Es gibt einige Funktionen in Windows 7, 8 und 10 welche nur selten gebraucht werden. Gerade bei älteren PCs, sowie leistungsschwächeren Laptops, können die folgenden Tipps spürbare Verbesserungen in der Performance bringen. Ganz besonders lohnen sich die Tipps bei PCs welche mit nur 2 GB RAM ausgestattet sind, oder welche nur eine 2 GHZ Single CPU verwenden. Bei schnellen Rechnern hingegen fallen die Veränderungen nur kaum auf - hierbei lohnt es sich, die Standard-Windows-Dienste aktiviert zu lassen. Auf schnellen PCs lohnt es sich nur die Autostarts zu prüfen. 






 


 

Die Windows Systemwiederherstellung:
Wenn Ihr ein eigenes Programm verwendet um Backups von Windows und Euren Dateien zu erstellen, dann könnt Ihr die Systemwiederherstellung von Windows abstellen. Die Systemwiederherstellung ist zwar schon manchmal sehr hilfreich, benötigt nämlich ebenfalls Ressourcen und Festplattenspeicherplatz. Nur bei alten und langsamen PCs sollte diese Funktion abgestellt werden: Rechtsklick im Windows Explorer auf "Computer / Dieser PC" – Eigenschaften - Computerschutz – markiert die Zeile der Festplatte und klickt auf Konfigurieren, und dann auf Computerschutz deaktivieren.



Windows 7 Systemwiederherstellung deaktivieren



 



 

Windows Dienste abstellen:

a)
Windows Firewall & Windows Defender:

Wer nach der Anleitung "PC-Sicherheit" eine gute Sicherheit erreicht, kann auf die Windows Firewall und auf den Defender bedenkenlos verzichten. Um beide dauerhaft zu deaktivieren, geht folgendermaßen vor: Im Windows Explorer klickt mit rechter Maustaste auf "Computer / Dieser PC" – Verwalten – Dienste – und scrollt dort nach unten bis zu „Windows Firewall“ und „Windows Defender“ – doppelklickt beide – Beenden und dann bei Starttyp auf „deaktiviert“ umstellen – OK


Windows 7 Dienste abstellen - Windows Firewall




 

b) Windows Dienst: Hilfe und Support (Nur Windows 7):
Der Hilfe Dienst von Windows ist standardmäßig aktiviert, wird von den meisten Usern aber nur sehr selten genutzt. Wer also die Windows Hilfe (F1-Taste) eh nicht benutzt, kann auch diesen Dienst ausschalten und damit weitere PC-Ressourcen einsparen: Start - Systemsteuerung - System und Sicherheit – Verwaltung – Dienste. Dort ist nun eine lange Liste, scrollt nach unten bis zu dem Dienst „Hilfe und Support“. Doppelklickt diesen, und wählt in dem neuen Fenster „Beenden“ und dann klickt unter Starttyp auf „Deaktiviert“ – Übernehmen – OK.




 

c) Windows Dienst: Das Sicherheitscenter
Wer sich mit der PC-Sicherheit auskennt, kann auf das Sicherheitscenter von Windows verzichten. Die UAC läuft auch ohne das Sicherheitscenter weiter. Um das Sicherheitscenter auszuschalten, könnt Ihr den entsprechenden Dienst beenden: Im Windows Explorer klickt mit rechter Maustaste auf "Computer / Dieser Pc" – Verwalten – Dienste – und scrollt dort nach unten bis zu „Sicherheitscenter“– doppelklickt diesen – Beenden und dann bei Starttyp auf „deaktiviert“ umstellen – OK.
Wenn Ihr vom Wartungscenter keine Benachrichtigungen in der Taskleiste möchtet, könnt Ihr einen Rechtsklick auf die Taskleiste machen – Eigenschaften – Infobereich Anpassen – und dort bei Wartungscenter die Benachrichtigungen ausblenden.




 

d) Windows Dienst: Windows Search
Der Index Dienst (Windows Search) ist eine Funktion, dass beim Suchen von Dateien diese schneller gefunden werden können. Dafür ist der Index-Dienst aber regelmäßig damit beschäftigt, die Dateien auf der Festplatte zu registrieren, und dieses benötigt Ressourcen. Um diese Funktion abzustellen geht folgendermaßen vor: Klickt im Windows Explorer mit rechter Maustaste auf "Computer / Dieser PC" - Verwalten – Doppelklick auf Dienste - Dienste – und scrollt dort nach unten bis zu „Windows Search“ – doppelklickt diesen – Beenden und dann bei Starttyp auf „deaktiviert“ umstellen – OK.
(Weiter unten findet Ihr bei "Windows Firewall" einen Screenshot.)


