Schutz im Internet vor Viren





 

In dieser Rubrik geht es um die Sicherheit von PCs,
auf welchen Windows XP, Vista, 7, 8 oder Windows 10 installiert ist:


Welche Dinge sollten beachtet werden, um zu verhindern dass Viren aus dem Internet auf den eigenen PC zugreifen? Viele Nutzer sind nur teilweise informiert und oft bleiben wichtige Punkte unerwähnt, daher entstand meine Idee über dieses Thema ausführlicher zu informieren. Es wird in den folgenden Kapiteln beschrieben, wie Ihr Windows im Internet und im Netzwerk sicherer gegen Schadprogramme einstellen könnt.


 

Schadprogramme (PC Schädlinge) sind: Viren, Trojaner, Backdoors, Würmer, Spyware, Dailer, Hijacker, Rootkits, Phishing, Scareware.



Die Gefahren dieser "Schädlinge" können sein, dass z.B. das Surf-Verhalten eines Nutzers ausspioniert wird, dass der PC für illegale Zwecke missbraucht wird oder dass einfach nur möglichst viel Schaden angerichtet wird. Dadurch kann es dazu kommen, dass Windows nicht mehr bedient werden kann oder dass Daten und Dateien verloren gehen. Alle folgenden Tipps helfen gleichermaßen aber auch gegen die so genannten „Hackerangriffe“. Zum Beispiel wenn jemand versuchen möchte über das Internet auf Euren PC zuzugreifen, um gezielt Daten zu stehlen.

Ich habe versucht, trotz des umfangreichen Themas alles möglichst übersichtlich zu gestalten und zu jedem Punkt zu erklären warum er von Bedeutung ist. Falls Ihr mal etwas nicht versteht, dann macht Euch keine Sorgen, denn nicht alle Informationen betreffen jeden Leser. Lest dann einfach weiter.

 

Es gibt leider keine „Ein-Knopf-Lösung“, welche die gesamte Sicherheit auf einmal erhöht. Auch wenn dieses gerne bei teuren Rundum-Produkten (Internet-Securitys) so versprochen wird.



Der Grund liegt darin, dass sich Computer Viren auf unterschiedliche Weisen verbreiten können. Für jede Methode die Viren nutzen, braucht man einen anderen Schutzmechanismus. Dadurch gibt es entsprechend verschiedene Möglichkeiten, welche die Sicherheit jeweils in einem gewissen Bereich erhöhen. Je mehr Schutz-Möglichkeiten gleichzeitig angewendet werden, desto sicherer insgesamt wird das System, und umso unwahrscheinlicher das Risiko einer Infektion. Und das Gute daran ist, dass alle diese Möglichkeiten kostenlos einzurichten sind.




Sicherheit im Internet





Die verschiedenen Vorgehensweisen der Viren:

Im Folgenden findet Ihr eine Übersicht mit unterschiedlichen Vorgehensweisen, welche Viren nutzen um PCs zu infizieren. Sie wurden sortiert nach der Höhe der Gefahr. Entsprechend dazu findet Ihr Schutzmechanismen welche wir nutzen können um diese entsprechende Vorgehensweise der Viren zu verhindern.

Auf alle diese Punkte wird in den weiteren Kapiteln ausführlicher
eingegangen - diese Tabelle dient daher nur einer kurzen Übersicht:

 

Vorgehensweisen der Viren:

Möglichkeiten zum Schutz:
Infizierung von "unschuldigen" Internetseiten und Servern. An jeden Besucher einer solchen infizierten Internetseite, soll der Virus automatisch ausgeliefert werden.

Installation der Sicherheitsupdates von Windows, vom Browser, von Java und vom Adobe Flash Player. Vermeidung von unseriösen Internetseiten. Verhindern, dass der Browser Skripte ausführt - oder Starten des Browsers innerhalb einer Sandbox.
(siehe Kapitel 01, 02, 05)

Infizierung von Dateien welche im Internet zum Download angeboten werden.

Downloads nur von seriösen und bekannten Internetseiten. Unseriös sind Filesharing-Anbieter und Torrents. Keine Installation von unbekannten Programmen.
(siehe Kapitel 05)

Verschicken von Viren per Spam-Emails.

Nicht auf Spam-Emails hereinfallen. Spam-Emails direkt ungelesen löschen.
(siehe Kapitel 03)

Selbstständige Verbreitung von PC zu PC.

Installation der Sicherheitsupdates von Windows, vom Browser, von Java und vom Adobe Flash Player.
(siehe Kapitel 01, 05)

Infizierung von PDF Dateien.

