weil es bei den BIO-Herstellern darunter "schwarze Schafe" gibt. Dabei gibt es ja auch genauso in der konventionellen Industrie schwarze Schafe. BIO trägt jedenfalls in weiten Teilen zu einer gesünderen Ernährung bei, aber auch zur Verringerung von Giften und Schadstoffen und damit zur Schonung unserer Umwelt.



Bei BIO-Produkten ist selbstverständlich auch nicht alles optimal, besonders bei der Haltung von BIO-Tieren sollte noch weiter nachgebessert werden. Aber vieles ist jetzt schon erheblich besser, als bei herkömmlicher Industrie-Herstellung. Auch den Tieren geht es dort besser, auch wenn es nicht allen wirklich "optimal" geht.

Auch bei manchen Billig-Bio-Herstellern die Ihre Produkte bei Discountern anbieten, ist es meiner Meinung nach durchaus fraglich, "wie gut" deren Produkte wirklich sind. Der Sinn von BIO ist nämlich eine "Lebensphilosophie", und nicht: "So billig wie nur möglich die Kriterien erfüllen um sich das Bio-Logo zu sichern." wink






Vitamin-Landschaft im Supermarkt
© pressmaster / Shotshop.com




15.3 Gründe des höheren Einkaufspreises:

Bio-Lebensmittel sind zwangläufig teurer, da auf "Optimierungen" der modernen konventionellen Industrie verzichtet wird: Öko-Bauern haben zum Beispiel mehr Arbeit, wenn die Tiere aus Ihrem Stall heraus dürfen. Natürliches Futter kostet in Bioqualität deutlich mehr als das Industrie-Kraftfutter, und die Tiere leben auch eine längere Zeitspanne, bis sie geschlachtet werden. BIO-Obst - und Gemüse bekommen ebenfalls eine längere Zeit zum Wachsen, aber die Früchte sind am Ende dennoch kleiner, als bei der konventionellen Industrie, da diese nicht überzüchtet werden. Der Verzicht auf Pestizide erfordert auf den BIO-Anbaufeldern zum Beispiel auch noch "zusätzliche Grünflächen zur natürlichen Schädlingsbekämpfung", sodass der Ertrag bei der Ernte weit geringer ausfällt, als bei den konventionellen Feldern.


Bio-Bauern müssen für die regelmäßigen strengen Kontrollen der Behörden auch noch Gebühren bezahlen. Das alles macht sich bemerkbar auf den Endpreis, der bei "BIO" teilweise doppelt so hoch ausfällt, als vergleichbare Produkte ohne das BIO-Siegel. Daher ist es erst mal verständlich, dass sich nicht jeder Bio-Produkte leisten kann. Je höher allerdings die Nachfrage nach Bio-Produkten ausfällt, desto günstiger werden diese auch werden.


Dies alles bedeutet natürlich nicht zwangsläufig, dass jedes Bio-Produkt auch immer gesund ist. Bio-Kekse zum Beispiel, bleiben trotzdem Kekse, welche sicherlich keine Vitamine enthalten. Aber Bio-Kekse enthalten immerhin keine Transfette mehr, sie sind damit "weniger" ungesund als vergleichbare Kekse aus konventioneller Herstellung.


Andersherum betrachtet, gibt es aber auch durchaus einige wenige Produkt-Hersteller, welche zwar kein BIO-Siegel tragen, aber dennoch gute und empfehlenswerte Lebensmittel produzieren.







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16.  Tipps für frische und natürliche Mahlzeiten,
sowie empfehlenswerte Hersteller:

 

16.1 Gesundes Brot und Mehl:

Ganz besonders empfehlenswert sind Produkte aus Vollkorn-Buchweizen-Mehl. Buchweizenbrot z.B. enthält weniger Kohlenhydrate und ist zudem auch noch Glutenfrei. Außerdem enthält Buchweizenbrot auch mehr Eiweiß, als Roggen/Dinkel/Weizen-Brote. Leider ist ein solches Buchweizenbrot bislang nur in wenigen Geschäften zu bekommen, vermutlich weil die tollen gesundheitlichen Vorteile noch zu wenig bekannt sind.