 






Schutz vor Viren:
Eine weitere Gefahr dass der PC immer langsamer wird, liegt bei PC-Schadprogrammen, wie z.B. Viren, Trojaner, Spyware, AD-Aware, etc. Daher sollte lohnt es sich stets, gut auf die PC-Sicherheit achten und keine unseriösen Programme installieren, keine Spam-Emails öffnen und unseriöse Internetseiten vermeiden. Unter dem folgenden Link findet Ihr viele weitere Tipps um Euren PC vor Viren zu schützen: PC-Sicherheit







Autostarts aus dem Ordner "Autostart" löschen:
Außerdem gibt es eine Menge an Programmen, die sich nach der Installation so einrichten, dass sie bei jedem PC-Start gestartet werden, egal ob man sie braucht oder nicht. Bei einem Antivirus-Programm ist das ja erwünscht. Aber bei vielen anderen Programmen ist es überflüssig, da diese auch ohne Autostart einwandfrei funktionieren. Manche Autostart Programme befinden sich im Ordner Autorun, wo sie gelöscht werden können:


Windows 7:
Bei Windows 7 klickt einfach auf Start - Alle Programme - Autostart



Windows 8 und Windows 10:
Da es bei Windows 8 und 10 kein klassisches Startmenü mehr gibt,
macht einen Rechtsklick unten links in der Ecke – Ausführen und gebt:
shell:startup ein. Damit wird folgender Ordner geöffnet: C:\Users\(Nutzername)\AppData\Roaming\Microsoft\Windows\Start Menu\Programs\Startup










Autostarts aus der "Registrie" deaktiveren:
Die meisten Autostart-Programme werden mithilfe der Registrie gestartet. Um diese abzustellen könnt Ihr folgendermaßen vorgehen:


Windows 8 & 10:
Bei Windows 8 und 10 rechtsklickt auf die Taskleiste – Task Manager (die Details einblenden) und dann auf Autostart: Hier könnt Ihr unerwünschte Einträge von der Registrie per Rechtsklick deaktivieren.

Windows 7:
Bei Windows 7 klickt auf Start - Alle Programme – Zubehör - Ausführen und gebt dort "msconfig" ein. In dem neuen Fenster unter dem Menüpunkt "Systemstart" findet Ihr alle Programme und Treiber die über die Registrie mit gestartet werden. Hier könnt Ihr die Haken von den Programmen entfernen, von denen Ihr wisst, dass Ihr sie nicht benötigt.


Windows 7 msconfig Systemstart






Nicht mehr benötigte Programme deinstallieren:
Durch jede Installation wird Windows ein wenig langsamer und instabiler, daher lohnt es sich, vorher zu überlegen, ob man das Programm auch wirklich benötigt, anstatt einfach alles „drauflos“ zu installieren. Denn durch die Deinstallation von diesem Programm, wird Windows nicht mehr ganz so schnell, wie Windows vor der Installation war. Deinstallationen lohnen sich schon, bringen aber nicht immer so viel, als wenn dieses Programm nie installiert worden wäre. Klickt auf Start (Bei Windows 10 rechtsklick auf Start) - Systemsteuerung - Programm deinstallieren.




 

Passende Programme verwenden:
Eine Verlangsamung eines PC kann auch von "großen" Programmen kommen, welche installiert werden. So wird z.B. Windows XP ein Stück langsamer, wenn ein Office XP installiert wird. Aber Windows XP würde „mehr“ langsamer werden, wenn man Office 2007 installieren würde. Denn dieses ist ja noch umfangreicher. Für Windows 7/8/10 hingegen ist Office 2007/2010/2013 in Ordnung, da es in dem gleichen Zeitraum erschienen ist, und beide zusammen gut harmonisieren. Aber z.B. ein Office 2016 hingegen wäre auch unter Windows 7 eventuell nicht mehr empfehlenswert.

Man sollte also auf "älteren" PCs auch ältere Programmversion bevorzugen, wenn man mit diesen alles gut machen kann. Bei zu alten Versionen kann es allerdings auch zu Fehlfunktionen führen, oder es werden neue Dateiformate nicht unterstützt. Dann kann man schauen, ob es vielleicht Alternativ-Programme gibt, welche schlanker sind. Oder es muss halt ausnahmsweise doch diese neuere langsame Programmversion sein.







