Sicherheitsupdates und Service Packs



 


Kapitel 01
 



 

(Ein Beispiel im übertragenen Sinn)
 Mit diesem Schritt werden Fehler am Auto behoben wie z.B. dass beim Treten gegen den Hinterreifen automatisch der Kofferraum aufspringt.

 

Dieser Punkt ist der Wichtigste für die Sicherheit des PCs im Internet sowie im Netzwerk. Standardmäßig sind die automatischen Sicherheitsupdates unter Windows XP/Vista und 7/8/10 eingeschaltet. Dieses bedeutet, dass der Anwender sich keine Sorgen mehr um dieses Thema machen braucht. Sobald neue Updates von Microsoft erscheinen, werden diese automatisch heruntergeladen und installiert. Weil diese Updates für die Sicherheit des Computers aber wirklich essentiell sind, gehe ich auf dieses Thema näher ein, obwohl die meisten Anwender eh schon standardmäßig geschützt sind.

 

Virenprogrammierer suchen unablässig nach Möglichkeiten, um Viren auf möglichst vielen Computern zu installieren. Hierfür werden alle Systemdateien genauestens analysiert, ob diese auf irgendeine Methode missbraucht werden können, um so die Sicherheitsmechanismen von Windows zu umgehen. Sobald eine Sicherheitslücke gefunden wird, werden Viren speziell auf diese Lücke programmiert. So soll "bestenfalls" der Virus vollautomatisch jeden PC infizieren.

Microsoft arbeitet ebenso fieberhaft daran, Sicherheitslücken zu finden. Wenn eine entdeckt wird, programmiert Microsoft ein Sicherheitsupdate, welches mithilfe der automatischen Updates auf allen Computern installiert wird. Durch ein solches Update werden Systemdateien ausgetauscht, dass diese zwar die gleiche Aufgabe erledigen, aber nicht von Viren missbraucht werden können. Jeden Monat erscheinen ca. 5-10 Sicherheitsupdates, und mit der Zeit sammeln sich viele hunderte(!) davon an. Ihr könnt Euch vielleicht vorstellen wie unsicher ein Computer werden kann, wenn alle diese Updates fehlen würden!

 Manchmal werden die Virenprogrammierer auch durch neue Sicherheitsupdates auf (alte) Schwachstellen aufmerksam gemacht und sie richten Ihre Schädlinge genau auf diese Schwachstellen aus. Denn es gibt immer Anwender, welche ohne Sicherheitsupdates im Internet unterwegs sind. Der Wurm 
Sasser z.B. war ein klassisches Beispiel für genau eine solche Situation. Wenn alle Nutzer damals ihr Windows rechtzeitig geupdatet hätten, hätte dieser Wurm nie Schaden anrichten können. 








Der erweiterte Support von Microsoft:

Der erweiterte Support von Microsoft ist für die Sicherheitsupdates zuständig. Dieser Support wird bei älteren Windows Versionen irgendwann eingestellt. Danach gibt es dann keine neuen Sicherheitsupdates mehr. Für Windows XP lief dieser Support nur noch bis April 2014.

Wer jetzt noch mit Windows XP auf das Internet zugreift, sollte zu Windows 7 oder 10 wechseln. Ihr könnt bei Ebay schauen, dort gibt es günstig Lizenzen für z.B. Windows 7 Home Premium. Eurer PC sollte für Windows 7/10 mindestens über 2 GB Arbeitsspeicher verfügen und einen 2 GHZ Prozessor verwenden. Ansonsten würde Windows merklich langsam laufen.

 Für Windows Vista/7/8 könnt Ihr unter 
diesem Link von Microsoft nachschauen, wie lange noch der erweiterte Support geplant ist.

 




 

Es gibt nun die folgenden Möglichkeiten, um die Windowsupdates zu installieren:
 

  1. Es kann die automatische Update-Funktion von Windows aktiviert werden. Dieses ist die einfachste Möglichkeit, denn hierbei braucht sich der Benutzer um nichts mehr zu kümmern, und alle wichtigen Updates werden stets automatisch installiert:

    Unter Windows Vista 7/8 klickt auf Start – Systemsteuerung – System und Sicherheit – Windows Update.  Bei Windows 10 klickt auf Start - Einstellungen - Windows Update. Dann klickt links auf „Einstellungen ändern" Dort wählt dann: Updates automatisch herunterladen und installieren.



     
  2. Alternativ könnt Ihr aber auch komplett fertige Updatepacks downloaden. Dieses lohnt sich um ein frisch installiertes Windows auf den aktuellen Stand zu bringen:
     Für Windows 2000: 
    Softonics Update Pack
    Für Windows XP, Vista und 7/8/10: Winfuture Update Pack

     

 

Sicherheitsupdates können jederzeit nachträglich installiert werden, ohne dass der Nutzer befürchten braucht, dass Treiber gelöscht oder sonstige Einstellungen verändert werden. Auf Patch-Info findet Ihr (bei Interesse) detailliertere Informationen über die erschienenen Updates.