Als Ersatz für herkömmliches Weizenmehl kann ich
 zwei ganz besondere Alternativen empfehlen:


Es gibt zunächst das Süßlupinenmehl, welches zu ca. 40% aus besonders wertvollem Eiweiß besteht, nur ca. 10% Kohlenhydrate (!) enthält und knapp 30% Ballaststoffe. Bessere Mehl-Bestandteile könnte es wohl kaum geben! Süßlupinenmehl gibt es z.B. in Reformhäusern oder Bio-Läden zu kaufen, und kann wie herkömmliches Weißmehl verwendet werden.

Ein weiteres gesundes Mehl ist das Manjok-Mehl, auch bekannt als
Cassava oder Kassava. Dieses ist Glutenfrei, wird in vielen tropischen Ländern als Grundnahrungsmittel genutzt, und besteht aus ca. 40% Kohlenhydraten, während Weißmehl ca. 70% Kohlenhydrate enthält. Der Vorteil bei diesem Mehl ist, dass es beinahe so gut wie Weißmehl schmeckt. Der Nachteil ist, dass es in Europa nicht hergestellt wird, und bislang nur über das Internet erworben werden kann. Manjok Mehl muss bei der Zubereitung immer auf mind. 100 Grad erhitzt werden, also gekocht oder gebraten/gebacken - damit ungesunde Inhaltsstoffe "neutralisiert" werden.




 

16.2 Gesundes Müsli:

Haferflocken sind immer "Vollkorn" und enthalten wenig Gluten. Haferflocken sind daher besser, als Weizen- oder Roggen-Vollkornbrote. Ein selbstgemachtes Müsli mit Haferflocken, frischen Früchten, Joghurt und Nüssen, ist gesundheitlich erheblich vorteilhafter als "Müsli-Fertig-Mischungen" oder gar Cornflakes & Co.





Leckeres Erdbeer-Joghurt-Müsli
© foodandmore / 123RF


 

16.3 Natürliche und gesunde Süße mit Stevia:

Habt Ihr schon von Stevia gehört? Stevia ist eine natürliche Pflanze, welche von Natur aus sehr süß ist, und im Vergleich zum Zucker keine Kohlenhydrate oder Kalorien enthält. Stevia gilt, im Vergleich zu chemischen Süßstoffen, als völlig unbedenklich, und wurde vor einigen Jahren auch endlich von der EU als Lebensmittel zugelassen. Stevia greift auch nicht die Zähne an, daher könnt Ihr bedenkenlos oft Eure Speisen damit süßen, z.B. Kaffee / Tee / Müsli / Quarkspeisen, etc.

In einigen Supermärkten gibt es inzwischen Stevia-Pulver oder Tropfen zu kaufen, doch die meisten Angebote finde ich leider "mangelhaft" in der Qualität, sowie überteuert. Sie sind zudem derart "gestreckt", dass man für eine Portion Müsli (z.B. 500 Gramm inkl. Milch), gleich mehrere Esslöffel davon benötigt, (anstatt nur einer Messerspitze) und damit ist die Packung schnell aufgebraucht. Außerdem ist die Gesundheit von solchen Pulvern fragwürdig, da die "Streckmasse" ja aus keinen gesunden Inhaltsstoffen besteht.

Nach meiner Erfahrung kann ich aber das Stevia-Pulver von dem Hersteller
Stevia-Trade besonders empfehlen. Es bietet ein sehr günstiges Preis/Leistungsverhältnis, gute Portionierbarkeit, und es hat kaum Nebengeschmack. Das Pulver Daforto Stevia Basic (70 Gramm Pulver) ist sehr ergiebig, es hat nämlich eine 250-fache Süßkraft wie herkömmlicher Haushaltszucker. Eine Messerspitze davon reicht, um eine große Tasse Kaffee zu süßen, oder eine ganze Portion Müsli.