Schlanke Programme verwenden:
Außer den "großen" Programmen, gibt es auch einige Standardprogramme, die zur Verlangsamung des PCs beitragen. Ich finde zum Beispiel, dass dies beim Acrobat Reader, beim Realplayer oder beim Nero-Burning-Studio der Fall ist. Aber auch die großen Internetsecuritys tragen dazu bei. Für die meisten dieser Programme gibt es Alternativ-Programme welche deutlich schlanker sind und den PC nicht mehr verlangsamen. Unter diesem Link findet Ihr eine Liste mit einigen solchen empfehlenswerten Programmen.






Portable Programme verwenden - für fortgeschrittene :
Portable Programme sind Programme, welche keine Installation benötigen. Das wird meistens verwendet, um Programme von USB Sticks zu verwenden. Aber solche Programme können auch für den normalen PC verwendet werden. Zumindest bei Programmen die nur selten genutzt werden, lohnt sich dieser Schritt. Denn bei solchen werden keine Dateien in das Windows System kopiert, und es werden keine Einträge in die Registrie geschrieben. Das bedeutet der PC wird durch Portable Programme nicht im geringsten langsamer. Siehe auch den Link unter "Schlanke Programme".

 

Da Portable Programme keinerlei Registrie-Einträge erstellen, werden die Dateien auf der Festplatte nicht automatisch mit dem Programm verknüpft. Zum Beispiel wird ein Bild per Doppelklick nicht automatisch mit dem gewünschten Portable Programm geöffnet. Das kann man dann manuell einstellen: Klickt dann dieses Bild mit rechter Maustaste an – Öffnen mit… - und wählt dann Durchsuchen – Nun wählt Ihr von der Festplatte das Portable Programm aus, und setzt den Haken bei „immer mit diesem Programm starten“. In Zukunft klappt es dann auch per Doppelklick. Portable Programme schonen also Windows, sind aber unbequemer zu bedienen. Daher wählt Portable Programme nur, wenn Ihr diese selten braucht. Bei Programmen die ihr oft braucht, nehmt lieber das „normale“ Programm mit Installation.


 


 

Tune Up Utilitys & Win Optimizer:
Es gibt etliche Programme, die versprechen den PC zu verschnellern, wie zum Beispiel Tune Up Utilitys. Da soll die Leistung gesteigert werden, die Registrie defragmentiert und bereinigt werden, und viele andere Versprechungen werden genannt. Aber in der Praxis bringen diese Programme nur selten, und wenn, nur minimale Verbesserungen. Viel öfter hingegen verschlechtert sich sogar die Performance durch solche Programme. Oft führen solche Programme später sogar zu unerwarteten Fehlermeldungen unter Windows. Schließlich schreibt sich Tune Up und der Win Optimizer tief in das System und verlangsamt dadurch den PC – teilweise erheblich. Die meisten Funktionen, die solche Programme anbieten, kann man auch selbst im Windows manuell aktivieren. Daher lohnt es sich nicht, solche Programme zu verwenden. Nur ganz früher bei Windows 95-98 konnten solche TuneUp Programme und DLL Bereiniger noch wirklich begeistern.






16 Bit Farbtiefe und klassisches Design - beides nur bei Windows 7 möglich:
Bei langsameren PCs mit wenig Arbeitsspeicher kann auch das Umstellen 32 auf 16 Bit Farbtiefe den Windowsbetrieb merklich verschnellern – und man sieht dabei kaum einen Unterschied:
Systemsteuerung – Darstellung und Anpassung - Anzeige – Links in der Aufgabenleiste auf „Auflösung anpassen“ – Erweiterte Einstellungen - Reiter Monitor und bei Farbtiefe auf: High Color (16 Bit) umstellen – Übernehmen – Ja – OK.

Außerdem kann man bei langsameren PCs auf das Aero-Design verzichten und stattdessen das alte klassische Design verwenden, dieses sieht natürlich nicht mehr so schön aus: Start – Systemsteuerung – Darstellung und Anpassung - Anpassung – Design – Windows klassisch. Man kann sich aber beim klassischen Design ein paar schöne Farben einstellen, damit der Hintergrund nicht in grau angezeigt wird.

 


 

 

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Letzte Änderung: 13.03.2016 15:20:29





 



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Rene & Angela - I'll Be Good


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