Nach Möglichkeit nicht den Adobe Reader verwenden, da für diesen die meisten Viren programmiert werden. Den PDF Viewer aktuell halten.
(siehe Kapitel 05)

Angriffe auf das W-LAN
oder auf den DSL-Router
.

Für W-LAN die WPA2 Verschlüsselung nutzen, und hierfür eine mindestens 20-Zeichen lange Passphrase eingeben. DSL-Router mit einem Passwort sichern.
(siehe Kapitel 07)


 







Allgemeine Irrtümer:
 

Viele PC Nutzer glauben, dass wenn sie eine Desktop Firewall und einen Virenscanner installiert haben, schon gut genug geschützt sind - doch dem ist leider nicht so:

 

(Ein Beispiel im übertragenen Sinn)
Das wäre, als würde man am Auto das Türschloss abschließen aber alle Fenster und den Kofferraum offen lassen. Nein, es ist nicht nur nötig das Türschloss abzuschließen, sondern auch alle Fenster und der Kofferraum sollten nicht vergessen werden.


Auch gehen viele PC Nutzer davon aus, sie hätten noch nie einen Virus gehabt, doch die meisten Schadprogramme (Schädlinge) laufen versteckt im Hintergrund mit. Das bedeutet, dass viele PCs mit Viren/Trojanern/Spyware infiziert sind, ohne dass deren Benutzer davon etwas ahnen. Einen Schädling zu erstellen, der nur offensichtlich Daten zerstört, davon hat der Virenprogrammierer selbst ja keinen Vorteil. Aber Schädlinge zu erstellen, die heimlich die PCs entführen, um diese dann z.B. an SPAM-Firmen weiterzuvermieten, daran können Virenprogrammierer verdienen.








Ursachen beheben statt Symptome bekämpfen:

Alle folgenden Anleitungen sind darauf ausgelegt direkt die Ursachen zu beheben, welche die Vireninfektionen erst überhaupt ermöglichen. Also vorbeugende Maßnahmen, anstatt nur die Symptome (die Viren) zu bekämpfen:

 

(Ein Beispiel im übertragenen Sinn)
Wenn am Auto das Öl-Lämpchen aufleuchtet, wird der gesunde Menschenverstand auch direkt die Ursache beheben wollen, nämlich das fehlende Öl nachzuschütten - Anstatt nur das Symptom zu bekämpfen, das Lämpchen heraus zu drehen.



Grundsätzlich kann man sagen, dass die Windows Betriebssysteme seit Windows Vista und 7/8/10 in der Voreinstellung deutlich sicherer geworden sind, als es noch bei Windows 2000 und XP war. Leider kann aber keine Entwarnung gegeben werden, da sich die Virenhersteller immer neue Methoden einfallen lassen. Daher gibt es einige Punkte, die auch unter Windows Vista und 7/8/10 beachtet werden sollten.



 


 
 

Inhaltsverzeichnis der Themen über die PC Sicherheit:

- Klickt auf die Zahl um das entsprechende Kapitel zu besuchen -

 

01. Aktuelle Sicherheitsupdates und Service Packs installieren
02. Hohe Sicherheit für den Internet-Browser:
03. Vorsichtig und Achtsam Surfen:
04. Ohne Administratorrechte im Internet surfen:
05. Sichere und aktuelle Programme im Internet verwenden:

06. Empfehlenswerte Antiviren- und weitere Schutzprogramme:

07. Desktop und Hardware Firewalls:
08. Viren von einem PC zuverlässig entfernen:
09. Sichere Passwörter verwenden:
10. Wie gut ist Windows geschützt? Der Sicherheitsrechner:
11. Kurzanleitung: In 5 Schritten zum sicheren PC:

12. Linux oder Mac als sichere Alternative:
13. Kinderschutz im Internet:
14. Funktionsweise von Computer-Viren:
15. Datenschutz und Anonymität:
16. Verschlüsselung von Daten und Emails:
17. Daten wiederherstellen und sicher löschen:

18. Backups von Windows und Daten:








Hinweis:
Ein wichtigstes Merkmal für die Sicherheit am PC sind die Sicherheitsupdates, welche Microsoft durch den "erweiterten Support" bereitstellt. Bei älteren Betriebssystemen wird der Support eingestellt, danach kann die Sicherheit des Rechners nicht mehr sichergestellt werden. Auf der Website von Microsoft könnt Ihr nachsehen, wie lange noch der erweiterte Support für Euere Windows-Version bereitgestellt wird.



 



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Sicherheitsupdates für Windows





Vielen Dank für die Grafik "Sicherheit im Internet":
© Gerd Altmann
/ Pixelio.de





 

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Letzte Änderung: 20.02.2017 18:23:43







 



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