Mit einem solchen Stevia-Pulver könnt Ihr so viel süßen wie Ihr möchtet.
Naschen ohne Reue ist damit möglich! smiley


Diese 70 Gramm Stevia Basic entsprechen übrigens ganze 17,5 KG Zucker. Die 17,5 KG Zucker enthalten 70.000 Kalorien, oder anders ausgedrückt: Fast 8 KG pures Fett !
Ihr seht also, was Euch dank Stevia "entgeht" -was ja absolut wünschenswert ist, nicht wahr? smiley




 

(Und jetzt zum Xsten Male, ich weiß wink)
16.4 Weniger Brot, mehr Obst/Gemüse/Salat:


Zudem lohnt es sich, im Alltag weniger Brot zu konsumieren und stattdessen öfters größere Portionen an Obst/Gemüse/Salat in den Speiseplan mit einzubeziehen.

Aufgrund der Inhaltsstoffe tragen auch ein Tomatensaft, oder ein Salat zum Sättigungsgefühl bei, sodass eine Scheibe Brot weniger, völlig ausreicht. Zum Frühstücksbrot kann man auch wunderbar rohes Gemüse essen, wie zum Beispiel Paprika, Tomate, Kohlrabi, Möhren, Radieschen, Rote Bete, Fenchel, etc.




 

16.5 Gesunde Haupt-Mahlzeiten:

  • Es lohnt sich immer selbst zu kochen, anstatt Fertiggerichte zu erhitzen – dadurch erspart Ihr Eurem Körper sehr viele belastende Zusatzstoffe. Außerdem enthalten selbstgekochte Speisen wesentlich mehr Nährstoffe.
     
  • Bevorzugt auch die Zubereitung im Backofen, anstatt in der Fritteuse oder in der Pfanne zu braten, da hierbei kein zusätzliches Fett erforderlich ist.
     
  • Wenn Nudeln oder Reis auf dem "Speiseplan" stehen, könnt Ihr auf die entsprechende Vollkorn-Variante zurückgreifen.
     
  • Die Menge an Gemüse, Salat sowie Hülsenfrüchte lohnen sich zu erhöhen, und dafür die Menge an Nudeln, Reis oder Fleisch etwas zu verringern.
     
  • Und statt Sonnenblumenöl zu verwenden, empfehle ich das deutlich gesündere Olivenöl.


     

 

16.6 Gesünderes Naschen:

Selbstverständlich gehört Naschen zur Lebensqualität, und es muss keineswegs darauf verzichtet werden! Es lohnt sich jedoch die Menge an Chips/Flips/Kuchen/Kekse/Teilchen zu verringern, da sie ja unserer Gesundheit alles andere als förderlich sind. Ihr könnt zum Beispiel ausprobieren, ob  gelegentlich auch eine Portion "Trockenfrüchte mit Nüssen", für Euch als "Nasch-Ersatz" in Frage kommt. Von dem Hersteller Ültie gibt es besonders frische Nuss-Mischungen und Studentenfutter. Aber auch getrocknete Datteln oder Feigen können gut mit beliebigen Nüssen (am besten ungesalzen) kombiniert werden. Oder ein Teller mit frischem zurechtgeschnittenem Obst lädt auch "zum Naschen" ein. Wie wäre es mit einem Joghurt-Milch-Schokoladenstreusel Mix als Soße dazu, gesüßt mit Stevia?





Frisches Studentenfutter
© svetazarzamora / 123RF




16.7 Empfehlenswerte Lebensmittel-Hersteller:

  • Frisches Gemüse, Salat und Obst kauft man am besten direkt vom Markt, oder vom Bauern. Wenn diese Möglichkeit nicht zur Verfügung steht, lohnt es sich auszuprobieren, welche Geschäfte gute Qualität anbieten, z.B. Edeka und Hit-Märkte. Gute Qualität erkennt man ja an der "Frische" sowie am "intensiven" Geschmack.
    Vermeiden würde ich nach Möglichkeit Discounter. Dort kann die Qualität zwar auch "OK" sein, aber die Bauern und Erntehelfer werden für die "Dumping-Preise" leider oft ausgebeutet.
     
