Backups von Windows und Daten






Kapitel 18




 

(Ein Beispiel im übertragenen Sinn)
Mit diesem Schritt erstellen wir eine komplette Kopie von unserem Auto sowie eine Kopie aller Inhalte im Kofferraum.


Und zum Schluss lege ich jedem noch wärmstens ans Herz, regelmäßig Backups oder/und Images zu erstellen. Denn nicht nur durch Viren können Daten zerstört werden, auch eine Festplatte kann unverhofft den "Geist aufgeben". Teilweise haben die Festplatten bei schlechter Kühlung eine Lebensdauer von nur drei Jahren. Und auch im normalen PC Betrieb, ist es schnell versehentlich passiert, dass eine wichtige Datei gelöscht, oder mit einer anderen Datei überschrieben wurde. Die Systemwiederherstellung von Windows kann dafür übrigens nur bedingt empfohlen werden, da sie bei Viren-Infektionen oft nicht funktioniert.

Wir benötigen zwei verschiedene Methoden für unsere Sicherungen:


1) Ein Image von dem Windows Vista/7/8/10 Betriebssystem vom Laufwerk "C:"
2) Backups von den eigenen Dateien (Musik / Bilder / Briefe / etc.)

 

Wer seine Daten nicht sichert, wird auf jeden Fall einen Datenverlust
erleben, es ist nur eine Frage der Zeit.

Weiterhin ist es eine erhebliche Erleichterung, wenn man ein Image von Windows zurück spielen kann, statt formatieren und Windows neu installieren zu müssen.



Wir können übrigens sehr froh sein, dass man am PC alles einfach kopieren kann.
Im normalen Leben ist es tendenziell schwierig, "Kopien" von Dingen anzulegen ;-)










Mögliche Speicherorte für Backups und Images:
 

  • Wenn die Festplatte groß genug ist, kann auf einer separaten Partition (z.B. D:) ein Image von Windows gespeichert werden. Dieses hilft allerdings nicht wenn die Festplatte eines Tages einen Defekt aufweist.
     
  • Images und Backups von Dateien können auch auf USB Sticks gespeichert werden, dort sind sie aber nur kurzfristig sicher aufgehoben, denn USB Sticks haben oft keine lange Haltbarkeit.
     
  • Images und Backups von Dateien können auch auf DVDs gebrannt werden. Dort sind sie ganz gut aufgehoben, aber das regelmäßige Brennen auf DVDs ist relativ Zeit-aufwändig.
     
  • Am sichersten ist eine separate physikalische Festplatte mit z.B. 1000 GB. Eine solche ist schon für 40 EUR zu bekommen, und darauf lassen sich sehr komfortabel alle Daten + Images sichern. Ich empfehle übrigens eine interne Festplatte zu bevorzugen statt einer externen Festplatte welche über USB angeschlossen wird. Denn externe Festplatten haben öfters Ausfälle und Defekte als Interne.
     
  • Wer ein Netzwerk mit mehreren PCs zuhause hat, kann auf dem Computer "A" die Daten von "B" sichern, und umgekehrt die Daten vom Computer "B" auf "A" sichern. Dadurch haben beide PCs ein zuverlässiges und lange haltbares Backup auf der jeweils anderen physikalischen Festplatte. Die Wahrscheinlichkeit, dass zwei unterschiedliche Festplatte gleichzeitig kaputt gehen, ist wirklich sehr gering!








1) Images (Vollbackup) von Windows erstellen:
 

  • Acronis True Image 2010:
    Alle neuen Versionen (ab 2011) von diesem einst so tollen Image-Programm sind leider viel viel schlechter als die 2010er Version: Nutzer berichten von Bugs, fehlerhaften Backups und defekten Partitionen. Daher wäre nur die alte 2010er Version empfehlenswert, welche aber inzwischen zu veraltet für moderne Hardware ist.

     
  • Aomei Backupper Free:
    Seit einigen Jahren nutze ich privat als auch gewerblich nur noch den Aomei Backupper. Diese Software ist sehr einfach zu bedienen, übersichtlich, wirklich sehr schnell, und zudem auch zuverlässig. Innerhalb vom Aomei Backupper könnt Ihr eine Rescue-CD (oder einen Stick) erstellen lassen, um damit im Notfall das Betriebssystem zurück zu spielen. Der Aomei Bakupper wird laufend weiterentwickelt und unterstützt alle neuesten PC-Festplatten und Betriebssysteme.

  • Macrium Refelect:
    Alternativ gibt es auch Macrium Reflect als kostenloses Image-Programm. Dieses ist recht unbekannt, obwohl es auch eine sehr gute Funktionalität anbietet. Innerhalb dieses Programms könnt Ihr ebenso eine Rescue-CD brennen, mit welcher Ihr den PC booten könnt, um ein Image zurück zu spielen. Macrium Reflect wird wie Aomei, kontinuierlich weiterentwickelt und es unterstützt ebenso alle Festplatten-Typen und Betriebssysteme.

     
  • Drive Image XML:
    Dieses ist ebenfalls ein kostenloses und recht schlichtes Image Programm. Allerdings hat es einige Einschränkungen, wie z.B. dass kein Recovery-Boot-Medium mitgeliefert wird. Ein Backup muss also per separater Festplatte, oder einer „Windows 7 Builder Boot CD“ zurückgespielt werden, siehe Kapitel Win7 Builder + Drive Image.
    Zudem wird Drive Image XML nur minimal weiterentwickelt, wodurch der Support und die Funktionsvielfalt eingeschränkt sind. Neue Festplatten oder Betriebssysteme werden des Öfteren nicht erkannt. Seit es "Aomei" und "Macrium" gibt, rate ich von Drive Image eher ab.



     
  • Windows 7/8/10 Vollbackup:
    Unter Windows 7, 8 und 10 könnt Ihr auch mit Betriebsmitteln ein Image erstellen. Ich rate aber ab, sich darauf zu verlassen, da ich zu oft von Problemen darüber lese.






     

2) Backups von den eigenen Dateien erstellen:

 

  • Free File Sync:
    Dieses empfehlenswerte kostenlose Backup-Programm, kann Daten auf andere Festplatten, Wechselmedien etc. sehr komfortabel sichern und synchronisieren. Hierbei werden die Dateien mit der ganzen Ordnerstruktur 1:1 kopiert. Dabei kann man wählen, ob man nur von A nach B sichern möchte oder beidseitig. Dadurch erreicht man immer ein 100%ig identisches Backup der Dateien, ohne dass jedes Mal alle Daten neu kopiert werden brauchen. Wenn man den Schalter „Analysieren“ drückt, kann man jede einzelne Datei sehen, welche gelöscht, überschrieben oder neu kopiert wird, bevor man den Vorgang startet.

    Free File Sync ist optimal dafür geeignet um Eigene Dateien zu synchronisieren, dass Betriebssystem kann hiermit nicht gesichert werden.

 

 

 


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Letzte Änderung: 16.08.2019 13:44:39



 




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Quelle: Youtube


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