 

 

Voraussetzung für Sicherheits-Updates sind die Service Packs:

Neben den Sicherheitsupdates, bietet Microsoft auch von Zeit zu Zeit ein so genanntes „Service Pack“ für Windows an. In einem solchen Service Pack sind alle bis dahin erschienenen Sicherheitsupdates enthalten. Zusätzlich werden oft auch andere Fehler in Windows behoben, Unterstützungen verbessert und manchmal auch neue Funktionen eingebaut. Neue Sicherheitsupdates werden nur zeitweise für ältere Service Packs angeboten. Das bedeutet, wenn ein neues Service Pack für Windows herauskommt, habt Ihr nicht beliebig lange Zeit um darauf umzusteigen, da es sonst bald keine weiteren Sicherheitsupdates mehr gibt.






 Benötigte Service Packs für Windows:
  
Betriebssystem:Als Erstes installieren:Als Zweites installieren:
Windows 2000SP 4 (32 Bit)-
Windows XPSP 2 (32 Bit)
SP 2 (64 Bit)
SP 3 (32 Bit)
(unter XP 64 Bit gibt
 es nur das SP 2)
Windows VistaSP 1 (32 Bit)
SP 1 (64 Bit)
SP 2 (32 Bit)
SP 2 (64 Bit)
Windows 7SP 1 (32 Bit)
SP 1 (64 Bit)
-
Windows 8Win 8.1 
(Installer für 32 + 64 Bit)
-





Bevor Ihr ein Service Pack herunterladet, schaut erst nach welches Service Pack eventuell schon installiert ist. Dazu geht in den Windows Explorer und klickt mit rechter Maustaste auf Computer/Dieser PC - Eigenschaften. Lest alles genau durch, dort steht welche Windows Version installiert ist, ob es sich um ein 32 oder 64 Bit Betriebssystem handelt, und ob schon ein Service Pack installiert ist. Danach könnt Ihr anhand der Tabelle oben schauen, ob Ihr schon das neueste Service Pack installiert habt.


Empfehlenswert ist, nach dem Erscheinen eines neuen Service Pack noch einen Monat abzuwarten, damit eventuelle Fehler darin zwischenzeitlich behoben werden. Dann sollte es aber installiert werden. Während der Installation eines Service Pack sollte der Virenscanner komplett abgeschaltet werden, sonst kann es manchmal zu Fehlern führen. Wenn trotzdem noch Fehler auftreten sollten, liegt das in der Regel daran, dass seit dem letzten Formatieren - durch viele Programminstallationen - das Windows schon ziemlich „abgenutzt“ ist. In einem solchen Falle bleibt einem nicht viel übrig, außer Windows noch einmal ganz neu zu installieren. Dann wird es mit dem Service Pack auch funktionieren, auf dem „frischen“ Windows. Wie Ihr Windows neu installieren könnt, dazu schaut in die PC-Formatieren Anleitung.
 






 

WGA-Prüfung:

Bei den Sicherheitsupdates wird von Microsoft eine so genannte WGA-Prüfung (Windows Genuine Advantage) durchgeführt, wobei geprüft wird ob Ihr auch ein "originales" Windows verwendet. Wenn Ihr ein solches originales Windows habt welches auch nur ein einziges Mal verwendet wird und die WGA-Prüfung scheitert, dann könnt Ihr dem nachgehen: Dazu könnt Ihr Euch dann direkt an den Support von Microsoft wenden, dass Euer Windows als Original anerkannt wird.
 

 

Falls Ihr aber kein Original habt, oder das Windows auf mehreren PCs gleichzeitig verwendet, dann besorgt Euch eine neue Windowslizenz. Bei Ebay bekommt Ihr solche Windows-Lizenzen zum Beispiel günstig. (Wenn Ihr nicht investieren möchtet oder könnt, dann probiert alternativ aus, ob Ihr eventuell mit dem kostenlosen Linux zufrieden seid.) Wenn Ihr einen neuen gültigen Windows-Key habt, kann dieser auch nachträglich, ganz offiziell online geändert werden. Seit einiger Zeit könnt Ihr Euren Product Key direkt unter Windows ändern. Klickt auf Start - und mit rechter Maustaste auf Computer / Dieser PC -> Eigenschaften. Scrollt nach ganz unten und selekiert dort "Product Key ändern". Windows braucht nicht neu installiert werden.

 

Microsoft wird immer rigoroser was das Thema „Raubkopien“ angeht, sie wollen am liebsten die Sicherheitsupdates nur noch für Nutzer anbieten welche sich dieser WGA-Prüfung unterziehen, und diese auch erfolgreich "bestehen".





 


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Letzte Änderung: 27.12.2020 17:31:42



 



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