  • Wenn es "schnell" gehen soll, bietet sich auch Tiefkühlkost an. Wenn die Hersteller das Gemüse "schonend" verarbeiten, ist der Nährwert bei tiefgekühlten Produkten auch sehr gut. Ein besonders guter Hersteller mit hervorragenden Zutaten ist zum Beispiel Frosta. Aber auch Iglo hat überdurchschnittlich gute Qualität im Gemüse-Sortiment.
     
  • Der Hersteller Bonduelle bietet zudem auch relativ gute Qualität an Konserven-Lebensmitteln an, im Vergleich zu vielen anderen Herstellern. Tiefgekühltes ist in der Regel jedoch nährstoffreicher, als Lebensmittel aus Dosen und Gläsern.
     
  • Die meisten Produkte von Alnatura zeichnen sich durch besonders hochwertige Bio-Qualität aus. Alnatura ist ein Zusammenschluss von vielen BIO-Herstellern. Die Produkte gibt es in DM- und HIT-Märkten zu kaufen.
     
  • In diesem Corfu-Shop findet Ihr Lebensmittel, welche auf Korfu von den Bauern noch nach ganz ursprünglichen Rezepten und Verfahren angebaut und hergestellt werden, wie z.B. Olivenöle. Aber auch andere griechische Produkte, wie die beliebte originale Olivenöl-Palmkernseife ist dort erhältlich.




16.8 Tipp für einen schnellen Salat:

Oft liegt es ja daran, dass wir einfach zu wenig Zeit und Energie übrig haben, um eine gesunde Mahlzeit für uns zuzubereiten.
 

  • Wenn es schnell gehen soll, kann man als "gesundes" Fastfood z.B. von einem "guten Hersteller" wie z.B. Bonduelle einen Tütensalat verwenden. Am besten greift Ihr zu einer Salattüte, welche noch mind. 2-3 Tage haltbar ist, da die Frische und die Nährstoffe beim Tütensalt von Tag zu Tag abnehmen. Frischer Salat schmeckt natürlich deutlich besser.
     
  • Fertig-Salatsoßen enthalten in der Regel leider wenig gesunde Inhaltsstoffe. Sie beinhalten viel an raffiniertem Öl, welches kaum noch Nährwert enthält, und zudem auch oft viel Zucker.
     
  • Mit einem 5-Minuten Arbeitsaufwand kann man aber auch eine frische (und besonders nährstoffhaltige) Salat-Soße selbst zubereiten. Optimalerweise bereitet Ihr Euch gleich eine "größere Portion" zu, welche für 2 Tage ausreicht. Folgende Zutaten wären für einen 2-Personenhaushalt für 2 Tage geeignet:
    • 500 Gramm Joghurt (z.B. von dem Hersteller Andechser)
    • 80 Gramm Olivenöl (Nativ & erste kalte Pressung)
    • 40 Gramm Essig
    • 1 gehäufter Teelöffel Meersalz
    • 25 Gramm tiefgefrorene Kräuter (z.B. Iglo "8-Kräuter")
    • 1 Esslöffel Senf
    • Pfeffer & Paprika Gewürz


      Weitere Tipps:
    • Frischer Knoblauch & Zwiebeln werten den Salat erheblich auf
    • Nach belieben könnt ihr auch Schafskäse und Oliven hinzufügen
    • 1 Esslöffel Leinöl liefert hierzu kostbare Omega-3 Fettsäuren


Von dieser Menge des Salat-Dressings, könnt Ihr dann die erste Hälfte für den ersten Tag verwenden, und die zweite Hälfte könnt Ihr mind. 2 Tage im Kühlschrank (luftdicht abgepackt) aufbewahren.



