Selbstvertrauen





Weg zur Selbstliebe
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Das Selbstvertrauen setzt voraus, dass man sich selber traut, bzw. seinen eigenen Gefühlen. Wer mit sich selbst vertraut ist, der weiß wie er in bestimmten Situationen oder Lebenslagen agiert und reagiert. Er kennt seine Bedürfnisse, seine Motivationen und Intentionen, denn er ist sich auch "selbst bewusst". Er ist seinen Anlagen und Beweggründen auf den Grund gegangen und weiß warum er etwas tut oder unterlässt, was er mag oder weniger mag und ist sich deshalb selbst nicht fremd. Er macht sich nichts mehr vor, d.h. er belügt sich selber nicht. Er benötigt auch keinen Scheintrost, um beispielsweise irgendeinen Mangel oder ein Bedürfnis auszugleichen, sondern er sucht stets nach den "echten Dingen" um seine Bedürfnisse (meist langfristig) stillen zu können. Selbstvertrauen bedeutet zudem auch, dass man sich selbst auch etwas zutraut. Man vergleicht sich auch nicht mit anderen Menschen, denn man hat erkannt, dass so wie man selbst, jeder von uns ganz einmalig, individuell und einzigartig beschaffen ist. Und da wo man vielleicht noch Ängste in sich spürt, da überwindet das Selbstvertrauen diese.


Selbstvertrauen bedeutet auch, dass man vor sich selber keine Angst hat, d.h. vor seinen Eigenschaften oder (vermeintlichen) Gegensätzen, weil man diese in die eigene Persönlichkeit integriert hat. D.h. auch, das wir dann z.B. keine Angst vor unseren Reaktionen haben. Vor unseren- aber auch vor den negativen Emotionen und Reaktionen anderer nicht, weil man mit diesen entweder umzugehen weiß, oder diese aber zumindest nachempfinden und verstehen kann. Jemand der echtes Selbstvertrauen besitzt, dem machen auch neue oder überraschende Situationen und unvorhersehbare Ereignisse keine Angst. Er muss nicht alles durchplanen und gedanklich durchspielen, um sich auf diese vorzubereiten. Er findet nämlich die Sicherheit in sich selbst. Er findet sie dort, weil er sich auf sich verlassen kann. Er kennt seine Haltungen die er anderen- oder einer bestimmten Situation gegenüber, einnimmt. Er kennt seine Gedanken, Meinungen, Stärken und Tugenden, und er weiß auch um seine Grenzen und Schwächen. Er ist aber ganz frei darin, jederzeit seine Haltung zu einem bestimmten Thema zu ändern oder zu revidieren, wenn die Dinge (oder besser: Sachlagen) ihn davon überzeugen, dass seine Meinung dazu noch nicht ausgereift war.




Baum des Lebens

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An seiner Einstellung hält er fest, wenn er diese als gut begründet ansieht und sich diese auch in vielen Situationen immer wieder bestätigt oder als richtig erwiesen hat. Deshalb setzt er sein Vertrauen auf seine Erkenntnisse und Erfahrungen und kann sich an diese in seinem weiteren Leben orientieren und sich auf sie verlassen. Je mehr man z.B. seinen Kindern in der Erziehung viel Zutrauen schenkt, umso mehr entwickeln diese auch dann ein großes Selbstvertrauen. Da man gerade auch als Christ sehr viel Zutrauen und Vertrauen von seinem Schöpfer erhält, ist das eigene Selbstvertrauen damit auch unerschütterlich und fest in einem fundiert. Gott hat diesen in diese Welt gesetzt, ihm das Leben geschenkt und traut ihm dieses auch zu. Er traut ihm zu, dass er Probleme lösen, bzw. Herausforderungen bewältigen kann. Das generiert ein tiefes Selbstvertrauen. Dass Gott einem zutraut, das man sein Leben bewältigt, obwohl man selbst auch Fehler machen wird, steigert das Selbstvertrauen regelrecht ins Unermessliche.


Wer kein Selbstvertrauen besitzt, der traut sich selbst nicht(s zu), er traut den anderen- und auch dem Leben nicht(s zu). Er kann auch kein befreites Leben zu sich selbst führen. Er fristet sein Dasein lediglich in fortwährenden (subtilen) Ängsten. Alles Neue (Veränderung) wird ihn verunsichern, oder ihm gar Angst bereiten. Wenn dieser sogar etwas tatsächlich Bedrohliches auf sich zukommen sieht, wird seine eigene Ohnmacht umso größer sein, und er wird mit seiner Ohnmacht und seinen Ängsten gemeinsam untergehen.
 Die Selbstliebe ist ein wichtiger Faktor für das eigene Selbstvertrauen. Selbstliebe hat nichts mit Egoismus und Eigenliebe zu tun, sondern damit, dass man einfach gut mit sich selbst umgeht, auf sich Acht gibt, man sich selbst verzeihen kann wenn man Fehler macht, sich diese nicht nachträgt, sondern sie dafür nutzt, um aus ihnen zu lernen -und um sein Selbstvertrauen damit zu vertiefen. Je besser man mit dem Leben im allgemeinen umgehen kann, mit den vielen Situationen und Ereignissen denen man gegenübergestellt- oder mit denen man sich konfrontiert sieht, je mehr man sie bewältigen und sie lösen kann, desto größer und tiefer wird auch das Selbstvertrauen in einem wachsen, und damit auch die Fähigkeit, mit sich und dem Leben selbst, gut umzugehen.














Der kleinste Fisch kann so gut schwimmen wie der größte Hecht.
(Sprichwort)


Es ist besser, für das, was man ist, gehasst, als für das, was man nicht ist, geliebt zu werden.
(André Gide)


Wenn du zu dir stehst, dann fällst du nicht um,
wenn andere nicht zu dir stehen.
 (Anselm Grün)



Drei Wünsche:
Die Gabe, nie zu vergessen, was du warst,
den Mut, das zu sein, was du bist,
die Kraft, das zu werden, was du sein möchtest.
(Jochen Marriss)


Nichts verleiht mehr Überlegenheit, als ruhig und unbekümmert zu bleiben.
(Thomas Jefferson)


Um aus einer Sackgasse herauszukommen, muss man den Mut haben, sie zu Ende zu gehen.
(Jean-Paul Sarire)


Der Weg zur Quelle führt gegen den Strom.
(aus Afrika)


Ich gehe auf keine Demonstration - ich bin selber eine!
 (Friedrich Dürrenmatt)




Wer Angst hat vor der Kritik der Leute, wird nie imstande sein, etwas Wertvolles und Beständiges zu tun.
 (Mahatma Gandhi)




Ohne Selbsterkenntnis ist jede Beobachtung und jede Vernunftanwendung unmöglich. 
(Leo N. Tolstoi)



Du kannst nicht sein, was du nicht sehen kannst.
.(Marian Wright Edelman)



Nein zu sagen bedeutet:
Mut zu meiner Grenze zu haben.
 (Anselm Grün)











Letzte Änderung: 02.04.2022 17:32:35




 



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