 

16.9 Über das Portal „Zentrum der Gesundheit“:

Das Internet-Portal Zentrum der Gesundheit informiert unabhängig und unzensiert über Ernährungs-Themen, "worauf es wirklich ankommt". Ihr findet dort hunderte wissenschaftlich fundierte Artikel über Ernährung, Naturheilkunde und Krankheiten. Das Besondere an dieser Seite ist der unabhängige naturkundheitliche Blick auf „das Ganze“. In zentralen Punkten spricht das Portal ganz „aus meiner Seele“, nämlich das die gesündesten Lebensmittel die „möglichst Naturbelassenen“ sind. Diese einfache, aber so wichtige Erkenntnis, findet sich in fast jedem Artikel auf der Seite "Zentrum der Gesundheit" wieder.

Wegen einigen kontroversen Ansichten, zum Beispiel der Kritik an der "Lebensmittel-Industrie" und an der "klassischen Schulmedizin", wird die Seite „Zentrum der Gesundheit“ jedoch von einigen auch kritisiert. Ich habe viele Artikel der Kritiker gelesen. Meistens werden "einzelne Sätze" aus einem Artikel herausgepickt, anstatt den Artikel "als Ganzes“ zu nehmen. Auf diese Weise lässt sich natürlich alles kritisieren - wenn man sich einen einzelnen Satz heraussucht, aber die restlichen Aussagen des Artikels außer Acht lässt. "Richtig verstehen" wird man, wenn man alle Aussagen miteinander verbindet, bzw. vereint.


Den einzigen Punkt welchen ich am "Zentrum der Gesundheit" auch persönlich etwas kritisch sehe, sind die gelegentlichen Werbungen für „extrahierte Nährstoffe“ in Tabletten- oder Pulverform. Hier meine ich, sollte doch versucht werden, dass man alle Nährstoffe über die natürliche Ernährung erhält. Der andere Kritikpunkt sind die Werbeflächen, welche zu überteuerten und unnötigen Gesundheits-Produkten führen. Allerdings sind auch fast alle anderen Internetseiten mit Werbung zugepflastert, warum wird nur die Werbung beim Portal "Zentrum der Gesundheit" als ein "No-Go" betrachtet? Die Seite wirbt ja nicht selbst für diese Produkte, sondern sie stellt den Werbeplatz lediglich zur Verfügung - dies ist ein Unterschied.

Alles-in-Allem finde ich die Seite „Zentrum der Gesundheit“ aber ziemlich seriös, weil dort eben nicht nur schwarz-weiß gemalt wird (sondern auch bunt gekleckst wink) , das heißt, auch „gelegentlich" ungesunde Lebensmittel werden toleriert. Oft heißt es dann, dass im Rahmen einer gesunden Ernährung, solche „ungesunden Produkte“ kein Problem darstellen. Und genau so ist es ja auch! smiley







Trennlinie Blumen









In der Begegnung mit der Natur begegnen wir letztlich dem Schöpfer.
(Anselm Grün)

 

Tu deinem Leib etwas Gutes, damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen.
(Teresa von Avila)


Wann auch immer der Körper des Menschen
ohne Diskretion isst oder trinkt oder etwas anderes dieser Art verrichtet,
werden die Kräfte der Seele verletzt.
(Hildegard von Bingen)



Es beugt lieber sich der Tor vor der Krankheit, als ihr vor.
(Nach Eugen Roth)



Die meisten leben in den Ruinen ihrer Gewohnheiten.
(Jean Cocteau)



Auf etwas zu verzichten hat eine heilende Wirkung auf Leib und Seele.
(Anselm Grün)



Meist beginnt man nicht seine Gesundheit zu erhalten, sondern das,
was davon übrig geblieben ist.
(Deutsches Sprichwort)






 

Danke für die schöne "Trennlinie" © Birgit Wiedenhöft


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Letzte Änderung: 08.05.2017 10:53:51







 



Juni 2017:


Rene & Angela - I'll Be Good


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